FAQ

Sortiment & Technische Daten

XMG-Laptops sind in verschiedene Serien unterteilt. Allen Serien ist gemeinsam, dass sie über eine dedizierte Grafikkarte und ein leistungsfähiges Kühlsystem verfügen. Somit sind alle XMG-Serien grundsätzlich sowohl für Gaming als auch für professionelle Anwendungen im Dauereinsatz geeignet. Dennoch gibt es zwischen den Serien erhebliche Unterschiede hinsichtlich potenzieller Rechenleistung, den Display-Eigenschaften, Gewicht, Anschlussverteilung und so weiter.

Technische Übersicht des Sortiments

Für eine vollständige Übersicht der technischen Merkmale bieten wir diese Vergleichstabellen an:

Man findet darin eine große Übersichtstabelle und in weiteren Tabs (zu finden am oberen Bildschirmrand) weitere Details zu den Ablegern der einzelnen Serien. Diese Übersicht konzentriert sich auf die wichtigsten Gemeinsamkeiten und Unterschiede – für weitere Informationen gibt es am unteren Ende der jeweiligen Tabellen Links zu Support-Threads und den vollständigen Datenblättern im Shop.

Persönliche Beratung

Zusätzlich zu diesen Ressourcen bieten wir natürlich auch eine individuelle Beratung per E-Mail, Telefon-Hotline oder in unseren Community-Foren an. Für eine schriftliche Anfrage benötigen wir idealerweise Angaben zum Einsatzzweck, Budget, Präferenzen hinsichtlich Bildschirmgröße/Portabilität und sonstige Sonderwünsche (Thunderbolt, maximale SSD/RAM-Kapazität usw.).

Die höchste Grafikleistung gibt es derzeit in Form der NVIDIA GeForce RTX 3080 Ti in der XMG NEO-Serie, dicht gefolgt von den Serien XMG PRO und XMG ULTRA.

Kompatibilitätsmatrix

Eine vollständige Übersicht, welche XMG-Laptops mit welchen VR-Headsets kompatibel sind (sowohl hinsichtlich Anschlüssen als auch GPU-Leistung), befindet sich hier:

Diese Tabelle wird stets aktuell gehalten und kann direkt zur Kaufentscheidung herangezogen werden. Die folgenden Abschnitte erläutern zusätzliche Hintergründe, warum manche Laptop-Modelle kompatibel sind, und manche nicht.

Top-Modelle (Stand September 2022)

Im Sommer 2022 ist die VR-Flaggschiff-Standarte unter den XMG-Laptops auf die XMG PRO-Serie (E22) übergegangen, welches mit Intel Core 12th Gen und RTX 3080 Ti ausgestattet ist und nach wie vor einen dedizierten Mini DisplayPort enthält, welcher mit der dedizierten Grafikkarte verbunden ist. Zusätzlich zum Mini DisplayPort steht ein zweiter USB-C-Port mit DisplayPort zur Verfügung, welcher ebenfalls an die dedizierte Grafik angebunden ist. XMG PRO (E22) wird somit drei unterschiedliche DisplayPort-Anschlüsse gleichzeitig anbieten: 2x von der dGPU, einmal (über Thunderbolt 4) von der iGPU.

Eine weitere Empfehlung bildet die XMG NEO-Serie ab der M22-Generation, welche mit RTX 3080 Ti und Unterstützung für XMG OASIS sogar eine noch höhere GPU-Performance bietet. Da XMG NEO (M22) allerdings nur DisplayPort über USB-C bietet, ist es ein wenig Geschmacksache, ob man sich eher für XMG NEO oder XMG PRO entscheidet.

Segmentierung

VR-Headsets lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen:

  • Kabellose Headsets, welche sich über Funk mit dem PC verbinden lassen
  • Kabelgebundene Headsets mit HDMI- oder DisplayPort-Kabel
Kabellose Headsets

Als Beispiel für kabellose Headsets können wir die Oculus Quest 2 nennen, welche sich via Air Link über einen WLAN-Router im 5GHz-Spektrum mit einem PC bzw. Laptop verbinden lässt. Wir können bestätigen: diese Verbindung funktioniert mit allen XMG-Laptops – und zwar unabhängig davon, ob diese eine Hybrid-Grafiklösung verwenden, oder nicht.

Der HTC Vive Wireless Adapter funktioniert hingegen nicht an Laptops, da er eine freie PCI-Schnittstelle eines Desktop-PCs benötigt. Eine externe Anbindung von PCI-Express über Thunderbolt ist bei dieser Lösung (vermutlich aus Latenzgründen) nicht möglich.

Kabelgebundene Headsets

Kabelgebundene Headsets benötigen HDMI- bzw. DisplayPort-Ausgänge welche direkt mit der dedizierten Grafikkarte verbunden sind. Hierzu zählen wir auch Adapter-Lösungen wie TPCAST, welche ein HDMI- oder DisplayPort-Signal nehmen und über Funk weiterleiten.

Solche Headsets sind kompatibel mit allen XMG-Laptops mit vier Ausnahmen. Zunächst:

Bei diesen drei Modellen sind die HDMI/DisplayPort-Ausgänge mit der Intel-Grafikeinheit verbunden, welche wiederum via NVIDIA Optimus (MSHybrid) mit der dedizierten Grafik verbunden ist.

Bei diesem Modell ist zwar HDMI an die dedizierte Grafikkarte angebunden, aber der DisplayPort über USB-C (Thunderbolt 4) kommt von der integrierten Grafik, läuft also ebenfalls über NVIDIA Optimus.

Diese Hybrid-Grafiktechnik funktioniert zwar reibungslos für Gaming auf externen Monitoren und allen möglichen professionellen Anwendungen. Aber sie funktioniert nicht mit VR-Headsets, da VR-Headsets sich gegenüber dem Betriebssystem nicht einfach als Monitore zu erkennen geben, sondern eine engere, direkte Anbindung an die dedizierte Grafikkarte verlangen.

Andere XMG-Serien, nämlich XMG CORE 15 und CORE 17, FUSION 15, APEX, PRO und ULTRA, sind von dieser Einschränkung nicht betroffen, sondern binden sowohl HDMI als auch DisplayPort direkt an die Grafikkarte an.

Für die XMG NEO-Serie gilt:

  • Modelle bis einschließlich 2021 (Ryzen 5000 und Intel Core 11th Gen): HDMI und DisplayPort an dedizierter Grafik.
  • XMG NEO 15 E22 (Early 2022, mit Intel Core 12th Gen): DisplayPort an integrierter Grafik (Ausnahme).
  • XMG NEO 15 M22 und NEO 17 M22 (Mid 2022, mit AMD Ryzen 6000): wieder HDMI und DisplayPort an dedizierter Grafik.

Hintergrundinformationen, warum genau die Layout-Änderung bezüglich DisplayPort im XMG NEO 15 (E22) notwendig gewesen ist, befinden sich in diesem Artikel: Erweiterte Infos zum XMG NEO 15 (E22) mit Intel Core i7-12700H und GeForce RTX 3080 Ti

DisplayPort über USB-C vs. dedizierter Mini DisplayPort

Abgesehen von den zuvor genannten Erwägungen gibt es auch zwischen den für kabelverbundene Virtual Reality geeigneten Serien einen wesentlichen Unterschied:

  • XMG CORE, NEO (bis einschließlich 2021) und FUSION 15 geben DisplayPort nur über USB-C bzw. Thunderbolt aus
  • XMG APEX, PRO und ULTRA haben neben dem USB-C-Port noch einen klassischen Mini DisplayPort-Ausgang

Für VR-Headsets der ersten Generation (wie etwa die erste HTC Vive) ist das egal, denn diese Headsets nutzten noch HDMI für den Anschluss an den PC. Neuere Headsets (wie etwa die HP Reverb G2) nutzen hingegen den etwas leistungsfähigeren DisplayPort-Standard. Es gibt passive Adapter, welche das DisplayPort-Signal aus USB-C verlustfrei an die DisplayPort-Stecker des VR-Headsets weiterleiten können. Der laut unserer Recherche leistungsfähigste Adapter dieser Art ist hier verlinkt. Mit diesem Adapter haben wir und unsere Kunden bis jetzt noch fast jedes VR-Headset an XMG CORE, NEO (außer Generation E22) und FUSION zum Laufen gebracht.

Fast jedes?

Eine bekannte Ausnahme ist die HP Reverb G1 (Vorgänger der G2). Dieses VR-Headset von 2019 scheint mit USB-C/DisplayPort-Adaptern nicht zu funktionieren, da es eine 3.3V-Stromquelle über DisplayPort benötigt. Dieses recht veraltete 3.3V-Signal (Pin 20 auf DisplayPort) ist bei USB-C nicht implementiert. USB-C kann maximal 5V ausgeben – damit kommt die G1 aber nicht zurecht.

Praktisch alle anderen, uns bekannten, kabelgebundenen VR-Headsets beziehen ihren Strom aus einem eigenen Netzteil oder aus einer 5V-Quelle über ein zweites USB-C oder USB-A-Kabel. Die Reverb G1 wollte damals (2019) aber einen Sonderweg gehen und ist damit nach aktuellem Kenntnisstand nicht mit XMG CORE, NEO und FUSION kompatibel. Es ist relativ unwahrscheinlich, dass zukünftige Headsets noch einmal diesen 3.3V-Sonderweg gehen werden – schließlich ist der Betrieb von VR-Headsets an Gaming Laptops heutzutage keine Seltenheit mehr und wird deshalb auch im Design neuer Headsets berücksichtigt. Dennoch ist dies ein gutes Beispiel dafür, dass es durchaus noch gute Gründe gibt, sich für einen VR-Laptop einen dedizierten Mini-DisplayPort zu wünschen – sicher ist sicher.

Mini-DisplayPort lebt!

Auch wenn dein gewünschtes VR-Headset sich problemlos auf USB-C/DP adaptieren lässt, lohnt sich eine Blick auf XMG APEX, PRO und ULTRA. Deren Mini DisplayPort-Anschluss ist mindestens genau so leistungsfähig wie der USB-C- bzw. Thunderbolt-Anschluss in den anderen drei Serien, aber man spart sich eben einen weiteren Adapter und damit eine potenzielle Störquelle für zukünftige Headsets oder sonstige Grenzfälle.

Einen Adapter von Full Size DisplayPort auf Mini DisplayPort braucht man dann zwar trotzdem, aber der liegt derzeit fast jedem VR-Headset schon ab Werk bei, und diese Adaptierung ist auch deutlich weniger komplex als USB-C. Mini-DP und Full Size DP sind quasi pin-to-pin-kompatibel, während USB-C durch eine ganze Reihe an sprichwörtlichen Reifen springen muss, bevor es im Headset ankommt.

G-SYNC vs. Adaptive Sync

Externe Bildschirme, welche G-SYNC oder AMD FreeSync über DisplayPort unterstützen, kann man grob in zwei Kategorien einteilen:

  • A) Solche, die ein proprietäres G-SYNC-Modul verwenden (eingeführt in 2013)
  • B) Solche, die sich an den von VESA definierten „Adaptive Sync“-Standard halten (vorgestellt in 2014)

Letztere Gruppe beinhalten Monitore, welche mit „FreeSync“, „G-SYNC Compatible“ oder „Adaptive Sync“ beworben werden. Das G-SYNC-Modul in neueren, mit „G-SYNC ULTIMATE“ beworbenen, Monitoren unterstützt inzwischen ebenfalls den VESA-Standard (siehe Diskussion hier).

Ganz grob kann man sagen: Monitore, welche Adaptive Sync mit AMD-Grafikkarten unterstützen, haben den VESA-Standard implementiert.

Produktübersicht

Eine gut sortierte Übersicht findet man hier:

Monitore, welche in NVIDIAs Liste mit „G-SYNC“ (nicht G-SYNC Ultimate, nicht G-SYNC Compatible) gekennzeichnet sind, verwenden das ältere, proprietäre G-SYNC-Modul und benötigen einen Laptop, welcher das DisplayPort-Signal direkt an eine NVIDIA-Grafikkarte angebunden hat. Dies gilt für alle XMG-Laptops außer XMG CORE 14, XMG FOCUS 15 und XMG FOCUS 17.

Für die XMG NEO-Serie gilt:

  • Modelle bis einschließlich 2021 (Ryzen 5000 und Intel Core 11th Gen): HDMI und DisplayPort an dedizierter Grafik
  • Neues Modell ab Anfang 2022 (Intel Core 12th Gen): DisplayPort an integrierter Grafik

Hintergründe zur Layout-Änderung der XMG NEO-Serie in 2022 stehen in diesem Artikel: Technischer Deep-Dive mit allen Details zum XMG NEO 15

Mit anderen Worten: die folgenden Modelle sind uneingeschränkt mit G-SYNC- und FreeSync-Monitoren kompatibel:

Adaptive Sync und FreeSync

Monitore, welche den VESA-Standard implementieren (welche also nicht das proprietäre, ältere G-SYNC-Modul verwenden), bevorzugen zwar ebenfalls eine Anbindung über die NVIDIA-Grafikkarte, aber lassen sich via NVIDIA Optimus (MSHybrid) auch mit einem DisplayPort-Signal aus der Intel-GPU mit Adaptive Sync betreiben – allerdings nur mit Intel GPUs ab der 11ten Generation Intel Core. Mit der iGPU von AMD in AMD Ryzen-Prozessor funktionieren sie ebenfalls.

Somit gilt für das via iGPU angebundene DisplayPort-Signal in XMG CORE 14, FOCUS 15, FOCUS 17 und XMG NEO 15 (ab Early 2022): Adaptive Sync wird unterstützt an solchen Monitoren, welche den VESA-Standard implementiert haben (siehe Kategorie B). Allerdings scheint es bei der Intel GPU ein paar Einschränkungen hinsichtlich der unterstützten Game-Engines zu geben. Weitere Details hierzu haben wir in diesem Artikel beleuchtet:

In dem Artikel wurde XMG NEO als Beispiel genannt, weil dort zunächst das interne Display des Laptops (welches an die Intel GPU angebunden ist) behandelt wurde. Die Erkenntnisse gelten im selben Maße auch für externe Monitore an XMG CORE 14 und der XMG FOCUS-Serie, da diese ebenfalls an die Intel GPU (11th Gen) angebunden sind.

Abschaltung von NVIDIA Optimus

Die Deaktivierung von NVIDIA Optimus bedeutet, dass der Laptop im Leerlauf mehr Energie benötigt, da sich die dedizierte Grafikkarte nicht mehr abschalten kann. Vorteil hingegen sind leicht erhöhte FPS-Werte im Gaming, insbesondere bei niedrigen Auflösungen (1080p) und reduzierten Qualitäts-Einstellungen. Dieses Review von Anfang 2020 (Jarrod’s Tech auf Youtube) gibt dafür ein paar Beispiele.

Ob sich NVIDIA Optimus deaktiveren lässt, geht aus dem Datenblatt des jeweiligen Laptops hervor. Dort steht dann beispielsweise im Grafikkarten-Bereich ein folgender Vermerk:

  • „Anbindung Display: direkt oder per NVIDIA Optimus (MUX-Switch)“

Eine entsprechende übersicht befindet sich auch hier: XMG & SCHENKER | Portfolio Overview and Feature Comparison

Umgehung von NVIDIA Optimus mittels externen Bildschirms

Mit externen Monitoren lässt sich NVIDIA Optimus umgehen, wenn die externen Anschlüsse (HDMI und DisplayPort, inkl. USB-C und Thunderbolt) im Laptops direkt an die dedizierte Grafikkarte angebunden sind. Diese Information geht ebenfalls aus dem Datenblatt des jeweiligen Laptops und der o.g. Produktübersicht hervor.

Übersichtstabelle mit empfohlenen Docking Stations für verschiedene XMG- und SCHENKER-Laptop-Modelle

Die folgende Tabelle bietet eine umfassende Liste darüber, welche Docking Stations mit welchem Laptop unterstützt und empfohlen werden:

Im linken Teil der Tabelle werden zunächst alle aktuellen Laptop-Modelle von XMG und SCHENKER aufgelistet. Im mittleren Teil wird dargestellt, welche USB-C-Features die Laptops jeweils unterstützen. So wird zum Beispiel angegeben, ob ein Laptop nur einen oder zwei DisplayPort-Streams über USB-C anbietet. Im rechten Teil befindet sich dann eine lange Liste an möglichen Docking Stations. Diese sind nach ihren Plattform-Eigenschaften gruppiert und sortiert. Am oberen Rand der tabelle befindet sich für jedes Dock ein Link zum Shop, hinter welchem man das vollständige Datenblatt der Docks studieren kann.

Die Entscheidung, welche Docking Station wir für welchen Laptop empfehlen, leitet sich aus den Fähigkeiten des Laptops und den Hardware-Anforderungen der Docking Station ab. Kombinationen, welche mit einem einzelnen Häckchen gekennzeichnet sind, werden rein aufgrund ihrer technischen Daten empfohlen. Kombinationen mit einem doppelten Häckchen wurden von uns oder einem Community-Mitglied auch tatsächlich in dieser Kombination getestet, was die Empfehlung noch einmal verstärkt.

Die Liste befindet sich in stetigem Ausbau. Das Datum des letzten Updates befindet sich ganz links unten, nach den Fußnoten und FAQ-Verweisen.

Die Tabelle strebt nicht an, eine Generalübersicht über die Anschlussverteilung und sonstige Features unterschiedlicher Docks zu sein. Die Tabelle konzentriert sich stattdessen auf die „Plattform“ der jeweiligen Docking Station – also darauf, welche Systemvorrausetzungen das Dock mit sich bringt und wie es die eingehenden Bildschirm-Signale weiterverarbeitet. Dies ist relevant, um zu entscheiden, welcher Laptop mit welcher Dockingstation kompatibel ist und empfohlen wird.

Die Tabelle soll also lediglich eine grobe Filterfunktion darstellen, um die am Markt erhältlichen Docking Stations auf eine handvoll empfohlene Kombinationen einzugrenzen. Der Betrachter wird angehalten, sich anschließend selbst die Datenblätter und Preise der übrig gebliebenen Docking Stations anzuschauen, bevor er eine finale Entscheidung zu treffen.

Für Laptops mit AMD Ryzen CPU und USB-C 3.2, welche im Gegensatz zu Intel Core mit Thunderbolt nur ein einziges DisplayPort-Signal zur Verfügung stellen, muss der Betrachter außerdem noch selbstständig entscheiden, ob ein Dock mit oder ohne MST gewünscht ist. In der Tabelle sind beide Varianten zu finden. Der folgende Abssatz erläutert diesen Umstand näher und bietet eine eindeutige Handlungsempfehlung.

Wichtige Schlüsseltechnologie: MST | Multi-Stream-Transport

Wie eingangs bereits erwähnt:

  • Manche Laptops bieten zwei gleichzeitige, parallel DisplayPort-Signale über USB-C.
  • Manche Laptops bieten hingegen nur ein einzelnes DisplayPort-Signal über USB-C.

Bietet ein Laptop nur ein einziges DisplayPort-Signal in Richtung des Docks, so kann nativ auch nur ein einziger Monitor am Dock angeschlossen werden. Es sei denn, das Dock bzw. der Adapter hat einen MST-Chipsatz.

Ein MST-Chipsatz ist in der Lage, ein einzelnes DisplayPort-Signal auf mehrere, unabhängig voneinander gesteuerte Monitorausgänge aufzuteilen. Die Ausgänge hinter dem MST-Splitter können jede Art von Ausgang sein, einschließlich DisplayPort und HDMI.

Vorteile von MST:
  • MST ermöglicht somit die Verwendung mehrerer externer Monitore auf einem USB-C-Host, selbst wenn dieser Host nur ein einziges DP-Signal über USB-C sendet.
Nachteile von MST:
  • MST teilt jedoch auch die Bandbreite dieses DP-Signals auf und begrenzt dadurch die maximale Auflösung dieser externen Monitore (typischerweise auf 4K/30Hz).
  • Außerdem ist MST normalerweise nicht mit fortschrittlichen Technologien wie AMD FreeSync und NVIDIA G-SYNC kompatibel.
  • MST könnte (je nach verwendetem Chipsatz) die Bildwiederholfrequenz der Monitore auch bei niedrigeren Auflösungen generell auf 60 Hz begrenzen. Gerade bei Docking Stations mit MST-Chipsatz sollte man das Datenblatt der Docking Station genau studieren, um herauszufinden, welche maximalen Bildwiederholraten und Auflösungen das Dock garantiert.

Ob eine Docking Station einen MST-Splitter hat, geht nicht immer aus deren Datenblatt hervor. Faustregel: sofern MST (Multi-Stream Transport) im erweiterten Datenblatt der Docking Station nicht explizit beworben ist, kann man davon ausgehen, dass die Docking Station keinen MST-Splitter hat.

Handlungsempfehlung zu MST:

Auf Grundlage dieser Erläuterungen empfehlen wir, MST nur dann einzusetzen, wenn man es wirklich braucht. Anderenfalls empfehlen wir, MST zu vermeiden. Das bedeutet also:

  1. Wenn dein Laptop Thunderbolt mit 2 DisplayPort-Signalen unterstützt, wähle ein Dock ohne MST.
  2. Wenn dein Laptop nur 1 DP-Signal hat, aber du auch nur einen einzigen externen Monitor am Dock verwenden möchtest, wähle ebenfalls ein Dock ohne MST.
  3. Wenn dein Laptop nur 1 DP-Signal hat, du aber mehrere Monitore hinter dem Dock verwenden möchtest, wähle ein Dock mit MST.
Weitere Begriffserklärungen und Akronyme

Die folgenden Begriffe und Akronyme werden in der Übersichtstabelle dort verwendet, wo die Systemanforderungen und Plattform-Spezifikationen der jeweiligen Docking Stations aufgelistet sind. Es lohnt sich, die Begriffe zu verinnerlichen und sie in die Entscheidungsfindung mit einzubeziehen.

  • TBT = Thunderbolt 3 (TBT3) und Thunderbolt 4 (TBT4): Diese beiden Technologien sind im Allgemeinen miteinander kompatibel.
  • USB-C = USB Type-C: USB-C ist der kleinste, gemeinsame Nenner für die meisten der modernen Docking Stations. Ein Dock mit USB-C-Plattformunterstützung zeigt an, dass das Dock nicht unbedingt Thunderbolt benötigt. Stattdessen kann es auch mit einem Host funktionieren, der einfach nur USB-C unterstützt. Einige Dockingstationen unterstützen nur TBT. Andere Docks bevorzugen zwar TBT, haben aber auch einen USB-C-Fallback-Modus.
  • DP = DisplayPort: Dies zeigt an, dass die Docking Station ein DisplayPort-Signal vom Laptop benötigt. Dies gilt automatisch für alle TBT3/TBT4-Docks. Bei USB-C-Dockingstationen ist die Anforderung von DP sehr verbreitet, dennoch gibt es ein paar Ausnahmen. Am rechten Rand der Tabelle findet man Docking Stations ohne DP-Anforderung. Diese werden nur für die wenigen Laptops empfohlen, welche selbst kein DP-Signal über USB-C ausgeben.
  • DL = DisplayLink: Diese Technologie ist eine Low-Fidelity-Alternative zu DisplayPort. Sie verwendet das einfache USB-Datenprotokoll, um einen externen Monitor zu emulieren. Docks mit DisplayLink werden nur als „letzter Ausweg“ für solche Hosts empfohlen, die DP über USB-C nicht unterstützen.
  • USB-A: USB-A kann kein natives DisplayPort-Signal hosten. Ganz am Ende unserer Liste findet man einige Docks, welche DisplayLink über USB-A anbieten. Diese sind technisch identisch mit DisplayLink über USB-C, haben aber möglicherweise eine noch niedrigere USB-Datenrate. Wir würden solche Docks wirklich nur als allerletzten Ausweg empfehlen, z.Bsp. wenn der USB-C-Anschluss am Laptop bereits anderweitig belegt ist.
Im Zweifel nachfragen

Wir hoffen, dass unsere Empfehlungs-Matrix und die Erläuterungen in diesem Artikel dabei helfen, ein wenig Licht in die mitunter komplizierte Welt der Laptop-Docking-Stations zu bringen. Falls du die dennoch unsicher bist, welches Dock das richtige ist oder falls du ein Problem mit einer von uns empfohlenen Laptop-Dock-Kombination melden möchtest, dann nimm bitte Kontakt mit uns auf oder melde dich in einem dieser beiden Community-Threads:

Vielen Dank für deine Unterstützung!

Welche Auflösung und Bildwiederholraten mit den jeweiligen Versionen von HDMI und DisplayPort erreicht werden können, steht in dieser Tabelle:

Hybrid-Grafik

Akku-Laufzeit ist eine Funktion von Akku-Kapazität und Energieverbrauch. Laptops mit Hybrid-Grafik (NVIDIA Optimus bzw. MSHybrid) haben prinzipiell einen geringeren Energieverbrauch, da sich die dedizierte Grafikkarte bei Nichtgebrauch abschaltet. Hybrid-Grafiklösungen bieten wir allen XMG-Laptops außer derer, welche eine Desktop-CPU verwenden: XMG APEX 15 MAX (Late 2021, geplant) und XMG ULTRA 17.

Akku-Kapazität

Die größte Akku-Kapazität bieten wir derzeit in XMG FUSION 15 und XMG NEO 15 mit 93Wh, dicht gefolgt von XMG PRO mit 73Wh. Um die Akku-Laufzeit zu verlängern, ist zu empfehlen, die dedizierte Grafikkarte inaktiv zu halten. Einen ausführlichen Ratgeber zu diesem Thema findet ihr am unteren Ende der FAQ-Kategorie „Troubleshooting“.

Rechenleistung im Akku-Betrieb

Bitte beachten: bei intensivem Recheneinsatz (Gaming, Rendering) stellt das System im Akku-Betrieb nicht die maximale Leistung zur Verfügung. Insbesondere die dedizierte Grafikkarte wird im Akku-Betrieb erheblich gedrosselt, um die Akku-Lebensdauer zu schonen. Gaming im Akku-Betrieb ist zwar theoretisch möglich, aber wird auf der integrierten Grafik deutlich besser laufen. Dies gilt insbesondere für Laptops mit AMD CPU und Intel Core ab 11th Gen, da diese Generationen über vergleichsweise leistungsstarke und hochgradig effiziente, integrierte Grafikeinheiten verfügen. Um einzustellen, ob ein Programm auf der integrierten oder dedizierten Grafikkarte ausgeführt wird, stellt Windows 10 seit ca. 2019 ein eigenes Options-Menü bereit: Windows Graphics Settings. Die entsprechenden Einstellung in der NVIDIA-Systemsteuerung sind seitdem obsolet und ohne Effekt.

Kreuzkompatibilität

PCI-Express-Versionen sind grundsätzlich abwärtskompatibel. PCI-Express 3.0 wird auch als „Gen3“ bezeichnet, 4.0 als „Gen4“. Eine Gen4-SSD lässt sich in einem Gen3-Steckplatz betreiben und umgekehrt.

Performance-Vergleich

Bei Nutzung einer Gen4-SSD in einem Gen3-Steckplatz wird sich die maximale Lese-/Schreibrate der mit Gen4 beworbenen SSD an die Gegebenheiten des Gen3-Steckplatzes anpassen. Testläufe mit einer 2 TB FireCuda 520 (eine Gen4-SSD) und einem XMG FUSION 15 (Laptop mit Gen3-Steckplatz) ergaben folgende, sehr gute Werte:

CrystalDiskMark 6.0.0Lesen (MB/s)Schreiben (MB/s)
Seq Q32T13127,52981,3
4KiB Q8T81661,31758,3
4KIB Q32T1397,8324,8
4KiB Q1T143,79114,7

Es spricht also nichts dagegen, eine Gen4-SSD in einem Gen3-Steckplatz zu betreiben – zumal man die SSD ja irgendwann in Zukunft auch in einen neueren Laptop umziehen kann. Abgesehen vom Unterschied der Bandbreite gibt es durch die Nutzung von Gen3 keinen Nachteil.Wo finde ich Gen4-Steckplätze?SSD-Anschlüsse mit Gen4 findet man derzeit in fast allen XMG-Laptops mit Intel Core 11th Gen. Die Anbindung der jeweiligen Anschlüsse steht im jeweiligen Laptop-Datenblatt und in unserer Produkt-Übersichtstabelle.

Arbeitsspeicher

Für SO-DIMM Arbeitsspeicher (also solchen, der in Laptops passt), gibt es keinerlei Spielraum für zusätzliche Kühlkörper. Da Laptop-Speicher tendenziell auch mit weniger Spannung läuft als sein Desktop-Pendant, sind Kühlkörper auch nicht nötig.

SSD-Laufwerke

Bei SSDs im M.2-Format sieht das anders aus. Da dieses Format inzwischen sowohl für Laptops als auch Desktops verwendet wird, gibt es viele SSD-Modelle, welche bereits ab Werk mit zusätzlichen Kühlkörpern ausgestattet sind. In Laptops ist der Platz für solche SSD-Kühlkörper begrenzt. Viele XMG-Laptops haben bereits eigene SSD-Kühlkörper integriert oder sie haben ein Wärmeleitpad, welches die typische SSD-Bauhöhe entweder mit dem Mainboard oder mit der Unterschale des Laptops thermisch verbindet.

Für einen groben Überblick darüber, welcher Laptop noch Platz für SSD-Kühlkörper hat, schaut bitte in diesen Thread in unserem Reddit-Supportforum:

Falls euer Laptop keinen Platz für einen zusätzlichen SSD-Kühlkörper hat, heißt das aber nicht unbedingt, dass ihr auf den Kauf dieser SSD verzichten müsst. Bei manchen SSDs lässt sich der Kühlkörper entfernen oder er wird ohnehin nur als optionales Zubehör mitgeliefert.

Industrienorm

Die von uns verwendeten Notebook-Netzteilstecker sind normiert. Alle aktuellen XMG-Laptops (außer XMG ULTRA 17) verwenden einen Hohlstecker mit 5,5mm Außen- und 2,5mm Innendurchmesser. Dieser Stecker entspricht dem Industrie-Standard IEC 60130-10. Allerdings unterscheidet sich die Länge des Steckers je nach Modell:

  • XMG CORE 14, FOCUS, APEX und PRO verwenden einen Stecker mit 10mm Länge
  • XMG CORE 15, CORE 17, FUSION und NEO verwenden einen Stecker mit 12,5mm Länge

Ein Netzteil mit 12,5mm-Stecker lässt sich problemlos an einem Laptop mit 10mm-Anschluss nutzen. Umgekehrt ist das nicht der Fall: ein kurzer 10mm-Stecker lässt sich zwar mit einem tiefen 12,5mm-Anschluss verbinden, rutscht aber sehr schnell von allein wieder heraus. Daher ist beim Kauf von Ersatz-Netzteilen Vorsicht geboten.

Übersicht

Eine vollständige Übersicht der Netzteil-Formate (inkl. Links zu Ersatz-Netzteilen auf bestware) befindet sich hier:

Die Tabelle enthält zwei Tabs mit den zwei unterschiedlichen Stecker-Längen.

Netzteil-Kapazit und -kompatibilität

XMG-Laptops benötigen unterschiedliche Netzteil-Kapazitäten – je nachdem, wieviel Rechenleistung der Laptop bietet. XMG FOCUS z.Bsp. benötigt nur 150 Watt, XMG NEO hingegen fängt unterhalb von 230 Watt gar nicht erst an. Je mehr Leistung das Netzteil hat, desto größer/schwerer ist es.

Aufgrund der weitgehend identischen Steckermaße und Ausgangs-Spannungen sind allerdings auch kleinere Netzteile mit den „großen“ Laptops kompatibel.

 

Was passiert, wenn ich ein unterdimensioniertes Netzteil überlaste?

Der Laptop kann erkennen, ob ein Netzteil angeschlossen ist, aber nicht, wieviel Leistung das Netzteil bietet. Betreibt man einen Laptop mit einem unterdimensionierten Laptop mit voller Last, passiert folgendes:

  • Best Case: Das Netzteil wird überlastet und schaltet sich mittels OCP (Over-current protection) von selbst ab. Der Laptop wechselt in den Akku-Betrieb.
  • Worst Case: die Netzteil-Überlastung führt zu einer Überhitzung am Netzteil-Anschluss, wodurch dieser nachhaltig beschädigt werden kann (z.Bsp. geschmolzenes Plastik)

Dieser Worst Case ist bereits vereinzelt in der Vergangenheit aufgetreten. Eine Überhitzung am Netzteil-Anschluss kann auch dann vorkommen, wenn ein Netzteil-Stecker nicht richtig sitzt, wenn man also z.Bsp. einen 10mm-Stecker in einer 12,5mm-Buchse verwendet.

Handlungsempfehlung

Bei Verwendung von „kleineren“ Netzteilen ist also Vorsicht geboten: man sollte den Laptop möglichst im „Stromspar“-Modus oder „Ausbalanciert“-Modus betreiben und die dedizierte Grafikkarte nicht belasten. Eine kleine Idle-Last auf der Grafikkarte (z.Bsp. beim Betrieb eines externen Bildschirms) ist OK, aber sobald man eine 3D-Anwendung auf der dedizierten Grafikkarte startet, wird es brenzlig. Auch vermeintlich sparsame 3D-Anwendungen (wie z.Bsp. ältere Spiele) können je nach Netzteil-Kapazität eine Überlastung hervorrufen, wenn der 3D-Engine keine Obergrenze bzgl. der maximalen Bildwiederholrate (FPS: Frames per second) auferlegt ist. Weitere Informationen zu FPS-Limitern befinden sich in der FAQ-Kategorie „Tipps & Tricks“.

Rechenbeispiel

Nehmen wir einen 230W-Laptop mit einem 90W-Netzteil:

  • Knapp über 50W zum Aufladen des Akkus
  • mindestens 10W Idle-Verbrauch des Systems
  • Bleiben nur noch 30W übrig für CPU-Rechenlast

Dieses Beispiel ist bereits sehr idealisiert.

  • Die TDP von Intel CPUs muss man aufgrund Verluste der Spannungswandler durch 0,8 teilen, um den tatsächlichen Energieverbrauch zu errechnen. So ist man bei einer CPU Package Power von z.Bsp. 45W bereits bei einem CPU-Verbrauch von real knapp 57 Watt.
  • Hält man aus Versehen die dGPU aktiv (z.Bsp. durch ein Monitoring-Programm oder einen externen Bildschirm), liegt der Idle-Verbrauch des Systems bereits bei über 30W. Da bleibt nicht mehr viel übrig für Akku-Laden und Verbrauchs-Spitzen.
Fazit

Ein Betrieb mit kleinem/leichten Netzteil ist möglich, aber Überlastung ist durch den Anwender zu unterbinden. Extreme Unterdimensionierung wie in dem o.g. Beispiel ist zu vermeiden. Hardware-Schäden (beschädigte Netzteil-Buchsen) durch Überlastung eines unterdimensionierten Netzteiles sind nicht von der Garantie abgedeckt.

USB-C ist auf 100 Watt limitiert

Generell bieten wir das Laden über USB-C Power Delivery (USB-C PD) nur bei Laptops, deren maximaler Energiebedarf bei weniger als 100W liegt. Im Portfolio von XMG trifft dies derzeit nur auf das XMG CORE 14 zu. Im Sortiment von SCHENKER und TUXEDO gibt es allerdings noch eine Reihe weiterer Thin & Light-Modelle mit diesem Feature.

Generell müssen USB-C-Netzteile über eine Ausgangsspannung von 20V verfügen. Die meisten Handy-Netzteile stellen nur 5V zur Verfügung und sind somit nicht geeignet. Die meisten Laptops akzeptieren Strom über USB-C auch nur dann, wenn das USB-C-Netzteil ausreichend groß dimensioniert ist, um den Laptop auch unter Volllast mit Strom zu betreiben. Ein Laptop, der z.Bsp. für 90W spezifiziert ist, wird sich in vielen Fällen nicht mit einem 40W-Ladegerät laden lassen.

Produktübersicht

Eine sich im Aufbau befindliche Liste, welche USB-C-Netzteile nachweislich mit welchem Laptop funktioniert, findest du unter diesem Link:

Grundsätzlich sind alle XMG-Laptops mit Hardware-Virtualisierung kompatibel.

  • XMG-Laptops mit Intel-CPU unterstützen VT-x und VT-d.
  • XMG-Laptops mit AMD-CPU unterstützen AMD-V und AMD-Vi.

Die Hardware-Virtualisierungsfunktionen sind bereits ab Werk im BIOS aktiviert und stehen somit dem Betriebssystem zur Verfügung. Bei Bedarf (z.Bsp. für Debugging/Troubleshooting) lassen sie sich im BIOS auch wieder deaktivieren.

Wir bieten einige XMG-Laptops, welche speziell auf die Bedürfnisse von professionellen Audio- und ähnlichen Echtzeit-Anwendungen optimiert sind. Die Firmware und Treiber dieser Laptops sind so darauf ausgelegt, eine möglichst stabile und niedrige DPC-Latenz zu ermöglichen. Insgesamt ist es eine Kombination von Firmware, Treiber, Windows-Einstellungen und speziell vorselektierter Hardware, welche unsere XMG Audio-Editions ermöglichen.

Für eine Liste aktuell unterstützter Produkte, wirf bitte einen Blick auf die Audio-Kategorie unseres Online-Shops bestware.

Wir benutzen diese Bezeichnung, wenn wir für ein System zwar noch eine Vorinstallation von Windows 10 anbieten können, aber hierfür keine offizielle Unterstützung der damit verbundenen Chip-Lieferanten und Technologie-Partner mehr erhalten. In solchen Fällen beschränkt sich die offizielle Unterstützung der Lieferanten und Partner auf Windows 11. Aktuelle Beispiele:
Modell Einschränkungen unter Windows 10
XMG NEO (M22) XMG CORE (M22) mit AMD Ryzen 6000 AMD bietet laut unseren Informationen keinen offiziellen Windows 10-Support mehr für AMD Ryzen 6000 Mobil-CPUs. Dennoch lassen sich AMDs aktuelle Chipsatz-Treiber bisher einwandfrei installieren. Es kann nicht garantiert werden, dass dies auch für zukünftige Treiber-Updates noch gelten wird. Die App „Sound Blaster Cinema 6 Plus“ wird ebenfalls unter Windows 10 nicht mehr unterstützt. Die Audio-Treiber des Laptops funktionieren dennoch einwandfrei. Die Lautsprecher des Gerätes haben auch ohne diese App einen guten Klang und eine hohe Maximal-Lautstärke. Es ist prinzipiell nicht auszuschließen, dass auch weitere Chip-Anbieter, deren Treiber in diesem Modell verwendet werden, ihren Support für Windows 10 in naher oder ferner Zukunft einstellen. Unabhängig von diesen Einschränkungen besteht zum aktuellen Zeitpunkt noch die Möglichkeit für eine stabilen und sicheren Betrieb von Windows 10 auf diesem Gerät.
Letztes Update: 29. September 2022 In solchen Fällen gelten folgende Maßgaben:
  • Wir halten das aktuelle Support-Niveau für ausreichend, um einen sicheren und stabilen Betrieb von Windows 10 zum Zeitpunkt der Auslieferung zu gewährleisten.
  • Wir überlassen Kunden die Wahl, ob sie die zum Zeitpunkt der Auslieferung unter Windows 10 bestehenden, geringfügigen Einschränkungen in Kauf nehmen möchten. (Kunden, welche aus etwaigen Gründen noch Windows 10 gegenüber Windows 11 bevorzugen, werden das selbstständig entscheiden können.)
  • Wir können nicht garantieren, dass zukünftige Software-, Treiber- oder Windows-Updates noch mit dem Gerät kompatibel sein werden.
  • Für den Fall, dass ein Betrieb von Windows 10 mit zukünftigen Software-, Treiber- oder Windows-Updates nicht mehr empfohlen werden kann, können Kunden selbstständig oder mit unserer Hilfe ein kostenfreies Upgrade auf Windows 11 durchführen – unter Beibehaltung des bestehenden Lizenzschlüssels. Eine Anleitung für eine saubere Neuinstallation von Windows 10 bzw. Windows 11 befindet sich hier: Saubere Windows-Neuinstallation
  • Die Gefahr eines Hardware-Garantieverlustes durch Betrieb von Windows 10 besteht nicht.
  • Sollte sich im Rahmen einer Garantie-Reklamation herausstellen, dass ein reklamiertes Problem nur unter Windows 10, nicht jedoch unter Windows 11 auftritt, so wird im Rahmen der Garantieerfüllung ein Upgrade auf bzw. eine Neuinstallation von Windows 11 angeboten.
Wir bitten um Verständnis dafür, dass der Support von Chip-Lieferanten und Technologie-Partnern für Windows 10 sukzessive ausläuft. Anstatt den Betrieb von Windows 10 kategorisch abzulehnen, streben wir an, mit dieser sachbezogenen und transparenten Kommunikation einen pragmatischen Mittelweg zwischen Support und Nicht-Support zu gehen. Windows 10 erhält noch Sicherheits-Updates bis 14. Oktober 2025 (Quelle). Anschließend kann ein Betrieb von Windows 10 nicht mehr empfohlen werden. Spätestens ab Oktober 2025 wird ein Upgrade auf bzw. eine Neuinstallation von Windows 11 empfohlen.

Wir bitten um Verständnis dafür, dass der Support von Chip-Lieferanten und Technologie-Partnern für Windows 10 sukzessive ausläuft. Für manche, aktuellen Modelle bieten wir nur noch eingeschränkten Support. Informationen hierzu befinden sich im vorhergehenden FAQ-Artikel:

Die folgenden Modellgenerationen erhalten von uns allerdings gar keinen Windows 10-Support mehr:

  • XMG FOCUS (M22)
  • XMG NEO (E22)
  • XMG PRO (E22)
  • SCHENKER VISION (E22)
  • SCHENKER WORK (E22)

Diese Liste umfasst sämtliche Modelle mit der zwölften Generation von Intel Core. In unserem aktuellen Portfolio umfasst dies die folgenden CPUs:

  • Intel Core i5-1240P
  • Intel Core i7-1260P
  • Intel Core i7-12700H
  • Intel Core i9-12900H
E- und P-Cores in Intel Core 12th Gen

Die zwölfte Intel Core-Generation unterscheidet sich von früheren Generationen darin, dass sie nun erstmals zwei unterschiedliche Arten von CPU-Kernen hat:

  • Performance-Cores (P-Cores): getrimmt auf hohe Leistung
  • Efficiency-Core (E-Cores): getrimmt auf hohe Effizienz, also niedrigen Energieverbauch

Dieser Verbund aus unterschiedlichen CPU-Kernen wird auch „Big.LITTLE“-Konzept genannt. Dieses Hybrid-Design wurde erstmalig von ARM im Jahre 2012 vorgestellt. Inzwischen wird dieses Prinzip auch von Apple und seit 2021 erstmals auch von Intel angewendet.

Hybrid-Design muss vom Betriebssystem unterstützt werden

Das Zusammenspiel dieser CPU-Kerne wird durch den neuen „Intel Thread Director“ gewährleistet: dieser verteilt die Rechenaufgaben (also die laufenden Programme und Prozesse) zwischen E- und P-Cores so, dass weniger dringliche Hintergrundaufgaben auf den E-Cores und rechenintensive Aufgaben auf den P-Cores ausgeführt werden. Ein Hintergrundartikel dazu befindet sich hier:

Der „Intel Thread Director“ erfordert das Zusammenspiel von Hardware und Betriebssystem.

  • Die Technik wird seitens Microsoft erst ab Windows 11 unterstützt. Ein nachträglicher Support unter Windows 10 ist nach unserem Kenntnisstand nicht in Planung.
  • Unter Linux wird grundlegender Support seit Linux-Kernel 5.18 zur Verfügung gestellt. Siehe auch: Welche XMG-Laptops sind Linux-kompatibel?
Was passiert, wenn ich Windows 10 verwende?

Verwendet man diese Hybrid-CPU-Modelle mit Windows 10, dann verzichtet man auf die intelligente Lastverteilung zwischen den unterschiedlichen CPU-Kernen. Aufgaben werden den Kernen dann relativ willkürlich zugeordnet, da Windows 10 nicht zwischen E- und P-Cores unterscheiden kann. Dies wirkt sich zwangsläufig negativ auf Akku-Laufzeit und Performance aus:

  • Negative Performance-Auswirkung: dann, wenn Single-Thread-lastige Aufgaben willkürlich einem E-Core zugewiesen werden. Die E-Cores bieten weniger Performance als die P-Cores.
  • Negative Auswirkung auf Akkulaufzeit: dann, wenn weniger dringliche Hintergrundaufgaben willkürlich auf P-Cores laufen. Diese haben bei ähnlicher Last einen etwas höheren Energieverbauch, wodurch sich die Akkulaufzeit mess- und spürbar reduziert.

Single-Thread-lastige Aufgaben umfassen sowohl Gaming, als auch viele Vorgänge im Content Creation Bereich. Zwar mag viel Software heutzutage auf die gleichzeitige Auslastung mehrerer Kerne optimiert sein. Aber dennoch gibt es meistens einen Thread, welcher eine besonders hohe Auslastung dazu (der Haupt-Thread). Wird dieser dann willkürlich einem E-Core zugewiesen, entsteht ein Flaschenhals, welcher sich auch negativ auf die Performance der anderen, damit zusammenhängenden Threads auswirken kann.

Anwendungsfälle, welche sich wirklich gleichmäßig auf alle Kerne/Threads verteilen, umfassen beispielsweise Software-Video-Encoding (H.264, HEVC etc.) und CPU-basiertes Rendering (Blender, Cinebench etc.). In diesen Sonderfällen hat die willkürliche Verteilung zwischen E- und P-Cores keine negative Auswirkung. Aber in allen anderen Vorgängen, welche eher Single-Thread-lastig sind, ist der Performance-Verlust durch Windows 10 recht eindeutig.

Kann ich die E-Cores irgendwie umgehen?

Bei manchen Modellen besteht die Möglichkeit, die E-Cores per BIOS-Setup zu deaktivieren. Dadurch kann man zwar negative Performance-Auswirkung bei Single-Thread-lastigen Anwendungen verhindern, aber gleichzeitig würde man auf eine große Menge an Multi-Core-Performance verzichten, da mit deaktivieren E-Cores insgesamt weniger Kerne zur Verfügung stehen. Die negative Auswirkung auf die Akkulaufzeit vergrößert sich hierbei sogar noch, weil dann wirklich alle Aufgaben auf den P-Cores ausgeführt werden.

Im Desktop-Bereich ist es so, dass es innerhalb der 12ten Generation Intel Core auch solche Desktop-CPUs gibt, welche ausschließlich P-Cores verbaut haben. Im Mobil-Segment ist das aber nicht der Fall: alle Mobilprozessoren der 12ten Generation bilden einen Verbund aus E- und P-Cores und benötigen daher den „Intel Thread Director“ in Windows 11.

Handlungsempfehlung

Aufgrund der unabänderlichen technischen Umstände führen wir intern keine Tests von Windows 10 auf den betroffenen Systemen durch. Wir können daher nicht sagen, ob es ggf. noch weitere Treiber gibt (z.Bsp. Audio oder sonstige Peripherie), welche unter Windows 10 nicht richtig laufen.

Dazu kommt, dass Intel für die 12te Generation Intel Core keinen offiziellen Chipsatz-Support für Windows 10 bietet. Aktuelle Chipsatz-Treiber lassen sich zwar noch installieren. Aber es ist nicht auszuschließen, dass der Support irgendwann gänzlich eingestellt wird.

Wir empfehlen daher den Betrieb von Windows 11 auf Laptops mit Intel Core 12th Gen.

Darf ich trotzdem selber Windows 10 installieren?

Für Kunden, welche manuell eine Installation von Windows 10 auf diesen Modellen durchführen möchten, geben wir folgende Hinweise:

  • Kunden können die Windows 11-Treiber aus unserem Download-Portal für das jeweilige Gerät unter Windows 10 probieren. Die meisten Treiber werden sich problemlos installieren lassen. Wir geben allerdings keine Garantie darauf, dass sich alle Treiber installieren lassen.
  • Wir können nicht garantieren, dass zukünftige Software-, Treiber- oder Windows-Updates noch mit dem Gerät kompatibel sein werden.
  • Für den Fall, dass ein Betrieb von Windows 10 mit aktuellen oder zukünftigen Software-, Treiber- oder Windows-Updates sich nicht zufriedenstellend einrichten lässt, empfehlen wir ein Upgrade oder eine saubere Neuinstallation von Windows 11. Eine entsprechende Anleitung befindet sich hier: Saubere Windows-Neuinstallation
  • Die Gefahr eines Hardware-Garantieverlustes durch den Betrieb von Windows 10 besteht nicht.
  • Sollte sich im Rahmen einer Garantie-Reklamation herausstellen, dass ein reklamiertes Problem nur unter Windows 10, nicht jedoch unter Windows 11 auftritt, so wird im Rahmen der Garantieerfüllung ein Upgrade auf bzw. eine Neuinstallation von Windows 11 angeboten.

Wir bieten für XMG keinen direkten Linux-Support. Wir empfehlen Linux-Nutzern einen Blick auf unser Schwester-Unternehmen TUXEDO Computers.

TUXEDO verwendet oftmals dieselbe Hardware-Basis wie XMG, aber ergänzt teils selbst programmierte Treiber, Firmware und Tools für vollständigen Linux-Support. TUXEDO-Modelle kosten deshalb in der Regel ein bisschen mehr – aber für Linux-Nutzer lohnt sich der Aufpreis.

XMG-Laptops lassen sich nicht nachträglich mit TUXEDO-Support nachrüsten.

Sollte beim Preisvergleich eine extrem hohe Differenz zwischen zwei äquivalenten XMG- und TUXEDO-Modellen vorliegen, empfehlen wir eine Kontakt-Aufnahme mit dem Support von TUXEDO.

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