Sortiment & Technische Daten

XMG-Laptops sind in verschiedene Serien unterteilt. Allen Serien ist gemeinsam, dass sie über eine dedizierte Grafikkarte und ein leistungsfähiges Kühlsystem verfügen. Somit sind alle XMG-Serien grundsätzlich sowohl für Gaming als auch für professionelle Anwendungen im Dauereinsatz geeignet. Dennoch gibt es zwischen den Serien erhebliche Unterschiede hinsichtlich potenzieller Rechenleistung, den Display-Eigenschaften, Gewicht, Anschlussverteilung und so weiter.

Technische Übersicht des Sortiments

Für eine vollständige Übersicht der technischen Merkmale bieten wir diese Vergleichstabellen an:

Man findet darin eine große Übersichtstabelle und in weiteren Tabs (zu finden am oberen Bildschirmrand) weitere Details zu den Ablegern der einzelnen Serien. Diese Übersicht konzentriert sich auf die wichtigsten Gemeinsamkeiten und Unterschiede – für weitere Informationen gibt es am unteren Ende der jeweiligen Tabellen Links zu Support-Threads und den vollständigen Datenblättern im Shop.

Persönliche Beratung

Zusätzlich zu diesen Ressourcen bieten wir natürlich auch eine individuelle Beratung per E-Mail, Telefon-Hotline oder in unseren Community-Foren an. Für eine schriftliche Anfrage benötigen wir idealerweise Angaben zum Einsatzzweck, Budget, Präferenzen hinsichtlich Bildschirmgröße/Portabilität und sonstige Sonderwünsche (Thunderbolt, maximale SSD/RAM-Kapazität usw.).

Die höchste Grafikleistung gibt es derzeit in Form der NVIDIA GeForce RTX 3080 in XMG NEO und XMG ULTRA, dicht gefolgt von der RTX 3070 in XMG APEX und (nochmals) XMG NEO.

XMG PRO lässt sich zwar ebenfalls mit RTX 3070 und RTX 3080 ausstatten. Allerdings unterliegen die Grafikkarten in XMG PRO dem Max Q-Design, wodurch sie zwar insgesamt effizienter arbeiten, aber mit einer maximalen GPU Power von 105 Watt nicht an ihre Max P-Pendants in XMG APEX, NEO und ULTRA heranreichen.

Segmentierung

VR-Headsets lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen:

  • Kabellose Headsets, welche sich über Funk mit dem PC verbinden lassen
  • Kabelgebundene Headsets mit HDMI- oder DisplayPort-Kabel
Kabellose Headsets

Als Beispiel für kabellose Headsets können wir die Oculus Quest 2 nennen, welche sich via Air Link über einen WLAN-Router im 5GHz-Spektrum mit einem PC bzw. Laptop verbinden lässt. Wir können bestätigen: diese Verbindung funktioniert mit allen XMG-Laptops – und zwar unabhängig davon, ob diese eine Hybrid-Grafiklösung verwenden, oder nicht.

Der HTC Vive Wireless Adapter funktioniert hingegen nicht an Laptops, da er eine freie PCI-Schnittstelle eines Desktop-PCs benötigt. Eine externe Anbindung von PCI-Express über Thunderbolt ist bei dieser Lösung (vermutlich aus Latenzgründen) nicht möglich.

Kabelgebundene Headsets

Kabelgebundene Headsets benötigen HDMI- bzw. DisplayPort-Ausgänge welche direkt mit der dedizierten Grafikkarte verbunden sind. Hierzu zählen wir auch Adapter-Lösungen wie TPCAST, welche ein HDMI- oder DisplayPort-Signal nehmen und über Funk weiterleiten.

Solche Headsets sind kompatibel mit allen XMG-Laptops mit drei Ausnahmen:

Bei diesen drei Modellen sind die HDMI/DisplayPort-Ausgänge mit der Intel-Grafikeinheit verbunden, welche wiederum via NVIDIA Optimus (MSHybrid) mit der dedizierten Grafik verbunden ist. Diese Hybrid-Grafiktechnik funktioniert zwar reibungslos für Gaming auf externen Monitoren und allen möglichen professionellen Anwendungen. Aber sie funktioniert nicht mit VR-Headsets, da VR-Headsets sich gegenüber dem Betriebssystem nicht einfach als Monitore zu erkennen geben, sondern eine engere, direkte Anbindung an die dedizierte Grafikkarte verlangen.

Alle anderen XMG-Serien – also XMG CORE 15 und CORE 17, XMG NEO, FUSION, APEX, PRO und ULTRA – sind von dieser Einschränkung nicht betroffen, sondern binden sowohl HDMI als auch DisplayPort direkt an die Grafikkarte an.

DisplayPort über USB-C vs. dedizierter Mini DisplayPort

Dennoch gibt es auch zwischen den für kabelverbundene Virtual Reality geeigneten Serien einen wesentlichen Unterschied:

  • XMG CORE, NEO und FUSION geben DisplayPort nur über USB-C bzw. Thunderbolt aus
  • XMG APEX, PRO und ULTRA haben neben dem USB-C-Port noch einen klassischen Mini DisplayPort-Ausgang

Für VR-Headsets der ersten Generation (wie etwa die erste HTC Vive) ist das egal, denn diese Headsets nutzten noch HDMI für den Anschluss an den PC. Neuere Headsets (wie etwa die HP Reverb G2) nutzen hingegen den etwas leistungsfähigeren DisplayPort-Standard. Es gibt passive Adapter, welche das DisplayPort-Signal aus USB-C verlustfrei an die DisplayPort-Stecker des VR-Headsets weiterleiten können. Der laut unserer Recherche leistungsfähigste Adapter dieser Art ist hier verlinkt. Mit diesem Adapter haben wir und unsere Kunden bis jetzt noch fast jedes VR-Headset an XMG CORE, NEO und FUSION zum Laufen gebracht.

Fast jedes?

Eine bekannte Ausnahme ist die HP Reverb G1 (Vorgänger der G2). Dieses VR-Headset von 2019 scheint mit USB-C/DisplayPort-Adaptern nicht zu funktionieren, da es eine 3.3V-Stromquelle über DisplayPort benötigt. Dieses recht veraltete 3.3V-Signal (Pin 20 auf DisplayPort) ist bei USB-C nicht implementiert. USB-C kann maximal 5V ausgeben – damit kommt die G1 aber nicht zurecht.

Praktisch alle anderen, uns bekannten, kabelgebundenen VR-Headsets beziehen ihren Strom aus einem eigenen Netzteil oder aus einer 5V-Quelle über ein zweites USB-C oder USB-A-Kabel. Die Reverb G1 wollte damals (2019) aber einen Sonderweg gehen und ist damit nach aktuellem Kenntnisstand nicht mit XMG CORE, NEO und FUSION kompatibel. Es ist relativ unwahrscheinlich, dass zukünftige Headsets noch einmal diesen 3.3V-Sonderweg gehen werden – schließlich ist der Betrieb von VR-Headsets an Gaming Laptops heutzutage keine Seltenheit mehr und wird deshalb auch im Design neuer Headsets berücksichtigt. Dennoch ist dies ein gutes Beispiel dafür, dass es durchaus noch gute Gründe gibt, sich für einen VR-Laptop einen dedizierten Mini-DisplayPort zu wünschen – sicher ist sicher.

Mini-DisplayPort lebt!

Auch wenn dein gewünschtes VR-Headset sich problemlos auf USB-C/DP adaptieren lässt, lohnt sich eine Blick auf XMG APEX, PRO und ULTRA. Deren Mini DisplayPort-Anschluss ist mindestens genau so leistungsfähig wie der USB-C- bzw. Thunderbolt-Anschluss in den anderen drei Serien, aber man spart sich eben einen weiteren Adapter und damit eine potenzielle Störquelle für zukünftige Headsets oder sonstige Grenzfälle.

Einen Adapter von Full Size DisplayPort auf Mini DisplayPort braucht man dann zwar trotzdem, aber der liegt derzeit fast jedem VR-Headset schon ab Werk bei, und diese Adaptierung ist auch deutlich weniger komplex als USB-C. Mini-DP und Full Size DP sind quasi pin-to-pin-kompatibel, während USB-C durch eine ganze Reihe an Hoops springen muss, bevor es im Headset ankommt.

USB-C lebt auch!

Trotz dieses Exkurses in die Tücken von USB-C und den Verweis auf die Vorzüge von Mini DisplayPort möchten wir noch einmal unterstreichen: moderne Headsets wie Valve Index, HTC Vive Pro 2, HP Reverb G2 und die für den kommerziellen Einsatz konzipierten Headsets von Varjo funktionieren einwandfrei über USB-C – vor allem am XMG NEO, welches dank der RTX 3080 mit bis zu 165 Watt GPU-Leistung von den genannten drei Serien mit USB-C die größte GPU-Rechenleistung hat.

G-SYNC vs. Adaptive Sync

Externe Bildschirme, welche G-SYNC oder AMD FreeSync über DisplayPort unterstützen, kann man grob in zwei Kategorien einteilen:

  • A) Solche, die ein proprietäres G-SYNC-Modul verwenden (eingeführt in 2013)
  • B) Solche, die sich an den von VESA definierten „Adaptive Sync“-Standard halten (vorgestellt in 2014)

Letztere Gruppe beinhalten Monitore, welche mit „FreeSync“, „G-SYNC Compatible“ oder „Adaptive Sync“ beworben werden. Das G-SYNC-Modus in neueren mit „G-SYNC ULTIMATE“ beworbenen Monitore unterstützt inzwischen ebenfalls den VESA-Standard (siehe Diskussion hier).

Ganz grob kann man sagen: Monitore, welche Adaptive Sync mit AMD-Grafikkarten unterstützen, haben den VESA-Standard implementiert.

Produktübersicht

Eine gut sortierte Übersicht findet man hier:

Monitore, welche in NVIDIAs Liste mit „G-SYNC“ (nicht G-SYNC Ultimate, nicht G-SYNC Compatible) gekennzeichnet sind, verwenden das ältere, proprietäre G-SYNC-Modul und benötigen einen Laptop, welcher das DisplayPort-Signal direkt an eine NVIDIA-Grafikkarte angebunden hat. Dies gilt für alle XMG-Laptops außer XMG CORE 14, XMG FOCUS 15 und XMG FOCUS 17.

Mit anderen Worten: die folgenden Modelle sind uneingeschränkt mit G-SYNC- und FreeSync-Monitoren kompatibel:

Adaptive Sync und FreeSync

Monitore, welche den VESA-Standard implementieren (welche also nicht das proprietäre, ältere G-SYNC-Modul verwenden), bevorzugen zwar ebenfalls eine Anbindung über die NVIDIA-Grafikkarte, aber lassen sich via NVIDIA Optimus (MSHybrid) auch mit einem DisplayPort-Signal aus der Intel-GPU mit Adaptive Sync betreiben – allerdings nur mit Intel GPUs ab der 11ten Generation Intel Core. Mit der iGPU von AMD in AMD Ryzen-Prozessor funktionieren sie ebenfalls.

Somit gilt für das via iGPU angebundene DisplayPort-Signal in XMG CORE 14, FOCUS 15 und FOCUS 17: Adaptive Sync wird unterstützt an solchen Monitoren, welche den VESA-Standard implementiert haben (siehe Kategorie B). Allerdings scheint es bei der Intel GPU ein paar Einschränkungen hinsichtlich der unterstützten Game-Engines zu geben. Weitere Details hierzu haben wir in diesem Artikel beleuchtet:

In dem Artikel wird XMG NEO als Beispiel genannt, weil dort zunächst das interne Display des Laptops (welches an die Intel GPU angebunden ist) behandelt wurde. Die Erkenntnisse gelten im selben Maße auch für externe Monitore an XMG CORE 14 und der XMG FOCUS-Serie, da diese ebenfalls an die Intel GPU (11th Gen) angebunden sind.

Abschaltung von NVIDIA Optimus

NVIDIA Optimus (auch bekannt als MSHybrid) lässt sich für den internen Bildschim in XMG CORE (mit Ausnahmen) und XMG NEO (ohne Ausnahmen) deaktivieren. Modellreihen mit Desktop CPU haben NVIDIA Optimus erst gar nicht implementiert.

Die Deaktivierung von NVIDIA Optimus bedeutet, dass der Laptop im Leerlauf mehr Energie benötigt, da sich die dedizierte Grafikkarte nicht mehr abschalten kann. Vorteil hingegen sind leicht erhöhte FPS-Werte im Gaming, insbesondere bei niedrigen Auflösungen (1080p) und reduzierten Qualitäts-Einstellungen. Dieses Review von Anfang 2020 (Jarrod’s Tech auf Youtube) gibt dafür ein paar Beispiele.

Umgehung von NVIDIA Optimus

Mit externen Monitoren lässt sich NVIDIA Optimus umgehen, da die externen Anschlüsse (HDMI und DisplayPort, inkl. USB-C und Thunderbolt) in XMG-Laptops direkt an die dedizierte Grafikkarte angebunden sind. Ausnahmen hier sind XMG CORE 14, FOCUS 15 und FOCUS 17, da dort die externen Anschlüsse genau wie der interne Bildschirm über NVIDIA Optimus an die iGPU angebunden sind.

Unterstützung von DisplayPort über USB-C

Bis auf XMG FOCUS verfügen alle XMG-Laptops über mindestens einen USB-C-Port mit DisplayPort-Unterstützung. Somit sind bis auf XMG FOCUS alle XMG-Laptops prinzipiell für Docking Stations über USB-C geeignet. Bei den USB-C-Ports gibt es dennoch gewisse Unterschiede:

  • XMG CORE 14 bietet als einziges Modell einen USB-C-Port, über welchen sich der Laptop auch laden lässt. Bei allen anderen Laptops muss das Netzteil des Laptops direkt mit dem Laptop verbunden werden.
  • Manche Modelle bieten nur ein einziges DisplayPort-Signal über USB-C
  • Andere Modelle bieten gleich zwei gleichzeitige, parallele DisplayPort-Signale über USB-C bzw. Thunderbolt
1x DisplayPort vs. 2x DisplayPort

Die letztere Unterscheidung zwischen 1xDP und 2xDP entscheidet darüber, wieviele Monitore man eine Docking Station anschließen kann und ob diese Docking-Station einen MST-Chipsatz zur Aufteilung von DisplayPort benötigt. Faustregel:

  • Hat das Dock keinen MST-Splitter und der Laptop bietet nur 1xDP über USB-C, so lässt sich nur ein einziger Monitor am Dock betreiben
  • Bietet der Laptop jedoch 2xDP über USB-C, dann lassen sich an einem MST-freien Dock zwei Monitore betreiben
  • Hat das Dock einen MST-Splitter, dann hängt die Anzahl der unterstützten Monitore von deren Auflösung und Bildwiederholrate ab

Durch das Aufteilen des DisplayPort-Signals via MST (Multi-Stream Transport) wird die Bandbreite des DisplayPort-Signals geteilt. Unterstützt ein Laptop zum Beispiel via DisplayPort 1.2 maximal eine Auflösung von 4K in 60Hz, dann lassen sich per MST-Splitter maximal 2x 4K mit 30Hz betreiben. Hierbei spielt nicht nur die DisplayPort-Version des Laptops eine Rolle, sondern auch, welche DisplayPort-Version von der Docking Station unterstützt wird. DisplayPort 1.2 ist dabei das recht verbreitete Minimum – DisplayPort 1.3 und 1.4 sind eher selten.

Welche Laptops über 1xDP bzw. 2xDP via USB-C verfügen, erfahrt ihr in unserer Produkt-Übersicht und in dem jeweiligen Datenblatt des Notebooks.

Maximale Auflösung und Bildwiederholrate

Welche Auflösung und Bildwiederholraten man mit den jeweiligen DisplayPort-Versionen erreichen könnte, steht in dieser Tabelle:

Ob eine Docking Station einen MST-Splitter hat, geht nicht immer aus deren Datenblatt hervor. Prinzipiell kann man sagen: sofern MST (Multi-Stream Transport) im erweiterten Datenblatt der Docking Station nicht explizit beworben ist, kann man davon ausgehen, dass die Docking Station keinen MST-Splitter hat.

Hybrid-Grafik

Akku-Laufzeit ist eine Funktion von Akku-Kapazität und Energieverbrauch. Laptops mit Hybrid-Grafik (NVIDIA Optimus bzw. MSHybrid) haben prinzipiell einen geringeren Energieverbrauch, da sich die dedizierte Grafikkarte bei Nichtgebrauch abschaltet. Hybrid-Grafiklösungen bieten wir allen XMG-Laptops außer derer, welche eine Desktop-CPU verwenden: XMG APEX 15 MAX (Late 2021, geplant) und XMG ULTRA 17.

Akku-Kapazität

Die größte Akku-Kapazität bieten wir derzeit in XMG FUSION 15 und XMG NEO 15 mit 93Wh, dicht gefolgt von XMG PRO mit 73Wh. Um die Akku-Laufzeit zu verlängern, ist zu empfehlen, die dedizierte Grafikkarte inaktiv zu halten. Einen ausführlichen Ratgeber zu diesem Thema findet ihr am unteren Ende der FAQ-Kategorie „Troubleshooting“.

Rechenleistung im Akku-Betrieb

Bitte beachten: bei intensivem Recheneinsatz (Gaming, Rendering) stellt das System im Akku-Betrieb nicht die maximale Leistung zur Verfügung. Insbesondere die dedizierte Grafikkarte wird im Akku-Betrieb erheblich gedrosselt, um die Akku-Lebensdauer zu schonen. Gaming im Akku-Betrieb ist zwar theoretisch möglich, aber wird auf der integrierten Grafik deutlich besser laufen. Dies gilt insbesondere für Laptops mit AMD CPU und Intel Core ab 11th Gen, da diese Generationen über vergleichsweise leistungsstarke und hochgradig effiziente, integrierte Grafikeinheiten verfügen. Um einzustellen, ob ein Programm auf der integrierten oder dedizierten Grafikkarte ausgeführt wird, stellt Windows 10 seit ca. 2019 ein eigenes Options-Menü bereit: Windows Graphics Settings. Die entsprechenden Einstellung in der NVIDIA-Systemsteuerung sind seitdem obsolet und ohne Effekt.

Kreuzkompatibilität

PCI-Express-Versionen sind grundsätzlich abwärtskompatibel. PCI-Express 3.0 wird auch als „Gen3“ bezeichnet, 4.0 als „Gen4“. Eine Gen4-SSD lässt sich in einem Gen3-Steckplatz betreiben und umgekehrt.

Performance-Vergleich

Bei Nutzung einer Gen4-SSD in einem Gen3-Steckplatz wird sich die maximale Lese-/Schreibrate der mit Gen4 beworbenen SSD an die Gegebenheiten des Gen3-Steckplatzes anpassen. Testläufe mit einer 2 TB FireCuda 520 (eine Gen4-SSD) und einem XMG FUSION 15 (Laptop mit Gen3-Steckplatz) ergaben folgende, sehr gute Werte:

CrystalDiskMark 6.0.0Lesen (MB/s)Schreiben (MB/s)
Seq Q32T13127,52981,3
4KiB Q8T81661,31758,3
4KIB Q32T1397,8324,8
4KiB Q1T143,79114,7

Es spricht also nichts dagegen, eine Gen4-SSD in einem Gen3-Steckplatz zu betreiben – zumal man die SSD ja irgendwann in Zukunft auch in einen neueren Laptop umziehen kann. Abgesehen vom Unterschied der Bandbreite gibt es durch die Nutzung von Gen3 keinen Nachteil.Wo finde ich Gen4-Steckplätze?SSD-Anschlüsse mit Gen4 findet man derzeit in fast allen XMG-Laptops mit Intel Core 11th Gen. Die Anbindung der jeweiligen Anschlüsse steht im jeweiligen Laptop-Datenblatt und in unserer Produkt-Übersichtstabelle.

Arbeitsspeicher

Für SO-DIMM Arbeitsspeicher (also solchen, der in Laptops passt), gibt es keinerlei Spielraum für zusätzliche Kühlkörper. Da Laptop-Speicher tendenziell auch mit weniger Spannung läuft als sein Desktop-Pendant, sind Kühlkörper auch nicht nötig.

SSD-Laufwerke

Bei SSDs im M.2-Format sieht das anders aus. Da dieses Format inzwischen sowohl für Laptops als auch Desktops verwendet wird, gibt es viele SSD-Modelle, welche bereits ab Werk mit zusätzlichen Kühlkörpern ausgestattet sind. In Laptops ist der Platz für solche SSD-Kühlkörper begrenzt. Viele XMG-Laptops haben bereits eigene SSD-Kühlkörper integriert oder sie haben ein Wärmeleitpad, welches die typische SSD-Bauhöhe entweder mit dem Mainboard oder mit der Unterschale des Laptops thermisch verbindet.

Für einen groben Überblick darüber, welcher Laptop noch Platz für SSD-Kühlkörper hat, schaut bitte in diesen Thread in unserem Reddit-Supportforum:

Falls euer Laptop keinen Platz für einen zusätzlichen SSD-Kühlkörper hat, heißt das aber nicht unbedingt, dass ihr auf den Kauf dieser SSD verzichten müsst. Bei manchen SSDs lässt sich der Kühlkörper entfernen oder er wird ohnehin nur als optionales Zubehör mitgeliefert.

Industrienorm

Die von uns verwendeten Notebook-Netzteilstecker sind normiert. Alle aktuellen XMG-Laptops (außer XMG ULTRA 17) verwenden einen Hohlstecker mit 5,5mm Außen- und 2,5mm Innendurchmesser. Dieser Stecker entspricht dem Industrie-Standard IEC 60130-10. Allerdings unterscheidet sich die Länge des Steckers je nach Modell:

  • XMG CORE 14, FOCUS, APEX und PRO verwenden einen Stecker mit 10mm Länge
  • XMG CORE 15, CORE 17, FUSION und NEO verwenden einen Stecker mit 12,5mm Länge

Ein Netzteil mit 12,5mm-Stecker lässt sich problemlos an einem Laptop mit 10mm-Anschluss nutzen. Umgekehrt ist das nicht der Fall: ein kurzer 10mm-Stecker lässt sich zwar mit einem tiefen 12,5mm-Anschluss verbinden, rutscht aber sehr schnell von allein wieder heraus. Daher ist beim Kauf von Ersatz-Netzteilen Vorsicht geboten.

Übersicht

Eine vollständige Übersicht der Netzteil-Formate (inkl. Links zu Ersatz-Netzteilen auf bestware) befindet sich hier:

Die Tabelle enthält zwei Tabs mit den zwei unterschiedlichen Stecker-Längen.

Netzteil-Kapazit und -kompatibilität

XMG-Laptops benötigen unterschiedliche Netzteil-Kapazitäten – je nachdem, wieviel Rechenleistung der Laptop bietet. XMG FOCUS z.Bsp. benötigt nur 150 Watt, XMG NEO hingegen fängt unterhalb von 230 Watt gar nicht erst an. Je mehr Leistung das Netzteil hat, desto größer/schwerer ist es.

Aufgrund der weitgehend identischen Steckermaße und Ausgangs-Spannungen sind allerdings auch kleinere Netzteile mit den „großen“ Laptops kompatibel.

Was passiert, wenn ich ein unterdimensioniertes Netzteil überlaste?

Der Laptop kann erkennen, ob ein Netzteil angeschlossen ist, aber nicht, wieviel Leistung das Netzteil bietet. Betreibt man einen Laptop mit einem unterdimensionierten Laptop mit voller Last, passiert folgendes:

  • Best Case: Das Netzteil wird überlastet und schaltet sich mittels OCP (Over-current protection) von selbst ab. Der Laptop wechselt in den Akku-Betrieb.
  • Worst Case: die Netzteil-Überlastung führt zu einer Überhitzung am Netzteil-Anschluss, wodurch dieser nachhaltig beschädigt werden kann (z.Bsp. geschmolzenes Plastik)

Dieser Worst Case ist bereits vereinzelt in der Vergangenheit aufgetreten. Eine Überhitzung am Netzteil-Anschluss kann auch dann vorkommen, wenn ein Netzteil-Stecker nicht richtig sitzt, wenn man also z.Bsp. einen 10mm-Stecker in einer 12,5mm-Buchse verwendet.

Handlungsempfehlung

Bei Verwendung von „kleineren“ Netzteilen ist also Vorsicht geboten: man sollte den Laptop möglichst im „Stromspar“-Modus oder „Ausbalanciert“-Modus betreiben und die dedizierte Grafikkarte nicht belasten. Eine kleine Idle-Last auf der Grafikkarte (z.Bsp. beim Betrieb eines externen Bildschirms) ist OK, aber sobald man eine 3D-Anwendung auf der dedizierten Grafikkarte startet, wird es brenzlig. Auch vermeintlich sparsame 3D-Anwendungen (wie z.Bsp. ältere Spiele) können je nach Netzteil-Kapazität eine Überlastung hervorrufen, wenn der 3D-Engine keine Obergrenze bzgl. der maximalen Bildwiederholrate (FPS: Frames per second) auferlegt ist. Weitere Informationen zu FPS-Limitern befinden sich in der FAQ-Kategorie „Tipps & Tricks“.

Rechenbeispiel

Nehmen wir einen 230W-Laptop mit einem 90W-Netzteil:

  • Knapp über 50W zum Aufladen des Akkus
  • mindestens 10W Idle-Verbrauch des Systems
  • Bleiben nur noch 30W übrig für CPU-Rechenlast

Dieses Beispiel ist bereits sehr idealisiert.

  • Die TDP von Intel CPUs muss man aufgrund Verluste der Spannungswandler durch 0,8 teilen, um den tatsächlichen Energieverbrauch zu errechnen. So ist man bei einer CPU Package Power von z.Bsp. 45W bereits bei einem CPU-Verbrauch von real knapp 57 Watt.
  • Hält man aus Versehen die dGPU aktiv (z.Bsp. durch ein Monitoring-Programm oder einen externen Bildschirm), liegt der Idle-Verbrauch des Systems bereits bei über 30W. Da bleibt nicht mehr viel übrig für Akku-Laden und Verbrauchs-Spitzen.
Fazit

Ein Betrieb mit kleinem/leichten Netzteil ist möglich, aber Überlastung ist durch den Anwender zu unterbinden. Extreme Unterdimensionierung wie in dem o.g. Beispiel ist zu vermeiden. Hardware-Schäden (beschädigte Netzteil-Buchsen) durch Überlastung eines unterdimensionierten Netzteiles sind nicht von der Garantie abgedeckt.

USB-C ist auf 100 Watt limitiert

Generell bieten wir das Laden über USB-C Power Delivery (USB-C PD) nur bei Laptops, deren maximaler Energiebedarf bei weniger als 100W liegt. Im Portfolio von XMG trifft dies derzeit nur auf das XMG CORE 14 zu. Im Sortiment von SCHENKER und TUXEDO gibt es allerdings noch eine Reihe weiterer Thin & Light-Modelle mit diesem Feature.

Generell müssen USB-C-Netzteile über eine Ausgangsspannung von 20V verfügen. Die meisten Handy-Netzteile stellen nur 5V zur Verfügung und sind somit nicht geeignet. Die meisten Laptops akzeptieren Strom über USB-C auch nur dann, wenn das USB-C-Netzteil ausreichend groß dimensioniert ist, um den Laptop auch unter Volllast mit Strom zu betreiben. Ein Laptop, der z.Bsp. für 90W spezifiziert ist, wird sich in vielen Fällen nicht mit einem 40W-Ladegerät laden lassen.

Produktübersicht

Eine sich im Aufbau befindliche Liste, welche USB-C-Netzteile nachweislich mit welchem Laptop funktioniert, findest du unter diesem Link:

Grundsätzlich sind alle XMG-Laptops mit Hardware-Virtualisierung kompatibel.

  • XMG-Laptops mit Intel-CPU unterstützen VT-x und VT-d.
  • XMG-Laptops mit AMD-CPU unterstützen AMD-V und AMD-Vi.

Die Hardware-Virtualisierungsfunktionen sind bereits ab Werk im BIOS aktiviert und stehen somit dem Betriebssystem zur Verfügung. Bei Bedarf (z.Bsp. für Debugging/Troubleshooting) lassen sie sich im BIOS auch wieder deaktivieren.

Wir bieten einige XMG-Laptops, welche speziell auf die Bedürfnisse von professionellen Audio- und ähnlichen Echtzeit-Anwendungen optimiert sind. Die Firmware und Treiber dieser Laptops sind so darauf ausgelegt, eine möglichst stabile und niedrige DPC-Latenz zu ermöglichen. Insgesamt ist es eine Kombination von Firmware, Treiber, Windows-Einstellungen und speziell vorselektierter Hardware, welche unsere XMG Audio-Editions ermöglichen.

Für eine Liste aktuell unterstützter Produkte, wirf bitte einen Blick auf die Audio-Kategorie unseres Online-Shops bestware.

Wir bieten für XMG keinen direkten Linux-Support. Wir empfehlen Linux-Nutzern einen Blick auf unser Schwester-Unternehmen TUXEDO Computers.

TUXEDO verwendet oftmals dieselbe Hardware-Basis wie XMG, aber ergänzt teils selbst programmierte Treiber, Firmware und Tools für vollständigen Linux-Support. TUXEDO-Modelle kosten deshalb in der Regel ein bisschen mehr – aber für Linux-Nutzer lohnt sich der Aufpreis.

XMG-Laptops lassen sich nicht nachträglich mit TUXEDO-Support nachrüsten.

Sollte beim Preisvergleich eine extrem hohe Differenz zwischen zwei äquivalenten XMG- und TUXEDO-Modellen vorliegen, empfehlen wir eine Kontakt-Aufnahme mit dem Support von TUXEDO.

Weitere FAQ-Kategorien: