FAQ

Sortiment & Technische Daten

XMG- und SCHENKER-Laptops sind in verschiedene Serien unterteilt. Allen XMG-Serien ist gemeinsam, dass sie über eine dedizierte Grafikkarte, ein leistungsfähiges Kühlsystem und viele Anschlussmöglichkeiten verfügen. Somit sind alle XMG-Modelle grundsätzlich sowohl für Gaming als auch für professionelle Anwendungen im Dauereinsatz geeignet. Auch alle SCHENKER-Serien haben große Anschluss- und Konfigurationsvielfalt gemeinsam. Dennoch gibt es zwischen den Serien erhebliche Unterschiede hinsichtlich maximaler Rechenleistung, Display-Eigenschaften, Gewicht, Ausmaß der Anschlussverteilung und so weiter.

Technische Übersicht des Sortiments

Für eine vollständige Übersicht der technischen Merkmale bieten wir diese Vergleichstabellen an:

Wir empfehlen, einen Blick auf beide Tabellen zu werfen, da das Portfolio zwischen XMG und SCHENKER in manchen Aspekten sehr unterschiedlich ist.

Hinter den Links findest du große Übersichtstabellen für beide Marken und weitere Details zu den spezifischen Modellen jeder einzelnen Serie in zusätzlichen Tabs (am oberen Bildschirmrand). Die Tabellen konzentrieren sich nur auf die wichtigsten Gemeinsamkeiten und Unterschiede – sie stellen nicht das komplette Datenblatt dar. Für weitere Informationen befinden sich Links zu den einzelnen Produktseiten am unteren Rand jeder Tabelle.

Inwiefern unterscheiden sich die Modelle von SCHENKER von denen von XMG?

Kurz und bündig:

  • XMG ist auf Hochleistung, Content Creation und Gaming ausgerichtet.
  • SCHENKER hat ebenfalls Hochleistungs- und Content-Creation-Modelle im Programm und manche davon sind identisch zu XMG. Aber SCHENKER hat zusätzlich auch viele Einsteiger-, Business- und ultraportable Modelle.

Bei solchen Serien, in denen sich XMG und SCHENKER gleichen (z. B. XMG PRO ist SCHENKER KEY; XMG FOCUS ist SCHENKER MEDIA), ist die Hardware, Software und Firmware beider Marken identisch, aber die Konfigurationsoptionen können sich unterscheiden. So kann das SCHENKER-Modell beispielsweise andere LCD- und GPU-Optionen anbieten, obwohl das Grundmodell ansonsten identisch zu XMG ist. Man kann diese Optionen auf der Konfigurationsseite des jeweiligen Modells auswählen. Ein weiterer wichtiger Unterschied: SCHENKER-Modelle werden standardmäßig bereits mit 3 Jahren Garantie geliefert. Abgesehen von diesen Faktoren gibt es keine technischen Unterschiede zwischen XMG und SCHENKER. Bei den Serien, in denen sich XMG und SCHENKER widerspiegeln, kann die Wahl der Marke eine Frage der persönlichen Vorliebe sein.

Persönliche Beratung

Zusätzlich zu diesen Ressourcen bieten wir natürlich auch eine individuelle Beratung per E-Mail, Telefon-Hotline oder in unseren Community-Foren an. Für eine schriftliche Anfrage benötigen wir idealerweise Angaben zum Einsatzzweck, Budget, Präferenzen hinsichtlich Bildschirmgröße/Portabilität und sonstige Sonderwünsche (Thunderbolt, maximale SSD/RAM-Kapazität usw.).

Die höchste Grafikleistung gibt es derzeit in Form der NVIDIA GeForce RTX 3080 Ti in der XMG NEO-Serie, dicht gefolgt von den Serien XMG PRO und XMG ULTRA.

Diese Modelle im Jahr 2023 ergänzt um neue Varianten mit RTX 40-Grafik. Die höchste Grafikleistung wird es dann mit der RTX 4090 im XMG NEO und XMG ULTRA geben. Eine Vorschau bietet dieser Roadmap-Artikel:

Kompatibilitätsmatrix

Eine vollständige Übersicht, welche XMG-Laptops mit welchen VR-Headsets kompatibel sind (sowohl hinsichtlich Anschlüssen als auch GPU-Leistung), befindet sich hier:

Diese Tabelle wird stets aktuell gehalten und kann direkt zur Kaufentscheidung herangezogen werden. Die folgenden Abschnitte erläutern zusätzliche Hintergründe, warum manche Laptop-Modelle kompatibel sind, und manche nicht.

Top-Modelle (Stand September 2022)

Im Sommer 2022 ist die VR-Flaggschiff-Standarte unter den XMG-Laptops auf die XMG PRO-Serie (E22) übergegangen, welches mit Intel Core 12th Gen und RTX 3080 Ti ausgestattet ist und nach wie vor einen dedizierten Mini DisplayPort enthält, welcher mit der dedizierten Grafikkarte verbunden ist. Zusätzlich zum Mini DisplayPort steht ein zweiter USB-C-Port mit DisplayPort zur Verfügung, welcher ebenfalls an die dedizierte Grafik angebunden ist. XMG PRO (E22) wird somit drei unterschiedliche DisplayPort-Anschlüsse gleichzeitig anbieten: 2x von der dGPU, einmal (über Thunderbolt 4) von der iGPU.

Eine weitere Empfehlung bildet die XMG NEO-Serie ab der M22-Generation, welche mit RTX 3080 Ti und Unterstützung für XMG OASIS sogar eine noch höhere GPU-Performance bietet. Da XMG NEO (M22) allerdings nur DisplayPort über USB-C bietet, ist es ein wenig Geschmacksache, ob man sich eher für XMG NEO oder XMG PRO entscheidet.

Segmentierung

VR-Headsets lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen:

  • Kabellose Headsets, welche sich über Funk mit dem PC verbinden lassen
  • Kabelgebundene Headsets mit HDMI- oder DisplayPort-Kabel
Kabellose Headsets

Als Beispiel für kabellose Headsets können wir die Oculus Quest 2 nennen, welche sich via Air Link über einen WLAN-Router im 5GHz-Spektrum mit einem PC bzw. Laptop verbinden lässt. Wir können bestätigen: diese Verbindung funktioniert mit allen XMG-Laptops – und zwar unabhängig davon, ob diese eine Hybrid-Grafiklösung verwenden, oder nicht.

Der HTC Vive Wireless Adapter funktioniert hingegen nicht an Laptops, da er eine freie PCI-Schnittstelle eines Desktop-PCs benötigt. Eine externe Anbindung von PCI-Express über Thunderbolt ist bei dieser Lösung (vermutlich aus Latenzgründen) nicht möglich.

Kabelgebundene Headsets

Kabelgebundene Headsets benötigen HDMI- bzw. DisplayPort-Ausgänge welche direkt mit der dedizierten Grafikkarte verbunden sind. Hierzu zählen wir auch Adapter-Lösungen wie TPCAST, welche ein HDMI- oder DisplayPort-Signal nehmen und über Funk weiterleiten.

Solche Headsets sind kompatibel mit allen XMG-Laptops mit vier Ausnahmen. Zunächst:

Bei diesen drei Modellen sind die HDMI/DisplayPort-Ausgänge mit der Intel-Grafikeinheit verbunden, welche wiederum via NVIDIA Optimus (MSHybrid) mit der dedizierten Grafik verbunden ist.

Bei diesem Modell ist zwar HDMI an die dedizierte Grafikkarte angebunden, aber der DisplayPort über USB-C (Thunderbolt 4) kommt von der integrierten Grafik, läuft also ebenfalls über NVIDIA Optimus.

Diese Hybrid-Grafiktechnik funktioniert zwar reibungslos für Gaming auf externen Monitoren und allen möglichen professionellen Anwendungen. Aber sie funktioniert nicht mit VR-Headsets, da VR-Headsets sich gegenüber dem Betriebssystem nicht einfach als Monitore zu erkennen geben, sondern eine engere, direkte Anbindung an die dedizierte Grafikkarte verlangen.

Andere XMG-Serien, nämlich XMG CORE 15 und CORE 17, FUSION 15, APEX, PRO und ULTRA, sind von dieser Einschränkung nicht betroffen, sondern binden sowohl HDMI als auch DisplayPort direkt an die Grafikkarte an.

Für die XMG NEO-Serie gilt:

  • Modelle bis einschließlich 2021 (Ryzen 5000 und Intel Core 11th Gen): HDMI und DisplayPort an dedizierter Grafik.
  • XMG NEO 15 E22 (Early 2022, mit Intel Core 12th Gen): DisplayPort an integrierter Grafik (Ausnahme).
  • XMG NEO 15 M22 und NEO 17 M22 (Mid 2022, mit AMD Ryzen 6000): wieder HDMI und DisplayPort an dedizierter Grafik.

Hintergrundinformationen, warum genau die Layout-Änderung bezüglich DisplayPort im XMG NEO 15 (E22) notwendig gewesen ist, befinden sich in diesem Artikel: Erweiterte Infos zum XMG NEO 15 (E22) mit Intel Core i7-12700H und GeForce RTX 3080 Ti

DisplayPort über USB-C vs. dedizierter Mini DisplayPort

Abgesehen von den zuvor genannten Erwägungen gibt es auch zwischen den für kabelverbundene Virtual Reality geeigneten Serien einen wesentlichen Unterschied:

  • XMG CORE, NEO (bis einschließlich 2021) und FUSION 15 geben DisplayPort nur über USB-C bzw. Thunderbolt aus
  • XMG APEX, PRO und ULTRA haben neben dem USB-C-Port noch einen klassischen Mini DisplayPort-Ausgang

Für VR-Headsets der ersten Generation (wie etwa die erste HTC Vive) ist das egal, denn diese Headsets nutzten noch HDMI für den Anschluss an den PC. Neuere Headsets (wie etwa die HP Reverb G2) nutzen hingegen den etwas leistungsfähigeren DisplayPort-Standard. Es gibt passive Adapter, welche das DisplayPort-Signal aus USB-C verlustfrei an die DisplayPort-Stecker des VR-Headsets weiterleiten können. Der laut unserer Recherche leistungsfähigste Adapter dieser Art ist hier verlinkt. Mit diesem Adapter haben wir und unsere Kunden bis jetzt noch fast jedes VR-Headset an XMG CORE, NEO (außer Generation E22) und FUSION zum Laufen gebracht.

Fast jedes?

Eine bekannte Ausnahme ist die HP Reverb G1 (Vorgänger der G2). Dieses VR-Headset von 2019 scheint mit USB-C/DisplayPort-Adaptern nicht zu funktionieren, da es eine 3.3V-Stromquelle über DisplayPort benötigt. Dieses recht veraltete 3.3V-Signal (Pin 20 auf DisplayPort) ist bei USB-C nicht implementiert. USB-C kann maximal 5V ausgeben – damit kommt die G1 aber nicht zurecht.

Praktisch alle anderen, uns bekannten, kabelgebundenen VR-Headsets beziehen ihren Strom aus einem eigenen Netzteil oder aus einer 5V-Quelle über ein zweites USB-C oder USB-A-Kabel. Die Reverb G1 wollte damals (2019) aber einen Sonderweg gehen und ist damit nach aktuellem Kenntnisstand nicht mit XMG CORE, NEO und FUSION kompatibel. Es ist relativ unwahrscheinlich, dass zukünftige Headsets noch einmal diesen 3.3V-Sonderweg gehen werden – schließlich ist der Betrieb von VR-Headsets an Gaming Laptops heutzutage keine Seltenheit mehr und wird deshalb auch im Design neuer Headsets berücksichtigt. Dennoch ist dies ein gutes Beispiel dafür, dass es durchaus noch gute Gründe gibt, sich für einen VR-Laptop einen dedizierten Mini-DisplayPort zu wünschen – sicher ist sicher.

Mini-DisplayPort lebt!

Auch wenn dein gewünschtes VR-Headset sich problemlos auf USB-C/DP adaptieren lässt, lohnt sich eine Blick auf XMG APEX, PRO und ULTRA. Deren Mini DisplayPort-Anschluss ist mindestens genau so leistungsfähig wie der USB-C- bzw. Thunderbolt-Anschluss in den anderen drei Serien, aber man spart sich eben einen weiteren Adapter und damit eine potenzielle Störquelle für zukünftige Headsets oder sonstige Grenzfälle.

Einen Adapter von Full Size DisplayPort auf Mini DisplayPort braucht man dann zwar trotzdem, aber der liegt derzeit fast jedem VR-Headset schon ab Werk bei, und diese Adaptierung ist auch deutlich weniger komplex als USB-C. Mini-DP und Full Size DP sind quasi pin-to-pin-kompatibel, während USB-C durch eine ganze Reihe an sprichwörtlichen Reifen springen muss, bevor es im Headset ankommt.

G-SYNC vs. Adaptive Sync

Externe Bildschirme, welche G-SYNC oder AMD FreeSync über DisplayPort unterstützen, kann man grob in zwei Kategorien einteilen:

  • A) Solche, die ein proprietäres G-SYNC-Modul verwenden (eingeführt in 2013)
  • B) Solche, die sich an den von VESA definierten „Adaptive Sync“-Standard halten (vorgestellt in 2014)

Letztere Gruppe beinhalten Monitore, welche mit „FreeSync“, „G-SYNC Compatible“ oder „Adaptive Sync“ beworben werden. Das G-SYNC-Modul in neueren, mit „G-SYNC ULTIMATE“ beworbenen, Monitoren unterstützt inzwischen ebenfalls den VESA-Standard (siehe Diskussion hier).

Ganz grob kann man sagen: Monitore, welche Adaptive Sync mit AMD-Grafikkarten unterstützen, haben den VESA-Standard implementiert.

Produktübersicht

Eine gut sortierte Übersicht findet man hier:

Monitore, welche in NVIDIAs Liste mit „G-SYNC“ (nicht G-SYNC Ultimate, nicht G-SYNC Compatible) gekennzeichnet sind, verwenden das ältere, proprietäre G-SYNC-Modul und benötigen einen Laptop, welcher das DisplayPort-Signal direkt an eine NVIDIA-Grafikkarte angebunden hat. Dies gilt für alle XMG-Laptops außer XMG CORE 14, XMG FOCUS 15 und XMG FOCUS 17.

Für die XMG NEO-Serie gilt:

  • Modelle bis einschließlich 2021 (Ryzen 5000 und Intel Core 11th Gen): HDMI und DisplayPort an dedizierter Grafik
  • Neues Modell ab Anfang 2022 (Intel Core 12th Gen): DisplayPort an integrierter Grafik

Hintergründe zur Layout-Änderung der XMG NEO-Serie in 2022 stehen in diesem Artikel: Technischer Deep-Dive mit allen Details zum XMG NEO 15

Mit anderen Worten: die folgenden Modelle sind uneingeschränkt mit G-SYNC- und FreeSync-Monitoren kompatibel:

Adaptive Sync und FreeSync

Monitore, welche den VESA-Standard implementieren (welche also nicht das proprietäre, ältere G-SYNC-Modul verwenden), bevorzugen zwar ebenfalls eine Anbindung über die NVIDIA-Grafikkarte, aber lassen sich via NVIDIA Optimus (MSHybrid) auch mit einem DisplayPort-Signal aus der Intel-GPU mit Adaptive Sync betreiben – allerdings nur mit Intel GPUs ab der 11ten Generation Intel Core. Mit der iGPU von AMD in AMD Ryzen-Prozessor funktionieren sie ebenfalls.

Somit gilt für das via iGPU angebundene DisplayPort-Signal in XMG CORE 14, FOCUS 15, FOCUS 17 und XMG NEO 15 (ab Early 2022): Adaptive Sync wird unterstützt an solchen Monitoren, welche den VESA-Standard implementiert haben (siehe Kategorie B). Allerdings scheint es bei der Intel GPU ein paar Einschränkungen hinsichtlich der unterstützten Game-Engines zu geben. Weitere Details hierzu haben wir in diesem Artikel beleuchtet:

In dem Artikel wurde XMG NEO als Beispiel genannt, weil dort zunächst das interne Display des Laptops (welches an die Intel GPU angebunden ist) behandelt wurde. Die Erkenntnisse gelten im selben Maße auch für externe Monitore an XMG CORE 14 und der XMG FOCUS-Serie, da diese ebenfalls an die Intel GPU (11th Gen) angebunden sind.

Abschaltung von NVIDIA Optimus

Die Deaktivierung von NVIDIA Optimus bedeutet, dass der Laptop im Leerlauf mehr Energie benötigt, da sich die dedizierte Grafikkarte nicht mehr abschalten kann. Vorteil hingegen sind leicht erhöhte FPS-Werte im Gaming, insbesondere bei niedrigen Auflösungen (1080p) und reduzierten Qualitäts-Einstellungen. Dieses Review von Anfang 2020 (Jarrod’s Tech auf Youtube) gibt dafür ein paar Beispiele.

Ob sich NVIDIA Optimus deaktiveren lässt, geht aus dem Datenblatt des jeweiligen Laptops hervor. Dort steht dann beispielsweise im Grafikkarten-Bereich ein folgender Vermerk:

  • „Anbindung Display: direkt oder per NVIDIA Optimus (MUX-Switch)“

Eine entsprechende übersicht befindet sich auch hier: XMG & SCHENKER | Portfolio Overview and Feature Comparison

Umgehung von NVIDIA Optimus mittels externen Bildschirms

Mit externen Monitoren lässt sich NVIDIA Optimus umgehen, wenn die externen Anschlüsse (HDMI und DisplayPort, inkl. USB-C und Thunderbolt) im Laptops direkt an die dedizierte Grafikkarte angebunden sind. Diese Information geht ebenfalls aus dem Datenblatt des jeweiligen Laptops und der o.g. Produktübersicht hervor.

Übersichtstabelle mit empfohlenen Docking Stations für verschiedene XMG- und SCHENKER-Laptop-Modelle

Die folgende Tabelle bietet eine umfassende Liste darüber, welche Docking Stations mit welchem Laptop unterstützt und empfohlen werden:

Im linken Teil der Tabelle werden zunächst alle aktuellen Laptop-Modelle von XMG und SCHENKER aufgelistet. Im mittleren Teil wird dargestellt, welche USB-C-Features die Laptops jeweils unterstützen. So wird zum Beispiel angegeben, ob ein Laptop nur einen oder zwei DisplayPort-Streams über USB-C anbietet. Im rechten Teil befindet sich dann eine lange Liste an möglichen Docking Stations. Diese sind nach ihren Plattform-Eigenschaften gruppiert und sortiert. Am oberen Rand der tabelle befindet sich für jedes Dock ein Link zum Shop, hinter welchem man das vollständige Datenblatt der Docks studieren kann.

Die Entscheidung, welche Docking Station wir für welchen Laptop empfehlen, leitet sich aus den Fähigkeiten des Laptops und den Hardware-Anforderungen der Docking Station ab. Kombinationen, welche mit einem einzelnen Häckchen gekennzeichnet sind, werden rein aufgrund ihrer technischen Daten empfohlen. Kombinationen mit einem doppelten Häckchen wurden von uns oder einem Community-Mitglied auch tatsächlich in dieser Kombination getestet, was die Empfehlung noch einmal verstärkt.

Die Liste befindet sich in stetigem Ausbau. Das Datum des letzten Updates befindet sich ganz links unten, nach den Fußnoten und FAQ-Verweisen.

Die Tabelle strebt nicht an, eine Generalübersicht über die Anschlussverteilung und sonstige Features unterschiedlicher Docks zu sein. Die Tabelle konzentriert sich stattdessen auf die „Plattform“ der jeweiligen Docking Station – also darauf, welche Systemvorrausetzungen das Dock mit sich bringt und wie es die eingehenden Bildschirm-Signale weiterverarbeitet. Dies ist relevant, um zu entscheiden, welcher Laptop mit welcher Dockingstation kompatibel ist und empfohlen wird.

Die Tabelle soll also lediglich eine grobe Filterfunktion darstellen, um die am Markt erhältlichen Docking Stations auf eine handvoll empfohlene Kombinationen einzugrenzen. Der Betrachter wird angehalten, sich anschließend selbst die Datenblätter und Preise der übrig gebliebenen Docking Stations anzuschauen, bevor er eine finale Entscheidung zu treffen.

Für Laptops mit AMD Ryzen CPU und USB-C 3.2, welche im Gegensatz zu Intel Core mit Thunderbolt nur ein einziges DisplayPort-Signal zur Verfügung stellen, muss der Betrachter außerdem noch selbstständig entscheiden, ob ein Dock mit oder ohne MST gewünscht ist. In der Tabelle sind beide Varianten zu finden. Der folgende Abssatz erläutert diesen Umstand näher und bietet eine eindeutige Handlungsempfehlung.

Wichtige Schlüsseltechnologie: MST | Multi-Stream-Transport

Wie eingangs bereits erwähnt:

  • Manche Laptops bieten zwei gleichzeitige, parallel DisplayPort-Signale über USB-C.
  • Manche Laptops bieten hingegen nur ein einzelnes DisplayPort-Signal über USB-C.

Bietet ein Laptop nur ein einziges DisplayPort-Signal in Richtung des Docks, so kann nativ auch nur ein einziger Monitor am Dock angeschlossen werden. Es sei denn, das Dock bzw. der Adapter hat einen MST-Chipsatz.

Ein MST-Chipsatz ist in der Lage, ein einzelnes DisplayPort-Signal auf mehrere, unabhängig voneinander gesteuerte Monitorausgänge aufzuteilen. Die Ausgänge hinter dem MST-Splitter können jede Art von Ausgang sein, einschließlich DisplayPort und HDMI.

1. Vorteile von MST:
  • MST ermöglicht somit die Verwendung mehrerer externer Monitore auf einem USB-C-Host, selbst wenn dieser Host nur ein einziges DP-Signal über USB-C sendet.
2. Nachteile von MST:
  • MST teilt jedoch auch die Bandbreite dieses DP-Signals auf und begrenzt dadurch die maximale Auflösung dieser externen Monitore (typischerweise auf 4K/30Hz).
  • Außerdem ist MST normalerweise nicht mit fortschrittlichen Technologien wie AMD FreeSync und NVIDIA G-SYNC kompatibel.
  • MST könnte (je nach verwendetem Chipsatz) die Bildwiederholfrequenz der Monitore auch bei niedrigeren Auflösungen generell auf 60 Hz begrenzen. Gerade bei Docking Stations mit MST-Chipsatz sollte man das Datenblatt der Docking Station genau studieren, um herauszufinden, welche maximalen Bildwiederholraten und Auflösungen das Dock garantiert.

Ob eine Docking Station einen MST-Splitter hat, geht nicht immer aus deren Datenblatt hervor. Faustregel: sofern MST (Multi-Stream Transport) im erweiterten Datenblatt der Docking Station nicht explizit beworben ist, kann man davon ausgehen, dass die Docking Station keinen MST-Splitter hat.

3. Handlungsempfehlung zu MST:

Auf Grundlage dieser Erläuterungen empfehlen wir, MST nur dann einzusetzen, wenn man es wirklich braucht. Anderenfalls empfehlen wir, MST zu vermeiden. Das bedeutet also:

  1. Wenn dein Laptop Thunderbolt mit 2 DisplayPort-Signalen unterstützt, wähle ein Dock ohne MST.
  2. Wenn dein Laptop nur 1 DP-Signal hat, aber du auch nur einen einzigen externen Monitor am Dock verwenden möchtest, wähle ebenfalls ein Dock ohne MST.
  3. Wenn dein Laptop nur 1 DP-Signal hat, du aber mehrere Monitore hinter dem Dock verwenden möchtest, wähle ein Dock mit MST.
Weitere Begriffserklärungen und Akronyme

Die folgenden Begriffe und Akronyme werden in der Übersichtstabelle dort verwendet, wo die Systemanforderungen und Plattform-Spezifikationen der jeweiligen Docking Stations aufgelistet sind. Es lohnt sich, die Begriffe zu verinnerlichen und sie in die Entscheidungsfindung mit einzubeziehen.

  • TBT = Thunderbolt 3 (TBT3) und Thunderbolt 4 (TBT4): Diese beiden Technologien sind im Allgemeinen miteinander kompatibel.
  • USB-C = USB Type-C: USB-C ist der kleinste, gemeinsame Nenner für die meisten der modernen Docking Stations. Ein Dock mit USB-C-Plattformunterstützung zeigt an, dass das Dock nicht unbedingt Thunderbolt benötigt. Stattdessen kann es auch mit einem Host funktionieren, der einfach nur USB-C unterstützt. Einige Dockingstationen unterstützen nur TBT. Andere Docks bevorzugen zwar TBT, haben aber auch einen USB-C-Fallback-Modus.
  • DP = DisplayPort: Dies zeigt an, dass die Docking Station ein DisplayPort-Signal vom Laptop benötigt. Dies gilt automatisch für alle TBT3/TBT4-Docks. Bei USB-C-Dockingstationen ist die Anforderung von DP sehr verbreitet, dennoch gibt es ein paar Ausnahmen. Am rechten Rand der Tabelle findet man Docking Stations ohne DP-Anforderung. Diese werden nur für die wenigen Laptops empfohlen, welche selbst kein DP-Signal über USB-C ausgeben.
  • DL = DisplayLink: Diese Technologie ist eine Low-Fidelity-Alternative zu DisplayPort. Sie verwendet das einfache USB-Datenprotokoll, um einen externen Monitor zu emulieren. Docks mit DisplayLink werden nur als „letzter Ausweg“ für solche Hosts empfohlen, die DP über USB-C nicht unterstützen.
  • USB-A: USB-A kann kein natives DisplayPort-Signal hosten. Ganz am Ende unserer Liste findet man einige Docks, welche DisplayLink über USB-A anbieten. Diese sind technisch identisch mit DisplayLink über USB-C, haben aber möglicherweise eine noch niedrigere USB-Datenrate. Wir würden solche Docks wirklich nur als allerletzten Ausweg empfehlen, z.Bsp. wenn der USB-C-Anschluss am Laptop bereits anderweitig belegt ist.
Hinweis zu Docking Stations von Dell, HP und Lenovo

Einige Docking Stations von jenen Herstellern, welche auch eigene Laptops vertreiben, implementieren mitunter proprietäre Funktionen welche nur mit spezifischen Laptops ebendieser Marken funktionieren. Dazu zählen:

  • MAC-Address Pass-Through
  • Wake on LAN aus S4/S5
  • Die Möglichkeit, den Laptop mit einer Einschalttaste auf der Docking Station aus S4/S5 einzuschalten

Diese Funktionen sind im USB-C- bzw. Thunderbolt-Standard nicht vorgesehen, somit sind die Implementierungen der Hersteller weder untereinander noch mit Laptops von Dritten kompatibel.

Weiterhin basieren auch die Power Delivery-Funktionen jener Hersteller, also die Möglichkeit, den Laptop über die Docking Station mit Strom zu versorgen, oftmals auf proprietären Abweichungen vom Standard. Beispiel: eine Docking Station eines großen Herstellers wird mit 100 Watt Power Delivery beworben, aber unterstützt nur 75 Watt im Betrieb mit Laptops von Dritten. In einem solchen Fall muss man also unbedingt das Original-Netzteil des Laptops an den Laptop anschließen, um eine vernünftige Performance zu erreichen. Weitere Details zu diesem Thema stellen wir in diesem Foren-Thread dar:

Wir empfehlen aus diesen Gründen den Kauf von Docking Stations von unabhängigen Herstellern, welche ausschließlich die öffentlichen Standards USB-C bzw. Thunderbolt implementieren – siehe Link zur Empfehlungs-Tabelle ganz oben in diesem FAQ-Artikel.

Im Zweifel nachfragen

Wir hoffen, dass unsere Empfehlungs-Matrix und die Erläuterungen in diesem Artikel dabei helfen, ein wenig Licht in die mitunter komplizierte Welt der Laptop-Docking-Stations zu bringen. Falls du die dennoch unsicher bist, welches Dock das richtige ist oder falls du ein Problem mit einer von uns empfohlenen Laptop-Dock-Kombination melden möchtest, dann nimm bitte Kontakt mit uns auf oder melde dich in einem dieser beiden Community-Threads:

Vielen Dank für deine Unterstützung!

Welche Auflösung und Bildwiederholraten mit den jeweiligen Versionen von HDMI und DisplayPort erreicht werden können, steht in dieser Tabelle:

Hybrid-Grafik

Akku-Laufzeit ist eine Funktion von Akku-Kapazität und Energieverbrauch. Laptops mit Hybrid-Grafik (NVIDIA Optimus bzw. MSHybrid) haben prinzipiell einen geringeren Energieverbrauch, da sich die dedizierte Grafikkarte bei Nichtgebrauch abschaltet. Hybrid-Grafiklösungen bieten wir allen XMG-Laptops außer derer, welche eine Desktop-CPU verwenden: XMG APEX 15 MAX (bis 2021) und XMG ULTRA 17 (bis 2021).

Akku-Kapazität

Die größte Akku-Kapazität bieten wir derzeit in XMG FUSION 15 und XMG NEO 15 mit 93Wh und in XMG NEO 17 mit 99Wh. Um die Akku-Laufzeit zu verlängern, ist zu empfehlen, die dedizierte Grafikkarte inaktiv zu halten. Einen ausführlichen Ratgeber zu diesem Thema findet ihr in diesem FAQ-Artikel.

Rechenleistung im Akku-Betrieb

Bitte beachten: bei intensivem Recheneinsatz (Gaming, Rendering) stellt das System im Akku-Betrieb nicht die maximale Leistung zur Verfügung. Insbesondere die dedizierte Grafikkarte wird im Akku-Betrieb erheblich gedrosselt, um die Akku-Lebensdauer zu schonen. Gaming im Akku-Betrieb ist zwar theoretisch möglich, aber wird auf der integrierten Grafik deutlich besser laufen. Dies gilt insbesondere für Laptops mit AMD CPU und Intel Core ab 11th Gen, da diese Generationen über vergleichsweise leistungsstarke und hochgradig effiziente, integrierte Grafikeinheiten verfügen. Um einzustellen, ob ein Programm auf der integrierten oder dedizierten Grafikkarte ausgeführt wird, stellt Windows 10 seit ca. 2019 ein eigenes Options-Menü bereit: Windows Graphics Settings. Die entsprechenden Einstellung in der NVIDIA-Systemsteuerung sind seitdem obsolet und ohne Effekt. Siehe FAQ-Artikel: Wie kann ich einstellen, ob ein Programm oder Spiel auf der iGPU bzw. dGPU ausgeführt werden soll?

Einführung

Arbeitsspeicher (RAM) im Dual Channel ist eine Konfiguration, bei der zwei oder mehr Speichermodule (DIMM bzw. SO-DIMM) in einem Computersystem installiert sind und zusammen als ein einziges Speichersubsystem arbeiten. Diese Konfiguration kann eine Reihe von Vorteilen bieten, darunter eine höhere Leistung, insbesondere bei Spielen und anderen latenzempfindlichen Anwendungen.

Gaming-Performance

Leistungssteigerungen sind besonders bei Laptops mit NVIDIA Optimus (MSHybrid) spürbar, da bei NVIDIA Optimus die iGPU (integrierte Grafikeinheit in der CPU) für die Bildschirmausgabe zuständig ist und die Bilder (Frames) von der dedizierten Grafikkarte über den DDR4/DDR5-Arbeitsspeicher erhält. Dieser Bildtransfer von dGPU zu iGPU wurde bei Einführung die „Optimus Copy Engine“ genannt. Die Dual-Channel-Konfiguration des Arbeitsspeichers steigert die Leistung eines solchen Systems, indem sie mehr Geschwindigkeit, Bandbreite und geringere Latenzzeiten bietet und so verhindert, dass der Arbeitsspeicher zu einem Engpass für die Gaming-Performance wird.

iGPU-Leistung

Abgesehen von NVIDIA Optimus kann Dual-Channel-Speicher auch die Leistung der iGPU selbst steigern, da die iGPU den Systemspeicher als Videospeicher nutzt und der Videospeicher besonders empfindlich auf Geschwindigkeit, Bandbreite und Latenz reagiert. Dies ist für jedes Szenario relevant, in dem die iGPU für gelegentliche Spiele oder für Content Creation verwendet wird.

DDR4 vs. DDR5

Die Vorteile von Dual Channel gelten sowohl für DDR4- als auch für DDR5-RAM. Obwohl ein einzelnes SO-DIMM-Modul seit DDR5 zwei Speicherkanäle hat, während DDR4 nur einen hatte, haben diese Kanäle nur eine Busbreite von jeweils 32 Bit, während die Busbreite des einzelnen Kanals bei DDR4 64 Bit betrug. Das Hinzufügen des zweiten DDR5-Moduls steigert also nach wie vor die Leistung speicherempfindlicher Anwendungen, indem es die Bandbreite der Speicherkanäle erhöht und das System im Grunde zu einer „Quad Channel“-Konfiguration ausbaut.

Wie kann man Dual-Channel-Speicher auf bestware bestellen?

Auf bestware, dem Partner-Shop von XMG, erkennt man die Dual-Channel-Konfigurationen an dem „2 x“ vor der Speicherkapazität. Dies zeigt an, dass zwei Speichermodule verwendet werden. Die kombinierte Gesamtkapazität dieser beiden Module ist in Klammern angegeben. Dieser Screenshot zeigt, wie das aussieht:

Screenshot from a laptop configurator on bestware, showing the difference between single and dual channel configurations.

Die Preisunterschiede zwischen der Dual-Channel- und der Single-Channel-Konfiguration können mit den Preisen für Systemspeicher variieren. Normalerweise liegen sie zumindest in der gleichen Größenordnung, wenn man Single- und Dual-Channel-Konfigurationen mit gleicher Gesamtkapazität vergleicht. In diesem Beispiel-Screenshot (vom Januar 2023) ist die Dual-Channel-Konfiguration sogar günstiger als die Single-Channel-Konfiguration mit der gleichen Gesamtkapazität.

Wie kann ich überprüfen, ob mein System bereits über Dual-Channel-Speicher verfügt?

Am schnellsten kann man dies überprüfen, indem man den Task-Manager (Strg+Umschalt+Esc) öffnet und den Arbeitsspeicher im Tab „Leistung“ überprüft. In der unteren rechten Ecke sieht man, wie viele der RAM-Steckplätze aktuell bestückt sind.

  • 1 von 2 = Single Channel
  • 2 von 2 = Dual Channel

Screenshots of Task Manager, showing 2 of 2 memory slots being occupied.

Wie kann ich mein System von Single auf Dual Channel aufrüsten?

Falls du dein System zunächst mit Single-Channel-Speicher konfiguriert haben solltest, kannst du es auf Dual-Channel aufrüsten, indem du ein zweites RAM-Modul mit der gleichen Modellnummer einbaust. Welche Modellnummer bei dir bereits verbaut ist, kannst du auf zwei Arten herausfinden:

  • Nutze eine Software wie CPU-Z oder HWiNFO64 um die Modellnummer des Arbeitsspeichers auszulesen. Noch schneller geht es in der Windows-Eingabeaufforderung (cmd.exe) mit diesem Konsolenbefehl: „wmic memorychip get devicelocator, partnumber“. Suche anschließend exakt das gleiche Modul in einem beliebigen Fachgeschäft deiner Wahl.
  • Alternativ: Kontaktiere unser Support-Team. Wir können in unserem System überprüfen, welches Speichermodul ursprünglich in deinen PC oder Laptop assembliert wurde, und dir dann ein Angebot für ein zweites Modul machen, sofern wir diese Modellnummer dann noch auf Lager haben.

Bei der Aufrüstung von Single-Channel- auf Dual-Channel-Speicher ist es wichtig, dass man wirklich zwei Module mit derselben Modellnummer verwendet. Unterschiedliche Module mögen zwar die gleiche Taktfrequenz und Latenz aufweisen, aber unterschiedliche Subtimings oder unterschiedliche „Rank x Org“-Konfigurationen können dann trotzdem zu Performance-Engpässen führen. Aus diesem Grund empfehlen wir dringend, zwei identische Module mit exakt derselben Modellnummer zu verwenden.

Weitere Informationen zum Aufrüsten von RAM-Modulen in Ihrem Laptop finden Sie in diesem FAQ-Artikel:

Kreuzkompatibilität

PCI-Express-Versionen sind grundsätzlich abwärtskompatibel. PCI-Express 3.0 wird auch als „Gen3“ bezeichnet, 4.0 als „Gen4“. Eine Gen4-SSD lässt sich in einem Gen3-Steckplatz betreiben und umgekehrt.

Performance-Vergleich

Bei Nutzung einer Gen4-SSD in einem Gen3-Steckplatz wird sich die maximale Lese-/Schreibrate der mit Gen4 beworbenen SSD an die Gegebenheiten des Gen3-Steckplatzes anpassen. Testläufe mit einer 2 TB FireCuda 520 (eine Gen4-SSD) und einem XMG FUSION 15 (Laptop mit Gen3-Steckplatz) ergaben folgende, sehr gute Werte:

CrystalDiskMark 6.0.0Lesen (MB/s)Schreiben (MB/s)
Seq Q32T13127,52981,3
4KiB Q8T81661,31758,3
4KIB Q32T1397,8324,8
4KiB Q1T143,79114,7

Es spricht also nichts dagegen, eine Gen4-SSD in einem Gen3-Steckplatz zu betreiben – zumal man die SSD ja irgendwann in Zukunft auch in einen neueren Laptop umziehen kann. Abgesehen vom Unterschied der Bandbreite gibt es durch die Nutzung von Gen3 keinen Nachteil.Wo finde ich Gen4-Steckplätze?SSD-Anschlüsse mit Gen4 findet man derzeit in fast allen XMG-Laptops mit Intel Core 11th Gen. Die Anbindung der jeweiligen Anschlüsse steht im jeweiligen Laptop-Datenblatt und in unserer Produkt-Übersichtstabelle.

Arbeitsspeicher

Für SO-DIMM Arbeitsspeicher (also solchen, der in Laptops passt), gibt es keinerlei Spielraum für zusätzliche Kühlkörper. Da Laptop-Speicher tendenziell auch mit weniger Spannung läuft als sein Desktop-Pendant, sind Kühlkörper auch nicht nötig.

SSD-Laufwerke

Bei SSDs im M.2-Format sieht das anders aus. Da dieses Format inzwischen sowohl für Laptops als auch Desktops verwendet wird, gibt es viele SSD-Modelle, welche bereits ab Werk mit zusätzlichen Kühlkörpern ausgestattet sind. In Laptops ist der Platz für solche SSD-Kühlkörper begrenzt. Viele XMG-Laptops haben bereits eigene SSD-Kühlkörper integriert oder sie haben ein Wärmeleitpad, welches die typische SSD-Bauhöhe entweder mit dem Mainboard oder mit der Unterschale des Laptops thermisch verbindet.

Für einen groben Überblick darüber, welcher Laptop noch Platz für SSD-Kühlkörper hat, schaut bitte in diesen Thread in unserem Reddit-Supportforum:

Falls euer Laptop keinen Platz für einen zusätzlichen SSD-Kühlkörper hat, heißt das aber nicht unbedingt, dass ihr auf den Kauf dieser SSD verzichten müsst. Bei manchen SSDs lässt sich der Kühlkörper entfernen oder er wird ohnehin nur als optionales Zubehör mitgeliefert.

Industrienorm

Die von uns verwendeten Notebook-Netzteilstecker sind normiert. Alle aktuellen XMG-Laptops (außer XMG ULTRA 17) verwenden einen Hohlstecker mit 5,5mm Außen- und 2,5mm Innendurchmesser. Dieser Stecker entspricht dem Industrie-Standard IEC 60130-10. Allerdings unterscheidet sich die Länge des Steckers je nach Modell:

  • XMG CORE 14, FOCUS, APEX und PRO verwenden einen Stecker mit 10mm Länge
  • XMG CORE 15, CORE 17, FUSION und NEO verwenden einen Stecker mit 12,5mm Länge

Ein Netzteil mit 12,5mm-Stecker lässt sich problemlos an einem Laptop mit 10mm-Anschluss nutzen. Umgekehrt ist das nicht der Fall: ein kurzer 10mm-Stecker lässt sich zwar mit einem tiefen 12,5mm-Anschluss verbinden, rutscht aber sehr schnell von allein wieder heraus. Daher ist beim Kauf von Ersatz-Netzteilen Vorsicht geboten.

Übersicht

Eine vollständige Übersicht der Netzteil-Formate (inkl. Links zu Ersatz-Netzteilen auf bestware) befindet sich hier:

Die Tabelle enthält zwei Tabs mit den zwei unterschiedlichen Stecker-Längen.

Netzteil-Kapazit und -kompatibilität

XMG-Laptops benötigen unterschiedliche Netzteil-Kapazitäten – je nachdem, wieviel Rechenleistung der Laptop bietet. XMG FOCUS z.Bsp. benötigt nur 150 Watt, XMG NEO hingegen fängt unterhalb von 230 Watt gar nicht erst an. Je mehr Leistung das Netzteil hat, desto größer/schwerer ist es.

Aufgrund der weitgehend identischen Steckermaße und Ausgangs-Spannungen sind allerdings auch kleinere Netzteile mit den „großen“ Laptops kompatibel.

Was passiert, wenn ich ein unterdimensioniertes Netzteil überlaste?

Der Laptop kann erkennen, ob ein Netzteil angeschlossen ist, aber nicht, wieviel Leistung das Netzteil bietet. Betreibt man einen Laptop mit einem unterdimensionierten Laptop mit voller Last, passiert folgendes:

  • Best Case: Das Netzteil wird überlastet und schaltet sich mittels OCP (Over-current protection) von selbst ab. Der Laptop wechselt in den Akku-Betrieb.
  • Worst Case: die Netzteil-Überlastung führt zu einer Überhitzung am Netzteil-Anschluss, wodurch dieser nachhaltig beschädigt werden kann (z.Bsp. geschmolzenes Plastik)

Dieser Worst Case ist bereits vereinzelt in der Vergangenheit aufgetreten. Eine Überhitzung am Netzteil-Anschluss kann auch dann vorkommen, wenn ein Netzteil-Stecker nicht richtig sitzt, wenn man also z.Bsp. einen 10mm-Stecker in einer 12,5mm-Buchse verwendet.

Handlungsempfehlung

Bei Verwendung von „kleineren“ Netzteilen ist also Vorsicht geboten: man sollte den Laptop möglichst im „Stromspar“-Modus oder „Ausbalanciert“-Modus betreiben und die dedizierte Grafikkarte nicht belasten. Eine kleine Idle-Last auf der Grafikkarte (z.Bsp. beim Betrieb eines externen Bildschirms) ist OK, aber sobald man eine 3D-Anwendung auf der dedizierten Grafikkarte startet, wird es brenzlig. Auch vermeintlich sparsame 3D-Anwendungen (wie z.Bsp. ältere Spiele) können je nach Netzteil-Kapazität eine Überlastung hervorrufen, wenn der 3D-Engine keine Obergrenze bzgl. der maximalen Bildwiederholrate (FPS: Frames per second) auferlegt ist. Weitere Informationen zu FPS-Limitern befinden sich in der FAQ-Kategorie „Tipps & Tricks“.

Rechenbeispiel

Nehmen wir einen 230W-Laptop mit einem 90W-Netzteil:

  • Knapp über 50W zum Aufladen des Akkus
  • mindestens 10W Idle-Verbrauch des Systems
  • Bleiben nur noch 30W übrig für CPU-Rechenlast

Dieses Beispiel ist bereits sehr idealisiert.

  • Die TDP von Intel CPUs muss man aufgrund Verluste der Spannungswandler durch 0,8 teilen, um den tatsächlichen Energieverbrauch zu errechnen. So ist man bei einer CPU Package Power von z.Bsp. 45W bereits bei einem CPU-Verbrauch von real knapp 57 Watt.
  • Hält man aus Versehen die dGPU aktiv (z.Bsp. durch ein Monitoring-Programm oder einen externen Bildschirm), liegt der Idle-Verbrauch des Systems bereits bei über 30W. Da bleibt nicht mehr viel übrig für Akku-Laden und Verbrauchs-Spitzen.
Fazit

Ein Betrieb mit kleinem/leichten Netzteil ist möglich, aber Überlastung ist durch den Anwender zu unterbinden. Extreme Unterdimensionierung wie in dem o.g. Beispiel ist zu vermeiden. Hardware-Schäden (beschädigte Netzteil-Buchsen) durch Überlastung eines unterdimensionierten Netzteiles sind nicht von der Garantie abgedeckt.

In der Regel ist das nicht nötig.

XMG-Laptops werden grundsätzlich bereits mit einem ausreichend dimensionierten Netzteil ausgeliefert. Das Netzteil ist auf das Leistungspotential des Laptops abgestimmt – es liefert also genügend Energie, um das Leistungspotential aller Komponenten (insbesondere CPU und GPU) im Rahmen der Kühlleistung des Laptops voll, gleichzeitig und dauerhaft auszuschöpfen.

Der limitierende Faktor ist hier tatsächlich das jeweilige Kühlsystem. Sämtliche Energie, die über das Netzteil in den Laptop eingespeist wird, muss vom Kühlsystem wieder abgeführt werden. Die Auswahl des mitgelieferten Netzteils ist somit auch an das Potenzial des verbauten Kühlsystems gebunden.

Hoher Verbrauch an der Steckdose? Eingangsleistung ist nicht gleich Ausgangsleistung!

Wer mit einem Energiemessgerät (siehe Beispiele) den Energiebedarf seines Laptop misst, wird vielleicht feststellen, dass der Energieverbrauch unter Volllast bereits nah an oder sogar über der Kennzahl des Netzteils liegt. Hier ist allerdings zu beachten:

  • Die Kennzahl des Netzteils bezeichnet die dauerhaft (24 Stunden, non-stop) garantierte Ausgangsleistung, also die Energie, die am Laptop ankommt.
  • Das Messegerät misst jedoch die Eingangsleistung, also die Energie, die aus der Steckdose in das Netzteil geht.

Bei der Spannungswandlung im Netzteil entsteht ein Leistungsverlust, welcher sich in Form von Abwärme des Netzteils äußert. Diese Verlustleistung muss von der gemessenen Eingangsleistung noch abgezogen werden, bevor man die tatsächliche Ausgangsleistung abschätzen kann.

Bei einem vorgeschriebenen Wirkungsgrad von mindestens 88% liegt die Verlustleistung bei ca. 12%. Ein Netzteil mit einer gekennzeichneten Ausgangsleistung von 230 Watt kann also an der Steckdose dauerhaft (24 Stunden, non-stop) 257 Watt verbrauchen, ohne außerhalb seiner Spezifikationen zu arbeiten.

Für kürzere Zeiträume geht noch mehr.

Sogenannte „Peak“- und „Surge“-Loads sind Leistungsspitzen, welche über der nominalen Ausgangsleistung des Netzteils liegen und dennoch von den Spezifikationen noch abgedeckt sind. So sind übliche Hochleistungs-Netzteile für Gaming Laptops in der Lage, ihre Nominalleistung für bis zu 9 Minuten (Surge) dauerhaft um 10% zu übertreffen, ohne dabei außerhalb ihrer operativen Parameter zu liegen.

Somit liegt sogar eine zeitweilige Messung von 283 Watt an der Steckdose noch innerhalb der Spezifikationen eines 230-Watt-Netzteils. Im Sekunden und Millisekunden-Bereich dürfen die Leistungsspitzen (Peak) sogar noch höher liegen. Dies alles ist definiert in den erweiterten Hersteller-Datenblättern der Netzteile. Diese Dokumente sind in der Regel nicht öffentlich zugänglich.

Sonderfall: Betrieb mit XMG OASIS-Wasserkühlung

(Benutzer, die XMG OASIS nicht besitzen und dies auch nicht vorhaben, brauchen ab hier nicht weiterzulesen.)

Wie bereits weiter oben beschrieben ist das Kühlsystem eines Laptops der limitierende Faktor. Dieser Faktor wurde mit der Einführung der Wasserkühlungslösung XMG OASIS für XMG CORE und XMG NEO (ab 2022) angehoben. Bei der Auswahl der Netzteile für diese Laptops wurden folgende Kriterien berücksichtigt:

  • Das Netzteil soll ausreichend dimensioniert sein, um das Leistungspotenzial der Luftkühlung des Laptops abzudecken. Das gilt für alle XMG-Laptops.
  • Das Netzteil soll zusätzlich noch genügend Spielraum haben, um das erhöhte Leistungspotenzial durch den Anschluss der XMG OASIS zu berücksichtigen.
  • Das Netzteil soll aber nicht so groß und schwer sein, dass die mobile Verwendung des Laptops zu sehr eingeschränkt wird.

Unter diesen Vorzeichen ist das bei Laptops, welche den Anschluss der XMG OASIS unterstützen, mitgelieferte Netzteil immer ein Mittelweg zwischen Leistungspotenzial, Preis und Gewicht. Dazu kommt, dass das maximale Leistungspotenzial eine Laptops ohnehin nur relativ selten bzw. von einem recht kleinen Kundenkreis abgerufen wird, nämlich nur dann, wenn CPU und GPU gleichzeitig zu 100% ausgelastet sind. Dies ist bei Gaming praktisch nie der Fall, sondern höchstens in sehr sepziellen Content Creation-Anwendungen, der gleichzeitigen Kombination von Software- und Hardware-Rendering oder bei speziellen Machine-Learning-Vorgängen. In der Regel sind aber auch diese professionellen Anwendungen entweder CPU- oder GPU-limitiert.

Zusätzlich zum Leistungspotenzial des Laptops kommen natürlich noch periphäre Anwendungen wie das Schnellladen des Akkus und die Versorgung von angeschlossener Peripherie. Ein Akku kann z.Bsp. von 0 bis 50% mit bis zu 60 Watt geladen werden. Ein USB-C-Anschluss kann bis zu 15 Watt Energie liefern.

Diese Erwägungen in Kombination mit voller, gleichzeitiger CPU- und GPU-Belastung unter Verwendung von XMG OASIS kann das Upgrade des Netzteils für den stationären Betrieb sinnvoll machen, auch wenn die tatsächliche Performance-Steigerung (z.Bsp. Benchmark-Punkte) dabei relativ gering ausfällt.

Netzteil-Upgrade benötigt ein Update der System-Konfiguration in Firmware.

Wie im vorherige Abschnitt beschrieben kann ein Netzteil-Upgrade für Nutzer der XMG OASIS-Wasserkühlung sinnvoll sein. Um die damit ermöglichte Leistungsteigerung freizuschalten, muss dem System „mitgeteilt“ werden, dass jetzt ein größeres Netzteil angeschlossen ist.

Der Laptop ist nicht von selbst in der Lage, zu erkennen, welches Netzteil angeschlossen ist. Mit anderen Worten: Das Netzteil ist „dumm“ – es hat keine Datenverbindung, sondern liefert nur Strom. Um dem System „mitzuteilen“, welches Netzteil angeschlossen ist, müssen wir eine Markierungen manuell in der Firmware setzen. Dies geschieht mittels einen speziellen Programmes, welches für den jeweiligen Laptop im Download-Bereich zur Verfügung steht. Das Programm heißt „ECSVTool“. Der Name setzt sich aus diesen Bestandteilen zusammen:

  • „EC“ für „Embedded Controller“
  • „SV“ für „Service“ (hier im Sinne von „Wartung“)
  • „Tool“ für „Werkzeug“

Das Upgrade läuft in etwa so ab:

  • Der Anwender entscheidet sich für den Kauf eines größeren Netzteils, z.Bsp. ein Upgrade von 280 auf 330 Watt.
  • Der Anwender schließt das neue Netzteil an den Laptop an.
  • Der Anwender wählt im Download-Portal seinen Laptop und lädt das Paket mit dem ECSVTool herunter.
  • Der Anwender wählt innerhalb des Paketes seine Kombination aus CPU, Grafikkarte und Netzteil und führt das entsprechende Programm aus.
  • Das Programm schreibt die entsprechenden Werte (Performance-Profile, Power-Limits usw.) in die Firmware fährt das System anschließend herunter.
  • Der Anwender fährt das System wieder manuell hoch. Der Vorgang ist damit abgeschlossen.

Diese Markierungen werden NICHT durch EC/BIOS-Updates überschrieben. Stattdessen muss das Tool bei jedem Netzteil-Upgrade oder -Downgrade ausgeführt werden.

Was passiert, wenn ich das falsche ECSVTool-Programm ausführe?

Bei Ausführung des falschen Programmes treten keine kritischen Schäden auf. Es kann jedoch nachteilige Auswirkungen auf Leistungsprofile, RGB-Beleuchtung und andere Funktionen im Control Center haben. Dies ist zu korrigieren, indem man anschließend das richtige (für den eigenen Laptop passende) Programm ausführt.

Kann ich meine Grafikleistung erhöhen, wenn ich das Tool für eine höhere GPU wähle?

Nein, die Grafikleistung wird nicht erhöht, wenn man das Tool für die nächst-höhere Grafikkarte ausführt. Im Gegenteil: ein Betrieb mit den falschen Firmware-Markierungen kann durch die nicht mehr zueinanderpassenden Power-Profile negative Auswirkungen auf Systemleistung und Stabilität haben. Ein solcher Betrieb wird nicht empfohlen und ist nicht von der Garantie abgedeckt.

Was passiert, wenn ich die Power Limits erhöhe, ohne das Netzteil zu tauschen?

Ein Upgrade der Power Limits in der Firmware ohne Austausch des Netzteils kann problematisch sein. Wenn du dein tatsächlich angeschlossenes Netzteil überlastest, kann das Netzteil überhitzen oder sich abschalten. Dies kann im Control Center durch Herabsetzen der CPU Power Limits, Deaktivieren von NVIDIA Dynamic Boost oder einfach durch Vermeidung von hohen Lastsituationen umgangen werden. Am besten ist es jedoch, wenn man sicherstellt, dass die Power Limits in der Firmware (welche mit diesem Tool eingestellt werden) mit dem an das System angeschlossenen Netzteil übereinstimmt.

Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es unter diesem FAQ-Artikel:

Im Portfolio von XMG gibt es derzeit kein Modell, dessen Akku über USB-C aufgeladen werden kann. Im Sortiment von SCHENKER und TUXEDO gibt es allerdings eine Reihe von Thin & Light-Modellen mit diesem Feature:

In dieser Liste sind SCHENKER VISION 14, 16 und 16 Pro besonders hervorzuheben. Diese lassen sich mit dedizierter Grafikkarte ausstatten und unterstützen trotzdem das Laden über USB-C. Da USB-C-Netzteile auf 100 Watt Ausgangsleistung beschränkt sind, ist die Performance der Grafikkarte unter USB-C stark eingeschränkt, während sich die CPU-Performance auf akzeptablem Niveau bewegt. Für ein Abrufen der vollen Leistung empfehlen wir den Betrieb mit dem Original-Netzteil.

Empfohlene USB-C-Netzteile für Laptops von XMG und SCHENKER

Die folgende Tabelle bietet eine umfassende Liste darüber, welche USB-C-Netzteile mit welchem Laptop unterstützt und empfohlen werden:

Im linken Teil der Tabelle werden zunächst diejenigen Laptop-Modelle von XMG und SCHENKER aufgelistet, welche USB-C Power Delivery unterstützen. Im mittleren Teil wird dargestellt, wie hoch die Leitungsanforderung der jeweiligen Laptops in Bezug auf USB-C-Netzteile ist. Im rechten Teil befindet sich dann eine Liste an möglichen USB-C-Netzteilen mit einem Vermerk, ob dieses Netzteil für den jeweiligen Laptop empfohlen wird, oder nicht.

Die Liste befindet sich in stetigem Ausbau. Das Datum des letzten Updates befindet sich ganz links unten, nach den Fußnoten und FAQ-Verweisen.

Die Tabelle basiert zum Einen auf internen Tests und zum Anderen auf Community-Feedback. In den folgenden Foren-Threads könnt ihr uns schreiben, ob ihr mit bestimmten Laptop-/Netzteil-Kombinationen positive oder negative Erfahrungen gemacht habt:

Wir freuen uns über zahlreiche Rückmeldungen in diesen Threads.

Eingeschränkte Performance mit NVIDIA-Grafikkarte

Für Laptops mit NVIDIA-Grafikkarte gilt: auch bei Verwendung eines empfohlenen USB-C-Netzteils ist die Performance der NVIDIA-Grafikkarte stark eingeschränkt, da der Energiebedarf eines Gesamtsystems mit NVIDIA-Grafikkarte über das in Power Delivery 2.0 definierte Limit von 100 Watt hinausgeht. Technische Hintergründe hierzu werden im folgenden FAQ-Artikel erläutert: Welche Einschränkungen gibt es bzgl. der Leistungsfähigkeit von Laptops in Verbindung mit USB-C-Netzteilen?

Einführung

Einige XMG- und SCHENKER-Laptops lassen sich über USB-C bzw. Thunderbolt mit Strom versorgen. Dies hat den Vorteil, dass es insbesondere auf Reisen ausreicht, ein einziges USB-C-Netzteil zum Laden sämtlicher Elektronik (z.B. Handy, Kamera, Notebook) mitzuführen. Da jedoch insbesondere die Komponenten in Hochleistungs-Laptops einen mitunter hohen Energiebedarf aufweisen, geht die Stromversorgung dieser Geräte via USB-C mit Limitierungen hinsichtlich der Leistungsfähigkeit einher. Im folgenden Artikel erläutern wir detailliert, welche Einschränkungen zu beachten sind und welche Ursachen diesen zugrunde liegen.

Grundvoraussetzungen

Die Stromversorgung eines Laptops setzt ein USB-C-Netzteil mit einer Ausgangsspannung von 20 Volt voraus. Entsprechende Netzteile von Kleingeräten wie etwa von älteren Handys können dies nicht leisten, da diese in der Regel nur für eine Ausgangsspannung von 5 Volt spezifiziert sind.

Umgekehrt gilt jedoch: Moderne USB-C-Netzteile mit Power-Delivery-Funktion (PD) unterstützen nicht nur 20 Volt (20 V), sondern auch niedrigere Ausgangsspannungen wie 5 Volt. Somit sind sie in der Lage, als Universalnetzteil sämtliche Verbraucher vom Laptop bis hin zu Kleingerät zu laden, wenn sie die zuvor genannten Mindestvoraussetzungen (20 V, Power Delivery) erfüllen.

Neben einer Ausgangsspannung von 20 Volt setzt das Laden des Akkus zusätzlich eine bestimmte Ausgangsleistung voraus. Die Mindestanforderungen für das jeweilige Laptop-Modell finden sich im dazugehörigen Datenblatt mit den technischen Spezifikationen, in der Regel sind jedoch mindestens 65 Watt (20 Volt bei 3,25 Ampere) erforderlich. Dies liegt daran, dass die Ladegeschwindigkeit der Akku-Ladeelektronik für ein bestimmtes Leistungspotenzial optimiert ist. Langsames Laden mittels eines kleineren Netzteils mit beispielsweise 40 Watt (20 Volt bei 2 Ampere) ist dann mitunter nur bei einem ausgeschalteten Laptop möglich. In jedem Fall gilt aber eine Ausgangsspannung von 20 Volt als zwingende Voraussetzung.

Empfohlene USB-C-Netzteile für Laptops von XMG und SCHENKER

Die folgende Tabelle bietet eine umfassende Liste darüber, welche USB-C-Netzteile mit welchem Laptop unterstützt und empfohlen werden:

Im linken Teil der Tabelle werden zunächst diejenigen Laptop-Modelle von XMG und SCHENKER aufgelistet, welche USB-C Power Delivery unterstützen. Im mittleren Teil wird dargestellt, wie hoch die Leitungsanforderung der jeweiligen Laptops in Bezug auf USB-C-Netzteile ist. Im rechten Teil befindet sich dann eine Liste an möglichen USB-C-Netzteilen mit einem Vermerk, ob dieses Netzteil für den jeweiligen Laptop empfohlen wird, oder nicht.

Für Laptops mit NVIDIA-Grafikkarte gilt: auch bei Verwendung eines empfohlenen USB-C-Netzteils ist die Performance der NVIDIA-Grafikkarte stark eingeschränkt, da der Energiebedarf eines Gesamtsystems mit NVIDIA-Grafikkarte über das in Power Delivery 2.0 definierte Limit von 100 Watt hinausgeht. Dieser FAQ-Artikel erläutert weitere Hintergründe zu diesem Thema.

Die Liste befindet sich in stetigem Ausbau. Das Datum des letzten Updates befindet sich ganz links unten, nach den Fußnoten und FAQ-Verweisen.

Die Tabelle basiert zum Einen auf internen Tests und zum Anderen auf Community-Feedback. In den folgenden Foren-Threads könnt ihr uns schreiben, ob ihr mit bestimmten Laptop-/Netzteil-Kombinationen positive oder negative Erfahrungen gemacht habt:

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Auf welchem Industriestandard basieren herkömmliche Netzteile?

Bevor wir den Artikel zu USB-C fortsetzen, möchten wir mit diesem gelegentlich geäußertem Vorurteil aufräumen. Es wird gelegentlich davon gesprochen, die herkömmlichen Netzteil-Stecker seien „proprietär“. Richtig ist aber: die Stecker fast aller unserer Original-Netzteile folgen dem Industrie-Standard IEC 60130-10 von 1971. Dieser bezeichnet den allseits üblichen Hohlstecker mit 2,5 mm Innen- und 5,5 mm Außendurchmesser. Diese Netzteile sind somit sowohl untereinander als auch mit den Laptops einiger anderer Hersteller kompatibel. Eine vollständige Übersicht der Netzteil-Formate (inkl. Links zu Ersatz-Netzteilen auf bestware.com) gibt es hier:

Es ist also auch mit diesem Stecker-Format durchaus möglich, für unterwegs ein „kleineres“ Netzteil hinzuzukaufen, ohne dabei auf USB-C angewiesen zu sein. Da der Laptop bei herkömmlichen Netzteilen aber nicht „weiß“, welches Netzteil angeschlossen ist bzw. welche Leistung das Netzteil anbieten kann, muss man hier selbst dafür sorgen, dass man das „kleinere“ Netzteil nicht überfordert. Details hierzu stehen in diesem FAQ-Artikel:

Technische Unterschiede zwischen USB-C- und herkömmlichen Netzteilen mit nominal gleicher Ausgangsleistung

Angenommen, der Lieferumfang eines Laptops umfasst ein herkömmliches 90-Watt-Netzteil mit einem zum Gerät passenden Stecker und dieses ermöglicht den Betrieb mit maximaler (im Rahmen des Kühlsystems möglicher) Performance – dann gilt leider nicht im Umkehrschluss, dass über ein ebenfalls mit 90 Watt spezifiziertes USB-C-Netzteil die gleiche Systemleistung zur Verfügung steht. Hierfür möchten wir zwei Gründe anführen.

1. Fähigkeit bzw. Unfähigkeit des Netzteils, Leistungen oberhalb der nominellen Wattzahl abzubilden

Zwischen den Netzteilen bestehen abweichende Toleranzwerte bei den sogenannten „Surge-“ und „Peak“-Ladezuständen beziehungsweise dem Maximalwert, ab dem die Overcurrent-Protection (OCP) greift – also die maximalen Stromstärken, die das Netzteil liefern kann, bevor es sich aus Sicherheitsgründen abschaltet. Diese Werte kennzeichnet den sogenannten „Headroom“ eines Netzteils, was dem erweiterten Spielraum oberhalb der Standard-Nominalleistung entspricht und Bestandteil der offiziellen Spezifikationen ist.

Herkömmliche Stromspender mit einem speziell zum jeweiligen Laptopmodell passenden Stecker sind diesbezüglich grundsätzlich deutlich flexibler und großzügiger bemessen als dem Power-Delivery-Standard entsprechende USB-C-Netzteile. Das liegt unter anderem daran, dass der Power-Delivery-Standard die erweiterten Grenzwerte nicht explizit vorschreibt. Folglich sind die Netzteil-Hersteller nicht verpflichtet, zusätzlichen Spielraum einzuräumen und verzichten darauf – weil sich dadurch die Produktionskosten für die USB-C-Universalnetzteile verteuern würden und diese auch größer und schwerer ausfallen müssten.

2. Wirkungsgrad der Leistungsaufnahme auf Laptop-Seite

Die Umwandlungselektronik auf Laptop-Seite für USB-C ist deutlich komplexer als die Energieaufnahme über einen herkömmlichen Netzteil-Stecker. Der USB-C-Port muss in der Lage sein, USB-Daten, Video-Signale (DisplayPort) und meist auch Thunderbolt-Daten (PCI-Express) anzubieten und soll dabei sowohl Peripherie mit Energie versorgen als auch umgekehrt den Laptop versorgen können. Die hierzu benötigte Elektronik ist komplex, was mit gewissen Umwandlungsverlusten einhergeht. Zusätzlich gilt für Laptops, die neben den USB-C-Ports auch einen herkömmlichen Netzteil-Anschluss haben, dass die verschiedenen Stromquellen innerhalb des Laptops zusammengeführt werden und dabei gewisse Strecken überbrücken müssen (z.Bsp. vom USB-C-Port auf der linken Seite des Laptops zum Netzteil-Anschluss auf der rechten Seite), was ebenfalls zu Effizienzverlusten führt. Dazu kommt, dass die unterschiedlichen Hersteller der Mikro-Elektronik den USB-PD-Standard unterschiedlich implementieren, was zwischen Host (Laptop) und Client (Netzteil) zu Inkompatibilitäten führen kann. Schwankungen in der Ausgangsspannung des USB-C-Netzteils (z.Bsp. wenn das Netzteil die 20 Volt Zielspannung nicht ganz erreicht oder darüber hinausschießt), können dieses komplexe Gebilde ebenfalls ins Wanken geraten lassen.

Ein traditioneller Netzteil-Anschluss hat diese Probleme nicht und operiert daher mit einem höheren Wirkungsgrad, größeren Toleranzen und ist insgesamt praktisch vollkommen frei von Wechselwirkungen, Stabilitäts- und Zuverlässigkeitsproblemen.

Wieso bieten USB-C-Netzteile nicht dieselbe Fähigkeit zur Überversorgung wie herkömmliche Netzteile?

Der Aufbau von USB-C-Ladegeräten ist in einiger Hinsicht komplexer als der eines herkömmlichen Laptop-Stromversorgers, im direkten Vergleich fallen sie somit ohnehin bereits teurer aus. Die Konformität zum USB-C-Protokoll erfordert zusätzliche Kommunikationsschaltkreise und die Energieversorgungselektronik muss in der Lage sein, gleich mehrere Ausgangsspannungen (5, 9, 12, 15, 18 und 20 Volt) zur Verfügung zu stellen, während ein traditionelles Netzteil nur eine einzige Ausgangsspannung (zwischen 19 und 20 Volt) anbieten muss. Hinzu kommt, dass der USB-C Power Delivery-Standard ursprünglich primär zum Laden von Akkus entwickelt wurde – welche eine recht stabile Anforderungskurve haben. Anforderungen zur Versorgung von Hochleistungs-Laptops, deren CPUs und GPUs teil recht außerordentliche Lastspitzen abfordern, sind in den Standard nicht eingeflossen.

Aus diesen Gründen entfällt die Einplanung des besagten, zusätzlichen „Headrooms“, der über die beworbene Standard-Nominalleistung hinausgeht. Infolgedessen kann jeder Hersteller von USB-C-Netzteilen die über die Nominalleistung hinausgehenden Surge- und OCP-Grenzen anders definieren. Bei besonders kleinen und leichten Netzteilen kann man davon ausgehen, dass diese Fähigkeit zur Überversorgung recht knapp bemessen oder gar nicht vorhanden ist. Was hierbei im Worst Case passieren kann, zeigt ein älteres Beispiel in diesen Artikeln:

 Kurz zusammengefasst gilt also:

  • USB-C-Netzteile sind flexibel und multifunktional. Sie wurden primär zum Laden von Akkus entwickelt. Daher halten sich diese Modelle an die unterschiedlichen Minimalanforderungen der Hardware, zu deren Laden sie gedacht sind.
  • Herkömmliche Netzteile mit eigens zum jeweiligen Laptop passenden Stecker verfolgen hingegen keinen Universalansatz, sondern sind hochgradig spezialisiert, auf das entsprechende Gerät zugeschnitten und sind in der Lage, weit jenseits der Minimalanforderungen bedingungslos zu liefern, ohne dass dabei Softwareprotokolle oder sonstige Kommunikationselektronik berücksichtigt werden müssen.
Fallbeispiel: Vergleich eines 100-Watt-USB-C-Netzteils mit einem herkömmlichen 90-Watt-Netzteil

Die folgende Tabelle vergleicht die Fähigkeiten eines herkömmlichen 90-Watt-Netzteils für Laptops mit einem beliebten 100-Watt-Modell mit fest verbautem Kabel und Unterstützung für USB-C-Power-Delivery. Neben typischen Eckdaten wie der nominalen Ausgangsleistung vergleicht diese Übersicht auch tiefergehende Kennzahlen, darunter die bereits zuvor erwähnte Peak- und Surge-Aufgangsleistung sowie den Grenzwert, ab welchem der Überstromschutz (Overcurrent Protection, OCP) greift. Nähere Erläuterungen zu diesen Angaben gibt es im Anschluss an die Tabelle.

Derart detaillierte Spezifikationen zu Laptop- und USB-C-Netzteilen sind normalerweise nicht öffentlich einsehbar, spielen jedoch für die Systemstabilität unter hoher, fluktuierender Last eine wichtige Rolle.

Da wir die aufgelisteten, erweiterten Daten des USB-C-Netzteils vertraulich erhalten haben, verzichten wir an dieser Stelle auf eine Nennung des Modells. Gleichwohl können wir versichern, dass es sich um ein Topprodukt eines namhaften Herstellers handelt, welches weder besonders klein noch günstig ist. Somit liegt nahe, dass andere 100-Watt-Modelle der gleichen Bauart ähnliche Werte aufweisen und im Falle von nur 90 Watt starken USB-C-Netzteilen nochmals entsprechend geringer ausfallen.

Tabelle vergleicht Leistungsfähigkeit von 90W-Original mit 100W-USB-C-Netzteil.

Die Spezifikationen zeigen, dass ein herkömmliches 90-Watt-Netzteil von Chicony mit Rundstecker dauerhaft, also selbst im 24-Stunden-Betrieb, eine Maximalleistung von 99 Watt liefern kann. Wichtiger ist in diesem Zusammenhang allerdings, dass die Stromversorgung für eine kurze Zeitspanne von bis zu 96 Millisekunden garantiert mit Lastspitzen von bis zu 117 Watt zurechtkommt.

Im Vergleich dazu ist das 100 Watt starke USB-C-Netzteil zwar ebenfalls in der Lage, im 24-Stunden-Dauerbetrieb seine volle Nominalleistung bereitzustellen, hier liegen jedoch die Surge- und OCP-Werte deutlich unterhalb derer des herkömmlichen Vertreters von Chicony mit 90 Watt.

  • Surge: beim USB-C-Netzteil mit 100 Watt rund 15 Prozent niedriger als beim herkömmlichen Netzteil mit 90 Watt
  • OCP: beim USB-C-Netzteil mit 100 Watt rund 20 Prozent niedriger als beim herkömmlichen Netzteil mit 90 Watt

Es ist anzunehmen, dass die Toleranzwerte bei besonders kleinen und leichten USB-C-Netzteilen nochmals geringer ausfallen.

Was bedeuten die Surge- und OCP-Werte konkret?

Die Surge-Power ist in der Regel für bis zu 96 Millisekunden definiert, also einer knappen Zehntelsekunde, was im Bereich der Halbleiterelektronik einer langen Zeitspanne entspricht: Aktuelle Grafikkarten mit beispielsweise einem Kerntakt von 1,5 Gigahertz durchlaufen im selben Zeitraum bereits 144 Millionen Taktzyklen. Oberhalb der 96ms-Surge-Power gibt es je nach Spezifikation des Herstellers noch kleinere Zeitfenster, in denen noch höhere Leistung abgerufen werden kann.

Die Overcurrent Protection bezeichnet abschließend die maximale Strommenge, die durch das Netzteil fließen kann, bevor es aus Sicherheitsgründen wegen Überlast sofort abschaltet. Beim herkömmlichen Chicony-Netzteil mit 90 Watt greift die Schutzschaltung beim Überschreiten einer Stromstärke von 7,86 Ampere – multipliziert mit der Ausgangsspannung des Netzteils (19 Volt) ergibt dies eine Ausgangsleitung von knapp über 149 Watt. Somit ist das Modell entsprechend den offiziellen Spezifikationen in der Lage, kurzfristig knapp über 65 Prozent mehr Leistung bereitzustellen, als der reine Nominalwert (90 Watt) angibt.

Demgegenüber greift die Overcurrent Protection beim USB-C-Modell bereits bei 120 Watt und schaltet das Netzteil ab. Hier liegt das spezifizierte Maximum also nur 20 Prozent über dem Nominalwert (100 Watt).

Validierung und Sicherheit des Gesamtsystems: Laptop und Netzteil im Einklang

Dass die Hersteller diese Daten in der Regel nicht öffentlich preisgeben, stellt Laptophersteller wiederum vor die Herausforderung, die Stromversorgung ihrer Geräte über USB-C so zu gestalten, dass sie nicht einfach nach dem Prinzip „Hoffnung“ ins Blaue designt ist. Um etwaige Unfälle oder Instabilitäten zu vermeiden, muss die Nominalleistung gedrosselt werden, damit sich die unvermeidbaren Leistungsspitzen wieder innerhalb der zu erwartenden USB-C-Netzteilspezifikationen befinden.

Ein unter allen Umständen reibungsloser Betrieb des Verbunds aus Laptop und USB-C-Netzteil ist nur dann möglich, wenn beide Hersteller die Funktion gemeinsam validieren – und zwar nicht nur anhand eines Einzelexemplars, sondern anhand einer großen Menge an Geräten in unterschiedlichen Konfigurationen und unter Berücksichtigung verschiedenster Lastzustände.

1. Unvermeidbare Lastspitzen, verursacht durch Hochleistungskomponenten

Die zuvor beschrieben Surge- und Peak-Lastspitzen stellen beim Einsatz von Hochleistungskomponenten den Normalzustand dar. Sie treten beispielsweise bei der Initialisierung von Systemzuständen und beim schnellen Wechsel zwischen unterschiedlichen Berechnungsvorgängen auf. Dies gilt sowohl jeweils einzeln für Prozessoren und Grafikkarten von beispielsweise AMD, Intel und NVIDIA, als auch für deren Zusammenspiel.

Eine Grafikkarte wie beispielsweise die NVIDIA GeForce RTX 3050 Ti mag zwar (je nach Laptop-Modell) mit einer TGP von 35 Watt spezifiziert und mit einem Dynamic Boost 2.0 von zusätzlichen 15 Watt ausgestattet sein, die in Summe eine maximale GPU-Leistung von 50 Watt ergeben.

Die Lastspitzen im Millisekunden-Bereich liegen aber deutlich über diesem Gesamtwert. Ein Laptophersteller hat auf diesen Energiebedarf keinen direkten Einfluss. Er kann zwar wählen, welche TGP-Stufen er mit seinem Mainboard bzw. Kühlsystem unterstützen möchte. Aber die über die TGP hinausgehenden Lastspitzen einer Komponente oder eines Platinen-Layouts ergeben sich aus den fest vorgegeben Spezifikationen der Chiphersteller und werden durch das proprietäre VBIOS und den Grafiktreiber gesteuert.

Lastspitzen lassen sich nicht mit herkömmlicher Software auslesen und sind nicht in öffentlich zugänglichen Datenblättern dokumentiert. Spezielle Messgeräte machen sie jedoch zuverlässig nachweisbar (bei Desktop-PCs beispielsweise durch eine Messung direkt am PCI-Express-Slot und dem 12-Volt Stecker an der Grafikkarte) und auch Laptophersteller berücksichtigen das spezifische Verhalten der Komponenten beim Design von Platinen-Layouts sowie der Stromversorgung eines Notebooks.

Einen konkreten Einblick zur tatsächlichen Energieaufnahme moderner Grafikkarten bietet dieser Artikel auf igor’s Lab:

Als Beispiel aus dem Artikel ziehen wir die NVIDIA GeForce RTX 3070 heran: Die Grafikkarte verbraucht im Schnitt 320 Watt, zog jedoch während einer Lastspitze für etwa 20 Millisekunden bis zu 577 Watt – ein Wert, der die Nominalleistung kurzfristig um rund 80 Prozent übersteigt. Ein ähnliches Verhalten ist demnach auch bei Laptop-Grafikkarten zu berücksichtigen, wenngleich in geringerem Ausmaß.

2. Load-Balancing und Zusammenspiel von CPU und GPU

Übersteigen die möglichen Lastspitzen das Maximum dessen, was ein Netzteil liefern kann, muss die entsprechende Komponente gedrosselt werden, um eine Überlastung der Stromversorgung zu vermeiden. Computersysteme bestehen jedoch grundsätzlich aus einer Vielzahl von Bauteilen, die ebenfalls Strom verbrauchen. Zu einer Grafikkarte mit deren eventuellen Lastspitzen sind folglich auch der Verbrauch der CPU, eines Displays, das Nachladen des Akkus und der Strombedarf von SSDs, Arbeitsspeicher und angeschlossenen Peripheriegeräten zu addieren. Somit gilt: Das Gesamtsystem muss so konfiguriert werden, dass selbst bei gleichzeitiger Auslastung aller Komponenten die sichere Funktion des Netzteils gewährleistet ist.

Nun wäre es erstrebenswert, die Leistung bestimmter Bauteile wie etwa der GPU erst dann zu drosseln, wenn andere Verbraucher dazustoßen: Ist beispielsweise die CPU nur in geringem Maße ausgelastet, ließe dies den Spielraum, um der Grafikkarte entsprechend mehr Energie vom insgesamt verfügbaren Budget zuzuführen und ihr das Plus an Leistung erst dann wieder zu nehmen, wenn der Prozessor seinerseits mehr Leistung und Energie benötigt.

Grundlegend findet ein derartiges Load-Balancing bereits statt, nämlich dann, wenn es um die Einhaltung von thermischen Grenzen unter Berücksichtigung des Kühlsystems geht. Aufgrund der Masse des wärmeableitenden Materials (Kupfer, Heatpipes, Kühlkörper) reagieren die Temperaturen der Komponenten nur träge, so dass Lastspitzen oder eine plötzliche, starke Auslastung durch die Regulierung der Power-Limits gut abgefedert werden können. Dafür sorgen auch in die Chips selbst implementierte Sicherheitsmechanismen, welche die Leistung der Komponenten in Abhängigkeit von bestimmten Ziel- beziehungsweise Maximaltemperaturen granular zurückfahren können.

Geht es allerdings darum, das Netzteil vor Überlast zu schützen, sieht der Sachverhalt anders aus. Die Lastspitzen dedizierter Grafikkarten treten unvermittelt und ohne Vorwarnung auf, so dass das System keine Zeit hat, unmittelbar zu reagieren und die Leistung anderer Verbraucher wie etwa der CPU zu drosseln. Ein typisches Beispiel:

  • Der Laptop lädt den Akku bei gleichzeitig starker Auslastung der CPU, etwa beim Starten eines 3D-Spiels.
  • Durch CPU-Last (samt Turbo-Boost) und das gleichzeitige Nachladen des Akkus befindet sich das Netzteil bereits nahe am Limit der Ausgangsleistung des Netzteils.
  • Für den Bruchteil einer Sekunde tritt – wie beispielsweise beim Starten der 3D-Engine des Spiels – zusätzlich eine Lastspitze auf Seiten der Grafikkarte hinzu.
  • Ist das Netzteil in diesem Szenario nicht ausreichend dimensioniert, schaltet es bestenfalls ab.
  • Verfügt es hingegen über keine gut funktionierende Overcurrent Protection, besteht die Gefahr der Überhitzung und der daraus folgenden Beschädigung der Stromversorgung.
  • Alternativ zur Netzteil-Abschaltung könnte auch die Systemstabilität oder der Ladevorgang des Akkus beeinträchtigt werden oder der Laptop schaltet sich in Folge einer unterbrochenen Stromversorgung selbst ab.

Um derartige Situationen zu vermeiden, erfolgt angesichts der begrenzten Spitzenleistung von USB-C-Netzteilen bei manchen Laptops (je nachdem, welche Komponenten verbaut sind) die Drosselung mindestens einer Komponente im System.

3. Akku als Puffer für Leistungsspitzen ist keine Lösung

Ein Akku als zusätzlicher Puffer für die Stromversorgung bei kurzzeitig auftretenden Leistungsspitzen ist aus mehreren Gründen keine zielführende Lösung und grundsätzlich zu vermeiden:

  • Mikro-Zyklen, also der kurzzeitige Wechsel zwischen Lade- und Entlade-Zuständen, sind bei Lithium-Ionen-Akkus aufgrund der Verringerung der Lebensdauer grundsätzlich zu vermeiden.
  • Bei der Verwendung des Akkus als Puffer würden in Extremfällen derart hohe Leistungsspitzen auftreten, dass diese die maximale Abflussrate des Akkus übersteigen und somit die Systemstabilität beeinträchtigen und (abermals) dessen Lebensdauer verringern können.
4. (Mangelnde) Granularität bei der Reduzierung der Komponenten-Leistungsaufnahme

Die Drosselung der Leistung und Energieaufnahme einer Komponente basiert auf Mechanismen der einzelnen Chiphersteller. NVIDIA-Grafikkarten verwenden dazu die sogenannten „P-States“, die verschiedene Leistungszustände der Grafikkarte bezeichnen. Diese sind allerdings nicht sonderlich differenziert und umfassen fast volle Leistung und eine stark reduzierte Leistung ohne fein abgestimmte Zwischenstufen.

Durch die Programmierung des „Embedded Controllers“ (EC) haben Systemhersteller zudem eine Möglichkeit, die Energieversorgung auf einer Ebene unterhalb der CPU und Grafikkarte zu regeln. Aber auch hier ist der Einfluss begrenzt und erlaubt nur eine rudimentäre Steuerung mit festen Limits je nach Modell – zum Beispiel indem die Stromzufuhr für jede weitere Drosselstufe halbiert wird. Diese Option findet in unterschiedlichem Umfang sowohl für den Akku-Betrieb als auch bei der Stromversorgung mittels eines USB-C-Netzteils Verwendung.

Da Laptops bereits ab Werk über maßgeschneiderte und leistungsseitig angemessen dimensionierte Netzteile verfügen, stellt die Programmierung des Embedded Controllers für zusätzliche Stromversorgungsszenarien mit benutzerdefinierter Umschaltung (etwa über das BIOS oder das Control Center) einen unverhältnismäßig hohen Entwicklungs- und Validierungsaufwand dar – denn dazu wären unterschiedlich leistungsstarke Netzteile und davon abhängig verschiedene Priorisierungen von CPU, GPU und dem Laden des Akkus zu berücksichtigen. Aufgrund der Hardware-nahen Programmiersprache und möglicher Wechselwirkungen geht zudem jede Anpassung mit zusätzlichen, unerwünschten Wechselwirkungen einher, die ohne umfassende Überprüfung jeder Änderung bestenfalls nur die Systemstabilität negativ beeinflussen, im schlimmsten Fall jedoch die Langlebigkeit des Systems beeinträchtigen. Hinzu tritt außerdem, dass der zusätzliche Programmiercode Speicherplatz erfordert, der für die Firmware beziehungsweise in den Mikro-Controllern jedoch nur in begrenztem Umfang zur Verfügung steht.

Letztlich gilt bei der Programmierung von Schaltkreisen zur Energieversorgung das Prinzip „Keep it simple“, um unter allen Umständen Fehler und zunächst verborgene, mittelfristig jedoch möglicherweise kritische Folgen zu vermeiden.

5. Priorisierung der CPU gegenüber der Grafikkarte

Da die CPU für die Reaktionsgeschwindigkeit des Systems die wichtigere Rolle spielt, wird sie im Falle begrenzter Ressourcen zur Stromversorgung gegenüber der Grafikkarte priorisiert. Das erklärt beispielsweise, warum ein mit einem 90 Watt starken USB-C-Netzteil betriebener Laptop die CPU mit bis zu 60 Watt ausreizen kann, die Grafikkarte allerdings auf nur noch 10 Watt einbremst. Da die dedizierte GPU im Falle der meisten Non-Gaming-Szenarien sowieso deaktiviert ist (kein Stromverbrauch), wirkt sich die Limitierung nicht auf die Systemperformance im mobilen Arbeitsalltag aus.

Ist die Grafikkarte hingegen für Gaming oder GPU-Rendering (CUDA, OpenCL) gefragt, sollte die Stromversorgung des Laptops über das Originalnetzteil oder ein gleichwertiges Modell statt über ein USB-C-Netzteil erfolgen – nur so ist die volle Systemleistung abrufbar.

Integrierte Grafikeinheit (iGPU) als Alternative zur dedizierten Grafikkarte (dGPU)

Sowohl bei der Verwendung eines möglicherweise limitierten USB-C-Netzteils als auch im Akkubetrieb gilt: Die iGPU ist deutlich effizienter als die dGPU und bietet genug Performance für moderat anspruchsvolle Spiele und Anwendungen. Durch die tiefe Integration in das CPU-Package sind integrierte Grafikeinheiten zudem so konzipiert, dass sie übermäßige Leistungsspitzen vermeiden – das CPU-Package ist selbständig in der Lage, die benötigte Energie bedarfsgerecht zwischen den CPU – und iGPU-Kernen zu verteilen.

Leider sind Windows 10 und Windows 11 nicht in der Lage, automatisch eine eingeschränkte Stromversorgung des Systems zu erkennen und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Bislang sind Microsofts Betriebssysteme nicht in der Lage, beim Laptop-Betrieb zwischen einem USB-C- und einem herkömmlichen Netzteil zu unterscheiden. So erkennt Windows zwar, wenn das System über den Akku läuft, bietet jedoch keine Möglichkeit, in diesem Fall sämtliche GPU-lastigen Anwendungen automatisch über die iGPU (statt auf der dGPU) auszuführen.

Abhilfe können manuelle Einstellungen schaffen – weitere Informationen dazu haben wir im folgenden FAQ-Beitrag zusammengetragen:

Gleichzeitige Verwendung von Dockingstation, Monitor und Laptop-Netzteil

Viele USB-C- und Thunderbolt-Dockingstations und selbst einige USB-C-Monitore sind in der Lage, den Laptop mit Strom zu versorgen. Auch wenn diese Peripheriegeräte nominal ausreichend dimensioniert sind, unterliegen sie jedoch den gleichen Einschränkungen in Bezug auf die Lastspitzen, welche bereits ausführlich am Beispiel von USB-C-Netzteilen erläutert wurden.

Allerdings lassen sich sowohl Dockingstations als auch Monitore problemlos parallel zum Netzteil des Laptops verwenden: Sobald das Notebook erkennt, dass ein herkömmliches Netzteil angeschlossen ist, schaltet es die Stromversorgung automatisch auf diese Primärquelle um und kann die volle Leistungsfähigkeit der verbauten Komponenten abrufen. Folglich ist die Stromversorgung via USB-C stets optional: Eine über diesen Anschluss angebundene Dockingstation zwingt den Laptop nicht, darüber bevorzugt Energie zu beziehen. Er behält die vollständige Kontrolle darüber, ob und wieviel Energieaufnahme er über USB-C zulässt.

Was passiert, wenn ein USB-C-Netzteil mehr Energie liefern kann als ein Laptop benötigt?

Auch in diesem Fall gilt: Der Laptop steuert, wieviel Energie er über USB-C aufnimmt.

Somit ist es unbedenklich, eine Stromversorgung anzuschließen, welche die maximalen Anforderungen des Notebooks übersteigt – egal, ob es sich dabei um ein Netzteil, eine Dockingstation oder einen Monitor mit USB-C-Kabel handelt. Gleiches gilt übrigens auch für herkömmliche Ladegeräte mit Laptop-spezifischem Stecker.

Erfordert ein Laptop also ein 65-Watt-Netzteil, kann problemlos eine Dockingstation oder sonstige Stromversorgung mit 100 Watt Nominalleistung zum Einsatz kommen, denn er bestimmt selbst, wieviel Energie er maximal aufnimmt.

Ausnahmen: Das bereits zuvor verlinkte Extrembeispiel aus dem Jahr 2016 zeigt, dass es in der Vergangenheit durchaus USB-C-Ladeperipherie einschließlich der dazugehörigen Kabel gab, die den Power-Delivery-Standard nicht korrekt umgesetzt und deshalb zuviel Energie in den Laptop „geschickt“ hatten – ein Malheur, das zumindest theoretisch auch heute noch für Ungemach sorgen könnte. In der Alltagspraxis sind derartige Probleme aber höchst unwahrscheinlich und schon lange nicht mehr aufgetreten. Denn auch die Hersteller von Ladeperipherie haben derweil gelernt, den Power Delivery sauber und entsprechend den Anforderungen des Standards zu implementieren. Trotzdem empfehlen wir vor dem Kauf eines entsprechenden Ladegeräts, einen Blick in das Datenblatt des Herstellers zu werfen und nach unabhängigen Tests des jeweiligen Modells zu suchen.

Unterdimensionierte USB-C-Kabel bilden einen Flaschenhals

USB-C-Ladegeräte, welche ohne eigenes Kabel daherkommen, bergen das Risiko, dass der Endanwender ein ungeeignetes Kabel aus dritter Quelle erwirbt oder ein bereits vorhandenes Kabel verwendet, welches die gebotene Leistung des Ladegerätes nicht vollständig durchreichen kann.

Die Mindestspezifikation von USB-C-Kabeln für Power Delivery liegt bei einer Durchlässigkeit von 3 Ampere. Diese Spezifikation wird von den meisten UBS-C-Kabel erfüllt.

Bei einer Spannung von 20 Volt erreicht man mit 3 Ampere aber lediglich 60 Watt. Dies ist den meisten Laptops als Obergrenze nicht genug – die Geräte verweigern dann entweder die Zusammenarbeit mit dem USB-C-Netzteil oder sie schalten in einen besonders stromsparenden, gedrosselten Modus und konzentrieren sich lediglich auf das Laden des Akkus.

Für einen Betrieb von bis zu 100 Watt braucht man mindestens ein USB-C-Kabel, welches auf 5 Ampere ausgelegt ist.Solche Kabel werden in der Regel mit dem „5A“-Zusatz beworben. Beispiel:

Noch besser geeignet sind Kabel mit „USB-IF“-Zertifizierung und dem sog. „E-Marker“ bzw. „E-Mark“. Einen Hintergrundartikel dazu gibt es hier:

USB-C-Kabel mit „E-Marker“ findet man z.Bsp. hier:

USB-C-Netzteile mit fest verbautem Kabel

Eine zuverlässige Option ist der Kauf von USB-C-Netzteilen mit fest verbautem Kabel. Dadurch ist sichergestellt, dass das Kabel wirklich für die Stromübertragung zum Laptop geeignet ist und mit dem Netzteil korrekt zusammenarbeitet.

Typische USB-C- und Thunderbolt-Kabel verwenden unterschiedliche Adernpaare für Daten und Strom. Anders sieht es im Falle von fest am Netzteil verbauten Kabeln aus, die ausschließlich Leitungen zur Stromübertragung integrieren und somit vom Aufbau her speziell für diesen Einsatzzweck optimiert sind. Das schlägt sich unter anderem in einer höheren Übertragungseffizienz und auch Kabellänge nieder. Nicht zu vernachlässigen ist auch der Effekt der Validierung: Bei einem Netzteil mit fest verbautem Kabel sind beide Komponenten für einen reibungslosen Betrieb getestet – diese Sicherheit besteht beim separaten Erwerb eines Netzteils und Kabels von unterschiedlichen Herstellern nicht, selbst wenn diese Hersteller alle vorgeben, denselben Standards (PD, 5A, E-Marker) Folge leisten.

A few USB-C chargers with built-in cable are listed here:

Hinweis: Diese Auflistung stellt ausdrückliche keine Garantie dafür dar, dass jedes genannte Netzteil perfekt mit sämtlichen Laptops von XMG und SCHENKER zusammenarbeitet. Siehe Empfehlungen im nächsten Abschnitt.

Empfohlene USB-C-Netzteile für Laptops von XMG und SCHENKER

An dieser Stelle sei noch einmal auf unsere Empfehlungs-Tabelle hingewiesen:

Diese Tabelle wurde bereits weiter oben im Artikel erwähnt. Die Liste befindet sich in stetigem Ausbau und basiert u.a. auch auf Community-Feedback. In den folgenden Foren-Threads könnt ihr uns schreiben, ob ihr mit bestimmten Laptop-/Netzteil-Kombinationen positive oder negative Erfahrungen gemacht habt:

Wir freuen uns über zahlreiche Rückmeldungen in diesen Threads.

Zusammenfassung

Der vorliegende Artikel zeichnet ein umfassendes Bild darüber,

  • weshalb USB-C-Netzteile nicht unbedingt gleichwertig mit herkömmlichen Netzteilen sind,
  • wieso Systemstabilität, Sicherheit und die Langlebigkeit des Akkus sehr wichtig sind,
  • wieso bei begrenzter Stromzufuhr der CPU-Leistung eine höhere Priorität eingeräumt wird als der GPU-Leistung,
  • und welche Handlungsalternativen sich daraus ergeben.

Wir bitten um Verständnis dafür, dass das in Verbindung mit USB-C transportierte Marketing-Versprechen „one port to rule them all“ im Zusammenhang mit Hochleistungskomponenten auf gewisse technische Grenzen stoßen kann. Unabhängig von diesen Erwägungen streben wir stets an, ein unter den gegebenen Voraussetzungen größtmögliches Maß an Systemleistung zur Verfügung zu stellen, egal welche Energieversorgung anliegt.

Euer Feedback

Wir bedanken uns abschließend für eure Geduld bei der Lektüre dieses Artikels. Bei weiteren Fragen zum Inhalt stehen wir über unsere Kontaktmöglichkeiten, über die Community und in den oben genannten Sammelthreads zur Verfügung. Wir freuen uns auf euer Feedback!

Grundsätzlich sind alle XMG-Laptops mit Hardware-Virtualisierung kompatibel.

  • XMG-Laptops mit Intel-CPU unterstützen VT-x und VT-d.
  • XMG-Laptops mit AMD-CPU unterstützen AMD-V und AMD-Vi.

Die Hardware-Virtualisierungsfunktionen sind bereits ab Werk im BIOS aktiviert und stehen somit dem Betriebssystem zur Verfügung. Bei Bedarf (z.Bsp. für Debugging/Troubleshooting) lassen sie sich im BIOS auch wieder deaktivieren.

Leider sind sowohl das XMG DJ 15 als auch das XMG PRO 15 Audio ausverkauft. Normalerweise wäre ein Platzhaltertext wie dieser hier nicht nötig und wir hätten längst Nachfolger im Angebot – dass er an dieser Stelle dennoch auftaucht, liegt an Umständen, die wir nicht direkt beeinflussen können.

Modern Standby, der neue Standard für Laptop-Energieverwaltung, und die damit verbundenen Änderungen machen es aktuell unmöglich, einen Laptop auf den Markt zu bringen, der sich guten Gewissens als „audio-optimiert“ bezeichnen lässt. Dies betrifft nicht nur uns, sondern auch jeden anderen Hersteller. Der Grund hierfür ist explizit nicht Windows 11 als Betriebssystem auf den neuen Geräten, sondern grundsätzliche Änderungen auf der Hardware-Ebene.

Aktuell ist nicht absehbar, wann wir für den professionellen Audiobereich optimierte Modern-Standby-Laptops anbieten können.

Wir benutzen diese Bezeichnung, wenn wir für ein System zwar noch eine Vorinstallation von Windows 10 anbieten können, aber hierfür keine offizielle Unterstützung der damit verbundenen Chip-Lieferanten und Technologie-Partner mehr erhalten. In solchen Fällen beschränkt sich die offizielle Unterstützung der Lieferanten und Partner auf Windows 11. Aktuelle Beispiele:
Modell Einschränkungen unter Windows 10
XMG NEO (M22) XMG CORE (M22) mit AMD Ryzen 6000 AMD bietet laut unseren Informationen keinen offiziellen Windows 10-Support mehr für AMD Ryzen 6000 Mobil-CPUs. Dennoch lassen sich AMDs aktuelle Chipsatz-Treiber bisher einwandfrei installieren. Es kann nicht garantiert werden, dass dies auch für zukünftige Treiber-Updates noch gelten wird. Die App „Sound Blaster Cinema 6 Plus“ wird ebenfalls unter Windows 10 nicht mehr unterstützt. Die Audio-Treiber des Laptops funktionieren dennoch einwandfrei. Die Lautsprecher des Gerätes haben auch ohne diese App einen guten Klang und eine hohe Maximal-Lautstärke. Es ist prinzipiell nicht auszuschließen, dass auch weitere Chip-Anbieter, deren Treiber in diesem Modell verwendet werden, ihren Support für Windows 10 in naher oder ferner Zukunft einstellen. Unabhängig von diesen Einschränkungen besteht zum aktuellen Zeitpunkt noch die Möglichkeit für eine stabilen und sicheren Betrieb von Windows 10 auf diesem Gerät.
Letztes Update: 29. September 2022 In solchen Fällen gelten folgende Maßgaben:
  • Wir halten das aktuelle Support-Niveau für ausreichend, um einen sicheren und stabilen Betrieb von Windows 10 zum Zeitpunkt der Auslieferung zu gewährleisten.
  • Wir überlassen Kunden die Wahl, ob sie die zum Zeitpunkt der Auslieferung unter Windows 10 bestehenden, geringfügigen Einschränkungen in Kauf nehmen möchten. (Kunden, welche aus etwaigen Gründen noch Windows 10 gegenüber Windows 11 bevorzugen, werden das selbstständig entscheiden können.)
  • Wir können nicht garantieren, dass zukünftige Software-, Treiber- oder Windows-Updates noch mit dem Gerät kompatibel sein werden.
  • Für den Fall, dass ein Betrieb von Windows 10 mit zukünftigen Software-, Treiber- oder Windows-Updates nicht mehr empfohlen werden kann, können Kunden selbstständig oder mit unserer Hilfe ein kostenfreies Upgrade auf Windows 11 durchführen – unter Beibehaltung des bestehenden Lizenzschlüssels. Eine Anleitung für eine saubere Neuinstallation von Windows 10 bzw. Windows 11 befindet sich hier: Saubere Windows-Neuinstallation
  • Die Gefahr eines Hardware-Garantieverlustes durch Betrieb von Windows 10 besteht nicht.
  • Sollte sich im Rahmen einer Garantie-Reklamation herausstellen, dass ein reklamiertes Problem nur unter Windows 10, nicht jedoch unter Windows 11 auftritt, so wird im Rahmen der Garantieerfüllung ein Upgrade auf bzw. eine Neuinstallation von Windows 11 angeboten.
Wir bitten um Verständnis dafür, dass der Support von Chip-Lieferanten und Technologie-Partnern für Windows 10 sukzessive ausläuft. Anstatt den Betrieb von Windows 10 kategorisch abzulehnen, streben wir an, mit dieser sachbezogenen und transparenten Kommunikation einen pragmatischen Mittelweg zwischen Support und Nicht-Support zu gehen. Windows 10 erhält noch Sicherheits-Updates bis 14. Oktober 2025 (Quelle). Anschließend kann ein Betrieb von Windows 10 nicht mehr empfohlen werden. Spätestens ab Oktober 2025 wird ein Upgrade auf bzw. eine Neuinstallation von Windows 11 empfohlen.

Wir bitten um Verständnis dafür, dass der Support von Chip-Lieferanten und Technologie-Partnern für Windows 10 sukzessive ausläuft. Für manche, aktuellen Modelle bieten wir nur noch eingeschränkten Support. Informationen hierzu befinden sich im vorhergehenden FAQ-Artikel:

Die folgenden Modellgenerationen erhalten von uns allerdings gar keinen Windows 10-Support mehr:

  • XMG FOCUS (M22)
  • XMG NEO (E22)
  • XMG PRO (E22)
  • SCHENKER VISION (E22)
  • SCHENKER WORK (E22)

Diese Liste umfasst sämtliche Modelle mit der zwölften Generation von Intel Core. In unserem aktuellen Portfolio umfasst dies die folgenden CPUs:

  • Intel Core i5-1240P
  • Intel Core i7-1260P
  • Intel Core i7-12700H
  • Intel Core i9-12900H
E- und P-Cores in Intel Core 12th Gen

Die zwölfte Intel Core-Generation unterscheidet sich von früheren Generationen darin, dass sie nun erstmals zwei unterschiedliche Arten von CPU-Kernen hat:

  • Performance-Cores (P-Cores): getrimmt auf hohe Leistung
  • Efficiency-Core (E-Cores): getrimmt auf hohe Effizienz, also niedrigen Energieverbauch

Dieser Verbund aus unterschiedlichen CPU-Kernen wird auch „Big.LITTLE“-Konzept genannt. Dieses Hybrid-Design wurde erstmalig von ARM im Jahre 2012 vorgestellt. Inzwischen wird dieses Prinzip auch von Apple und seit 2021 erstmals auch von Intel angewendet.

Hybrid-Design muss vom Betriebssystem unterstützt werden

Das Zusammenspiel dieser CPU-Kerne wird durch den neuen „Intel Thread Director“ gewährleistet: dieser verteilt die Rechenaufgaben (also die laufenden Programme und Prozesse) zwischen E- und P-Cores so, dass weniger dringliche Hintergrundaufgaben auf den E-Cores und rechenintensive Aufgaben auf den P-Cores ausgeführt werden. Ein Hintergrundartikel dazu befindet sich hier:

Der „Intel Thread Director“ erfordert das Zusammenspiel von Hardware und Betriebssystem.

  • Die Technik wird seitens Microsoft erst ab Windows 11 unterstützt. Ein nachträglicher Support unter Windows 10 ist nach unserem Kenntnisstand nicht in Planung.
  • Unter Linux wird grundlegender Support seit Linux-Kernel 5.18 zur Verfügung gestellt. Siehe auch: Welche XMG-Laptops sind Linux-kompatibel?
Was passiert, wenn ich Windows 10 verwende?

Verwendet man diese Hybrid-CPU-Modelle mit Windows 10, dann verzichtet man auf die intelligente Lastverteilung zwischen den unterschiedlichen CPU-Kernen. Aufgaben werden den Kernen dann relativ willkürlich zugeordnet, da Windows 10 nicht zwischen E- und P-Cores unterscheiden kann. Dies wirkt sich zwangsläufig negativ auf Akku-Laufzeit und Performance aus:

  • Negative Performance-Auswirkung: dann, wenn Single-Thread-lastige Aufgaben willkürlich einem E-Core zugewiesen werden. Die E-Cores bieten weniger Performance als die P-Cores.
  • Negative Auswirkung auf Akkulaufzeit: dann, wenn weniger dringliche Hintergrundaufgaben willkürlich auf P-Cores laufen. Diese haben bei ähnlicher Last einen etwas höheren Energieverbauch, wodurch sich die Akkulaufzeit mess- und spürbar reduziert.

Single-Thread-lastige Aufgaben umfassen sowohl Gaming, als auch viele Vorgänge im Content Creation Bereich. Zwar mag viel Software heutzutage auf die gleichzeitige Auslastung mehrerer Kerne optimiert sein. Aber dennoch gibt es meistens einen Thread, welcher eine besonders hohe Auslastung dazu (der Haupt-Thread). Wird dieser dann willkürlich einem E-Core zugewiesen, entsteht ein Flaschenhals, welcher sich auch negativ auf die Performance der anderen, damit zusammenhängenden Threads auswirken kann.

Anwendungsfälle, welche sich wirklich gleichmäßig auf alle Kerne/Threads verteilen, umfassen beispielsweise Software-Video-Encoding (H.264, HEVC etc.) und CPU-basiertes Rendering (Blender, Cinebench etc.). In diesen Sonderfällen hat die willkürliche Verteilung zwischen E- und P-Cores keine negative Auswirkung. Aber in allen anderen Vorgängen, welche eher Single-Thread-lastig sind, ist der Performance-Verlust durch Windows 10 recht eindeutig.

Kann ich die E-Cores irgendwie umgehen?

Bei manchen Modellen besteht die Möglichkeit, die E-Cores per BIOS-Setup zu deaktivieren. Dadurch kann man zwar negative Performance-Auswirkung bei Single-Thread-lastigen Anwendungen verhindern, aber gleichzeitig würde man auf eine große Menge an Multi-Core-Performance verzichten, da mit deaktivieren E-Cores insgesamt weniger Kerne zur Verfügung stehen. Die negative Auswirkung auf die Akkulaufzeit vergrößert sich hierbei sogar noch, weil dann wirklich alle Aufgaben auf den P-Cores ausgeführt werden.

Im Desktop-Bereich ist es so, dass es innerhalb der 12ten Generation Intel Core auch solche Desktop-CPUs gibt, welche ausschließlich P-Cores verbaut haben. Im Mobil-Segment ist das aber nicht der Fall: alle Mobilprozessoren der 12ten Generation bilden einen Verbund aus E- und P-Cores und benötigen daher den „Intel Thread Director“ in Windows 11.

Handlungsempfehlung

Aufgrund der unabänderlichen technischen Umstände führen wir intern keine Tests von Windows 10 auf den betroffenen Systemen durch. Wir können daher nicht sagen, ob es ggf. noch weitere Treiber gibt (z.Bsp. Audio oder sonstige Peripherie), welche unter Windows 10 nicht richtig laufen.

Dazu kommt, dass Intel für die 12te Generation Intel Core keinen offiziellen Chipsatz-Support für Windows 10 bietet. Aktuelle Chipsatz-Treiber lassen sich zwar noch installieren. Aber es ist nicht auszuschließen, dass der Support irgendwann gänzlich eingestellt wird.

Wir empfehlen daher den Betrieb von Windows 11 auf Laptops mit Intel Core 12th Gen.

Darf ich trotzdem selber Windows 10 installieren?

Für Kunden, welche manuell eine Installation von Windows 10 auf diesen Modellen durchführen möchten, geben wir folgende Hinweise:

  • Kunden können die Windows 11-Treiber aus unserem Download-Portal für das jeweilige Gerät unter Windows 10 probieren. Die meisten Treiber werden sich problemlos installieren lassen. Wir geben allerdings keine Garantie darauf, dass sich alle Treiber installieren lassen.
  • Wir können nicht garantieren, dass zukünftige Software-, Treiber- oder Windows-Updates noch mit dem Gerät kompatibel sein werden.
  • Für den Fall, dass ein Betrieb von Windows 10 mit aktuellen oder zukünftigen Software-, Treiber- oder Windows-Updates sich nicht zufriedenstellend einrichten lässt, empfehlen wir ein Upgrade oder eine saubere Neuinstallation von Windows 11. Eine entsprechende Anleitung befindet sich hier: Saubere Windows-Neuinstallation
  • Die Gefahr eines Hardware-Garantieverlustes durch den Betrieb von Windows 10 besteht nicht.
  • Sollte sich im Rahmen einer Garantie-Reklamation herausstellen, dass ein reklamiertes Problem nur unter Windows 10, nicht jedoch unter Windows 11 auftritt, so wird im Rahmen der Garantieerfüllung ein Upgrade auf bzw. eine Neuinstallation von Windows 11 angeboten.

Wir bieten für XMG keinen direkten Linux-Support. Wir empfehlen Linux-Nutzern einen Blick auf unser Schwester-Unternehmen TUXEDO Computers.

TUXEDO verwendet oftmals dieselbe Hardware-Basis wie XMG, aber ergänzt teils selbst programmierte Treiber, Firmware und Tools für vollständigen Linux-Support. TUXEDO-Modelle kosten deshalb in der Regel ein bisschen mehr – aber für Linux-Nutzer lohnt sich der Aufpreis.

XMG-Laptops lassen sich nicht nachträglich mit TUXEDO-Support nachrüsten.

Sollte beim Preisvergleich eine extrem hohe Differenz zwischen zwei äquivalenten XMG- und TUXEDO-Modellen vorliegen, empfehlen wir eine Kontakt-Aufnahme mit dem Support von TUXEDO.

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