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Audio-Laptops mit niedrigen DPC-Latenzen für Musikproduktion und Video

Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die in Audio-Anwendungen entscheidenden DPC-Latenzen: Was macht gute Audio-Laptops für die Musikproduktion aus? Er geht außerdem auf die Verwendung von XMG- und SCHENKER-Laptops als Workstations für Echtzeit-Audio- und Video-Anwendungen ein. Dazu zählen konkrete Empfehlungen, welche Modelle nach unserem Dafürhalten besonders gut geeignet sind und mit welchen Tipps sich die guten DPC-Latenzwerte auch im Praxisalltag erhalten lassen. Zu guter Letzt verlinken wir auf eine neue Umfrage, in welcher wir euch um Eure Erfahrungen bitten.

Inhaltsverzeichnis

  • Einführung
  • Wer ist von DPC-Latenzen betroffen, wer nicht?
  • Übersichtstabelle und Produktempfehlungen
  • Belastbarkeit der Messwerte / Interpretation der Empfehlungen
  • Disclaimer: Empfehlungen sind keine Garantie
  • Aktuell empfohlene Laptop-Modelle für Echtzeit-Audio / Video
  • Allgemeine Tipps für gute DPC-Latenzen
  • Fortgeschrittene Tipps, BIOS-Optionen und Modern Standby
  • Umfrage (Erfahrungen und Testimonials)
  • Euer Feedback

Einführung: Was ist DPC-Latenz?

DPC steht für „Deferred Procedure Call“ und bezieht sich auf die Zeit, die ein Betriebssystem benötigt, um bestimmte Treiberaufgaben zu erledigen. In der Audioproduktion kann eine hohe DPC-Latenz zu Audioaussetzern und -verzögerungen führen.

Warum ist es schwierig, gute DPC-Latenzen in einem beliebigen Laptop zu bieten?

Diese Frage möchten wir anhand der folgenden Punkte beleuchten:

  • Modern Standby und Energieverwaltung: Die Einführung von Modern Standby hat die Möglichkeiten zur Feinabstimmung der Systemleistung eingeschränkt, die früher über das BIOS und Windows-Energieeinstellungen verfügbar waren. Hardware, Firmware und Betriebssysteme wechseln inzwischen deutlich häufiger und vollautomatisch den Betriebszustand, um Energie zu sparen. Inaktive Komponenten werden granular in kurzzeitige Schlafzustände versetzt, ohne dass der Nutzer dies bemerken oder darauf einen Einfluss ausüben kann (siehe FAQ-Artikel: Probleme mit Standby). Der ständige Wechsel von Betriebszuständen bei geringer oder gemischter Last kann zu kurzzeitigen Spitzen bei den DPC-Latenzen führen.
  • Software-Interaktionen: Treiber-Updates und die im Hintergrund laufende Software von Drittanbietern können zu erhöhten DPC-Latenzen führen. Netzwerk- und Sicherheitssoftware-Lösungen bringen oft eigene Treiber für virtuelle Geräte mit, welche ebenfalls um DPC-Ressourcen konkurrieren.
  • Kompatibilität und Priorisierung: Die ständige Weiterentwicklung von Hardware und stetig zunehmende Sicherheitsansprüche erfordern kontinuierliche Anpassungen auf den Ebenen von Firmware, Treibern und Betriebssystem – trotzdem soll Software auch immer möglichst weit abwärtskompatibel sein. Bei diesem komplexen Zusammenspiel unterschiedlichster Akteure können Nebenaspekte wie DPC-Latenzen manchmal auf der Strecke bleiben.
  • Vielfalt der Anwendungsfälle: Die unterschiedlichen Anforderungen und Konfigurationen der Benutzer machen es schwierig, eine universelle Lösung zu finden.

Insgesamt ist die Optimierung der DPC-Latenz eine komplexe Aufgabe, die eine enge Abstimmung von Hardware und Software erfordert. Es ist ein fortlaufender Prozess, der ständige Verbesserungen notwendig macht. Da wir seit der Einführung von Modern Standby kaum noch aktive Gestaltungsmöglichkeiten bei der Anpassung der Energiesparprofile haben, sind wir hier im Wesentlichen auf Verbesserungen angewiesen, die von den Plattform-Anbietern wie Intel und AMD sowie deren Ökosystem-Partnern ausgehen.

Inwieweit unterscheiden sich Notebooks für Audio und Desktop-PCs bei DPC-Latenzen?

In Desktop-Systemen ist die Optimierung der DPC-Latenzen weniger komplex als bei Laptops, hauptsächlich aufgrund zweier Faktoren.

Erstens verwenden Desktop-PCs (noch) nicht das „Modern Standby“-Paradigma, dessen Auswirkungen auf DPC-Latenzen im vorherigen Absatz erklärt wurden. Auch entfallen die üblichen APCI-Aufrufe über Fn-Hotkeys wie etwa die Steuerung von Performance-Profilen und Tastaturbeleuchtung.

Zweitens nutzen Laptops eine Hybrid-Grafiklösung, bei der die integrierte GPU des CPU-Anbieters für die Darstellung von Windows verantwortlich ist und die dedizierte Grafikkarte in der Regel ausgeschaltet bleibt. Somit kann die dedizierte Grafikkarte (etwa NVIDIA GeForce RTX) als Faktor bei der Optimierung der DPC-Latenzen in Laptops weitgehend ausgeschlossen werden.

Dank der hohen Anpassbarkeit von Desktop-Plattformen in puncto Komponentenauswahl und Energiemanagement, sind wir in der Lage, zwei vollständig für Echtzeit-Audio optimierte Desktop-System zur Verfügung zu stellen:

Bei aktuellen Desktop-Grafikkarten von NVIDIA haben wir festgestellt, dass die professionellen NVIDIA-Grafikkarten („RTX“ ohne „GeForce“, ehemals „Quadro“) bessere DPC-Werte ermöglichen als die GeForce-Karten. Details hierzu befinden sich in den FAQ unserer für Audio optimierten Desktop PCs:

Da sich bei Laptops die NVIDIA-Grafikkarte abschalten lässt und diese im Allgemeinen für Echtzeit-Audio-Anwendungen nicht benötigt wird, fällt dieser Faktor bei unseren Laptop-Empfehlungen weniger ins Gewicht.

Wer ist von DPC-Latenzen betroffen, wer nicht?

Wer ist betroffen?

DPC-Latenz ist vor allem für professionelle Anwender im Audiobereich von Bedeutung. Dies schließt Toningenieure, Musikproduzenten und DJs ein, die auf extrem niedrige Latenzen angewiesen sind, um Echtzeit-Audioverarbeitung und -wiedergabe ohne Unterbrechungen oder Verzögerungen zu gewährleisten. Auch in spezialisierten Anwendungen wie Live-Mixes oder der Postproduktion kann die DPC-Latenz kritisch sein.

Wer ist nicht betroffen?

Für den durchschnittlichen Laptop-Nutzer, der alltägliche Aufgaben wie Surfen im Internet, Textverarbeitung oder das Ansehen von Videos ausführt, ist die DPC-Latenz in der Regel kein kritisches Element. Selbst für Gelegenheitsspieler und Content-Ersteller, die nicht auf Echtzeit-Audioverarbeitung angewiesen sind, ist die DPC-Latenz meistens nicht von großer Bedeutung.

Kurz gesagt, wer seinen Laptop nicht für spezialisierte Audioarbeiten oder extrem latenzempfindliche Anwendungen verwendet, muss sich keine Sorgen um DPC-Latenzen machen.

Übersicht und Produktempfehlungen: Welche unserer Notebooks eigenen sich als Audio-Laptops?

Alle wichtigen Informationen werden in dieser fortlaufend aktualisierten Tabelle zusammengefasst:

Dieser Link bietet eine Übersicht über die DPC-Latenzen aller aktuellen XMG- und SCHENKER-Laptops und zeigt, welche Modelle sich als Audio-Notebook eignen. Die Tabelle kennzeichnet die Laptop-Generationen über die Jahreszahlen und Product-IDs, zusammen mit ihren CPU- und GPU-Serien.

In der Spalte „Our recommendation” sind Modelle geführt, welche wir ausdrücklich für Echtzeit-Audioanwender empfehlen. Die Testprotokolle dieser Modelle sind über weitere Tabs oberhalb der Tabelle einsehbar. Eine Interpretationshilfe dieser Empfehlungen folgt weiter unten.

Für Modelle, die in dieser Spalte mit „n/a“ gekennzeichnet sind, liegen entweder noch keine Messungen vor oder sie genügen nicht den Ansprüchen an einen Laptop für professionelle Echtzeit-Audio-Anwendungen.

Zusätzlich zu unseren eigenen Empfehlungen dokumentieren wir in der Tabelle auch die Empfehlungen von Notebookcheck, welche ein standardisiertes Testverfahren für DPC-Latenzen an vielen unserer Laptop-Modelle durchführen.

Belastbarkeit der Messwerte / Interpretation der Empfehlungen

Die Messwerte und Empfehlungen von Notebookcheck in der Tabelle dienen nur dem groben Vergleich. Die Angabe von DPC-Latenzen kann man grob in zwei Kategorien einteilen:

  • Ein gewisses Grundrauschen – also der durchschnittliche Wert, wenn das System im Idle ist.
  • Gelegentliche Spitzen, die teilweise weit über das Grundrauschen hinausragen – diese können entweder bei bestimmten Aktionen (z.B. beim Trennen der Netzteil-Verbindung), beim Wechsel von Energiezuständen (siehe Modern Standby) oder rein zufällig in zeitlich großen oder kleinen Abständen auftreten.

Notebookchecks Messungen beziehen sich auf einen recht kurzen Zeitraum von weniger als 5 Minuten von unterschiedlicher Nutzung (4K-Videoplayback, Benchmarks, Idle). Wenn ein Gerät in diesem Zeitraum mit einer guten Bewertung abschneidet, ist das schon mal nicht schlecht. Es ist aber kein Garant dafür, dass DPC-Latenzspitzen nicht doch einmal in größeren zeitlichen Abständen auftreten.

Unsere Kriterien: Wann empfehlen wir einen Laptop für Echtzeit-Audio / Video und Musikproduktion?

Wie den Prüfprotokollen in den weiteren Tabs unserer Tabelle zu entnehmen ist, führen wir im Vergleich zu Notebookcheck umfangreichere Tests durch, die eine Stunde im Leerlauf, längere CPU- und GPU-Stresstests und das Testing verschiedener Input- und Fn-Tasten-Aktionen umfassen. Dies gibt uns ein detaillierteres Bild der DPC-Latenzwerte über längere Zeiträume und unter verschiedenen Bedingungen.

DPC-Latenzen von Audio-Laptops gemessen mit LatencyMon

Selbst wenn ein Modell in manchen Tests geringfügige Latenzspitzen aufweisen sollte (gekennzeichnet als „BLACK NOTICE“ oder „RED NOTICE“ in der Tabelle), halten wir es für wichtig, den Kontext dieser Spitzen zu verstehen. Beispielsweise könnten geringfügig und selten auftretende Spitzen während intensiver GPU-Stresstests auftreten, die jedoch die Echtzeit-Audioverwendung nicht beeinträchtigen sollten. Auch sind kurzzeitige Spitzen bei bestimmten Input- / Output-Aktionen (Änderung des Performance-Profils, Trennung des Netzteils) für unsere Laptop-Empfehlung kein Ausschlusskriterium, da sich derartige Aktionen im produktiven Einsatz gezielt vermeiden lassen.

Daher bieten unsere Tests eine nuancierte Bewertung, die es uns ermöglicht, bestimmte Modelle für spezifische Anwendungsfälle zu empfehlen.

Unterscheidung zwischen Desktop- und Laptop-Empfehlung für Audio

Wir möchten an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass für unsere für Echtzeit-Audio optimierten Desktop-PCs strengere Kriterien anliegen als bei Laptops. Dies umfasst u.a. Testzeiträume von 24 Stunden und eine geringere Fehlertoleranz bei GPU- und Gaming-Benchmarks. Gleichzeitig sind Desktop-PCs von den üblichen DPC-Fallstricken bei Laptops (Modern Standby, Performance-Profile, ACPI-Aufrufe über Fn-Hotkeys) nicht betroffen, wodurch diese Tests bei Desktop-PCs entfallen.

Disclaimer: Empfehlungen sind keine Garantie

Unsere Empfehlungen basieren auf umfangreichen Tests und Analysen, die wir durchführen, um verschiedene Modelle auf möglichst stabile DPC-Latenzen für Echtzeit-Audio- und Videoanwendungen abzuklopfen.

Für die hier empfohlenen Notebooks für Audio gilt: Diese Empfehlungen stellen kein formales Garantieversprechen dar.

Jedes Produktionsumfeld ist einzigartig und kann von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden, die außerhalb unserer Kontrolle liegen. Dazu gehören Software-Kompatibilität, Peripheriegeräte und sogar die spezifischen Anforderungen eines Projekts. Daher kann es in seltenen Fällen vorkommen, dass selbst ein empfohlenes Modell nicht zu 100 % den individuellen Anforderungen entspricht.

Aus diesem Grund bieten wir im Rahmen der gesetzlichen Widerrufsfrist eine 14-tägige „Geld zurück“-Garantie an, die ab dem Tag des Erhalts des Laptops beginnt.

Wir empfehlen interessierten Anwendern daher dringend, in dieser Zeit ihr komplettes Audio- / Video-Produktionssetup, einschließlich aller Peripheriegeräte und professioneller Software, gründlich zu testen, damit bei Nicht-Gefallen die Widerrufsfrist eingehalten werden kann.

Weitere Informationen hierzu sind hier nachzulesen:

Aktuell empfohlene Laptops für Audio und die Musikproduktion mit niedrigen DPC-Latenzen

Derzeit können wir Notebooks aus der XMG APEX-Serie (L23) und der XMG CORE-Serie (L23) als Audio-Laptops empfehlen.

Diese Geräte-Serien werden zusammengefasst, da sie auf den gleichen Mainboards basieren (mit unterschiedlichen GPUs zur Auswahl), die gleiche Firmware nutzen und sich bis auf Tastatur, Display und Gehäuse nicht unterscheiden. Die Empfehlung bezieht sich explizit nur auf die L23-Variante mit AMD Ryzen 7040-CPUs (Codename „Phoenix“), nicht auf die ansonsten weitgehend baugleiche M23-Reihe mit Ryzen 7030 (Codename „Rembrandt+“). Der Grund hierfür liegt in strukturellen Verbesserungen, die sich in CPU, Chipsatz oder Firmware-Architektur bei AMD ergeben haben.

Eine Zusammenfassung unseres Testprotokolls befindet sich in der oben verlinkten Übersichtstabelle.

Zum Konfigurator: XMG APEX 15 (L23)
Zum Konfigurator: XMG APEX 17 (L23)
Zum Konfigurator: XMG CORE 16 (L23)

Allgemeine Tipps für gute DPC-Latenzen

Disclaimer: Die folgenden Tipps gelten für Laptop-Modelle, denen out-of-the-box bereits gute DPC-Latenzwerte bescheinigt werden. Modelle, welche hingegen schon im Idle zu großen oder häufigen Spikes neigen, lassen sich mit diesen Tipps wahrscheinlich nicht effektiv zähmen – wobei, sofern man einen solchen Laptop bereits besitzt und er abseits von etwaigen DPC-Problemen dem Anforderungsprofil entspricht, gilt: probieren geht über studieren.

Unsere Tipps

  • Unnötige Systemsoftware vermeiden: Installiere keine unnötigen Systemtools wie Tuning-Programme oder zusätzliche Sicherheits-, Firewall-, Netzwerk- oder VPN-Software (siehe FAQ: Welche Tuning- und System-Software empfiehlt XMG?).
  • Autostart bereinigen: Entferne unnötige Software aus dem automatischen Systemstart, um den Boot-Prozess zu beschleunigen, Systemressourcen zu schonen und etwaige Verursacher hoher DPC-Latenzen auszuschließen (siehe FAQ: Wie kann ich verhindern, dass bestimmte Software automatisch mit Windows startet?).
  • NVIDIA-Grafikkarte im Schlafmodus belassen: Stelle sicher, dass die dedizierte GPU nicht in ihrem Ruhezustand gestört wird. Solche Störungen können auftreten, wenn Hintergrundsoftware die GPU wachhält (z.B. „Epic Gamer Launcher“) oder wenn Produktivitäts-Apps die GPU unnötigerweise für Add-ons, Effekte oder zum Zeichnen ihrer Fenster benutzten (siehe FAQ: Probleme mit Akkulaufzeit, Idle-Stromverbrauch bzw. relativ hoher Lüfterlautstärke trotz geringer Last – dort das Kapitel „Wieso legt sich meine GPU nicht schlafen?“ und folgende). Ausnahmen gibt es hier nur, wenn du die dedizierte GPU tatsächlich für grafikintensive Produktionsarbeiten (z.B. VJing) benötigst. In diesem Fall empfiehlt es sich, ggf. NVIDIA Optimus vollständig zu deaktivieren (MUX-Switch im BIOS, je nach Modell), um ein Umschalten zwischen iGPU und dGPU zu vermeiden.
  • NVIDIA Studio-Treiber: Verwende den NVIDIA „Studio“-Treiber anstelle des „GameReady“-Treibers (siehe NVIDIA-Website). Wir können hierdurch zwar keinen direkten Effekt auf die DPC-Latenzen nachweisen. Aber der „Studio“-Treiber gilt i.A. als stabiler, da er in zeitlich weniger kurzen Abständen released wird. Neue Features werden quasi zunächst im „GameReady“-Treiber an der breiten Masse erprobt
  • Leistungsprofile: Vermeide das Wechseln von Performance-Profilen während der Arbeit in  Echtzeit-Audioanwendungen. Es empfiehlt sich, schon vor Arbeitsbeginn auf das gewünschte Profil zu wechseln. Wir empfehlen die Profile „Enthusiast“ oder „Entertainment“, je nach Modell.
  • Netzteil-Verbindung: Vermeide das Trennen des Netzsteckers während der Arbeit an Echtzeit-Audio-Projekten. Bei besonders empfindlichen Umgebungen lohnt sich ggf. die Investition in eine sog. „Unterbrechungsfreie Stromversorgung“ (siehe Wikipedia oder Amazon-Suchergebnisse).
  • Tastatur-Hintergrundbeleuchtung: Ändere die Helligkeit der Tastatur-Hintergrundbeleuchtung nicht während der Arbeit an Echtzeit-Audio-Projekten. Wähle die gewünschte Helligkeitsstufe vor Beginn einer Session.
  • Flugmodus: Sofern der produktive Einsatz im Audio-Bereich keinen aktiven Internetzugang und keine Bluetooth-Geräte erfordert, überlege, den Laptop eventuell in den Flugzeugmodus zu versetzen, um potenzielle Störfaktoren zu vermeiden. Alternativ lassen sich WLAN oder Bluetooth auch einzeln aktivieren oder deaktivieren.
  • Festplatten-Indizierung deaktivieren: Es kann helfen, die automatische Indizierung von Festplatten und SSDs zu deaktivieren. Eine entsprechende Anleitung befindet sich hier. Als Alternative zur Windows-Suchfunktion empfehlen wir das kostenfreie Programm „Everything“ für NTFS-Laufwerke.

Diese Tipps könnten helfen, die DPC-Latenz Deines Systems zu minimieren und eine optimale Leistung für Echtzeit-Audioanwendungen zu erzielen.

Fortgeschrittene Tipps, BIOS-Optionen und Modern Standby

Einstellungen im BIOS-Setup

Manche XMG- und SCHENKER-Laptops bieten BIOS-Optionen, welche man ausprobieren kann, um eventuell auftretende DPC-Latenzprobleme zu beseitigen. Dazu gehören die folgenden Optionen:

  • Deaktiviere Intel Hyper-Threading
  • Deaktiviere Intel TurboBoost
  • Deaktiviere alle E-Cores
  • Deaktiviere SpeedShift
  • Deaktiviere Intel Management Engine
  • Deaktiviere Webcam, Audio, Wi-Fi und/oder Bluetooth

Diese Einstellungen sind in der Regel im BIOS-Setup (F2) im „Advanced“-Menü zu finden. Diese Optionen lassen sich beliebig und ohne Risiko aktivieren und deaktivieren. Die Voreinstellungen (Defaults) lassen sich per Tastendruck wiederherstellen:

  • F9: Load Defaults
  • F10: Save & Exit

Hinweise:

  • Manche dieser Optionen stehen nur in bestimmten Modellen zur Verfügung.
  • Das Deaktivieren der Audio-Hardware des Laptops beeinträchtigt nicht die Möglichkeit, externe Audio-Hardware zu verwenden.

Warnung: manche im Internet kursierende Tipps sind nicht mehr zeitgemäß

Die folgende Website gibt einen guten Überblick über teilweise tiefergehende Tipps, die zum Standard-Repertoire beim Troubleshooting von DPC-Latenzproblemen gehören:

Insgesamt bewerten wir den dort dargestellten Ratgeber positiv. Viele der Tipps auf unserer allgemeinen Liste sind dort ebenfalls repräsentiert.

Allerdings möchten wir von einigen Tipps explizit abraten, da diese mit aktuellen Laptops mit „Modern Standby“ nicht mehr funktionieren. Dazu zählen die folgenden Punkte auf der verlinkten Seite:

  • Restoring the High Performance Power Plan
  • Tweaking the High Performance Power Plan
  • I Want It All: High Performance AND Connected Standby
  • Low latency Batch File
  • Office mode batch file

All diese Tipps bedienen sich Methoden, die auf „Modern Standby“-Systemen nicht mehr zur Verfügung stehen. Eine Abschaltung von Modern Standby ist ebenfalls nicht zu empfehlen, da die entsprechenden CPU-Plattformen nicht mehr für „Legacy Standby“ (S3) validiert sind und teilweise entsprechende Routinen in Hardware, Firmware und Treibern fehlen (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Dieses Thema wird in folgenden FAQ-Artikeln näher beleuchtet:

Letztlich gilt: Ein Betrieb mit dauerhaft niedrigen DPC-Latenzen muss auch mit aktiviertem Modern Standby möglich sein. Dass dies möglich ist, belegen unsere Produktempfehlungen in der oben verlinkten Tabelle.

Umfrage (Erfahrungen und Testimonials)

Wir laden Euch herzlich ein, an unserer Umfrage zu Euren Erfahrungen mit Echtzeit-Audio und -Video bei XMG- oder SCHENKER-Laptops teilzunehmen. Die Umfrage ist anonym und die meisten Fragen sind optional. Nachdem ausreichend Antworten gesammelt wurden, planen wir eine redaktionelle Analyse der anonymisierten Ergebnisse zu veröffentlichen.

Link zur Umfrage:

Ein Google-Account ist für die Teilnahme nicht nötig. Es werden von uns keine persönlichen Daten erhoben.

Die Umfrage enthält Angaben zu Euren Laptop-Modellen, den CPUs, den GPUs und weiteren Hardware-Komponenten. Außerdem interessieren uns die Peripheriegeräte und Software, die Ihr üblicherweise verwendet, sowie Eure allgemeine Zufriedenheit in Bezug auf die Leistung, Zuverlässigkeit und natürlich die DPC-Latenzstabilität (Abwesenheit von Glitches / Dropouts bei besonders kleinen Puffer-Größen) in euren Systemen.

In optionalen Feldern sammeln wir auch eure Erfahrungen zu möglichen Problemen und deren Lösungen oder Workarounds.

Eure Angaben können uns dabei helfen, weitere allgemeine Tipps in die oben genannte Liste zu integrieren und ggf. die Empfehlungsmatrix auf weitere Modelle auszuweiten. Eine spätere Veröffentlichung der zusammengetragenen Erfahrungen soll anderen Nutzern dabei helfen, eine gut informierte Entscheidung beim Kauf ihres nächsten Systems zu treffen.

Vielen Dank im Voraus für Eure wertvollen Einblicke!

Euer Feedback

Abseits von der o.g. Umfrage stehen wir euch natürlich auch in den entsprechenden Threads auf Computerbase und Reddit für eure Fragen und Erfahrungsberichte zur Verfügung. Wie unschwer zu erkennen ist, ist uns bei diesem teilweise recht undurchsichtigen Thema der „Crowd Intelligence“-Faktor besonders wichtig. Vielen Dank für euer Feedback!

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